Das OC Potential hängt nicht so sehr von der Kühlung, sondern viel mehr davon ab, wie gut das Chip-Exemplar ist, das man erwischt hat
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. Solange auf der Kartenserie keine selektierten Chips mit hohem OC-Potential zum Einsatz kommen, unterscheidet sich das OC-Potential in der Regel statistisch nicht von anderen Karten mit dem gleichen Chip-Typ. Zwar kann die Stromversorgung auf der Karte mehr oder weniger leistungsfähig ausgeführt sein, aber der erzielbare Takt hängt weiterhin vor allem vom Chip ab. Die Chance auf nennenswertes OC-Potential hängt im Wesentlichen von durchschnittlichen OC-Potential der Chip-Serie ab - wohlgemerkt die Chance! Bei Serien die für hohes OC-Potential bekannt sind, ist auch bei nicht selsktierten karten die Chance höher einen Chip zu erwischen der nennenswertes OC-Potential hat, aber eine Garantie dafür gibt´s auch dann nicht.
Das ausschöpfbare OC-Potential unterscheidet sich bei derselben Karte unter Lukü und Waküwenn überhaupt meistens nur marginal, denn thermodynamisch passive Kühlungen, zu denen sowohl Lukü als auch Wakü gehören, erlauben keine wirklich hohen Spannungssteigerungen, da die maximal abführbare Wärmestromdichte vom Chip zum Kühler durch die Raumtemperatur begrenzt ist.
Drei Gründe sprechen trotzdem für die Wasserkühlung bei Grafikkarten:
1.) Man kann die Karte mit beliebig viel Fläche und damit leiser als unter Lukü kühlen.
2.) Grafikkarten liegen insbesondere in normal konfigurierten ATX-Gehäusen suboptimal im Luftstrom und in SLI/CF-Verbünden ist mindestens eine Karte mit Lukü sehr schlecht versorgt. Hier bieten Waküs deutlich Vorteile.
3.) Die Optik eines Systems kann von wassergekühlten Grafikkarten je nach Auge des Betrachters enorm profitieren.
Eine Karte wegen ein paar möglicher Mhz höherer Übertaktung, die nicht mal sicher zu erreichen sind, mit Wasser zu kühlen halte ich hingegen für recht sinnlos.