[Kaufberatung] Welche Materialien für Eigenbau Wasserkühlungskomponenten. Bitte um Hilfe

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Grüße

Ich möchte mir meine Wasserkühlung... also die Kühler für Grafikkarte CPU selbst Herstellen. Also Fräßen / Lasern.


Das ganze wird noch einige Zeit dauern aber über einige Grundlegende dinge würde ich mich gern schonmal informieren.
Zum ersten wäre da das Material.

Welches Material ist hierfür das sinnvollste. Ich komme an alle arten von Metallen herran... wobei Gold etwas Teuer ist muss mann hinzusagen ;D


Vollkupfer? Oder Alu... Edelstahl oder eine Kompination aus mehrerern davon?


Was würdet ihr empfehlen für eine möglichst gute Wärmeübertragung Stabilität und Haltbarkeit.
 
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Kommt immer auf die weiteren Materialien an. Wenn dein Radiator aus Alu ist, dann ist kupfer eine schlechte Idee, da es hier zu Korrosion kommen kann.

Gleiches gilt für AGB etc.

Heute sind die meisten metallischen Bestandteile Kupfer. Wenn es nicht gefällt kann man es vernickeln lassen.
 
Kupfer und gut ists, es gibt schon einen Grund, warum da so gut wie alle Kühler draus gemacht werden.
 
Definitiv Kupfer ;-)
 
Alles klar vielen dank.

Wenn ich eine Sketchup datei von den Kühlern fertig habe wäre es super wenn ihr mal drüberschaut.

Pom?
 
Solang du dich von Alu fern hältst und dich bei Metallan auf Kupfer, Messing, Edelstahl, Titan oder Sterlingsilber (Ag 925) beschränkst, solltest du keine nennenswerten Korrosionsprobleme bekommen. Beschichtungen aus Nickel oder Chrom sind oft ganz nett, müssen aber nicht sein.

Feinsilber (Ag 999) wäre von der Wärmeleitfähigkeit das beste für eine Bodenplatte - kriegst du aber auch auf professionellen Maschinen kaum bearbeitet und es ist auch im Einsatz einfach zu weich.
Sterlingsilber leitet Wärme fast so gut, aber eben nicht ganz so gut wie Kupfer, weshalb das ein fauler und noch dazu teurer Kompromiss ist.
Messing leitet Wärme deutlich schlechter als Kupfer, kann aber z.B. gut als Deckelmaterial statt Edelstahl hergenommen werden uns ist einfach zu bearbeiten.
Edelstahl kommt als Bodenplatte nicht in Frage, da die Wärmeleitfähigkeit lausig ist, aber als Deckel kann man´s nehmen. Ist bearbeitungstechnisch aber nicht ganz ohne.
Ansonsten kann ich noch Titan als Deckelmaterial empfehlen. Die Wärmeleitfähigkeit ist da zwar noch schlechter als bei Edelstahl aber das ist beim Deckel egal. Dafür ist Titan absolut Korrosionsbeständig und sieht klasse aus. Außerdem ist´s ein Alleinstellungsmerkmal, denn einen Titandeckel hat nicht jeder. Wundere dich da allerdings nicht über extremen Fräserverscheiß und beim schleifen in der Luft explodierende Funken. Es ist echt mühsam Titan zu bearbeiten - das sträubt sich ziemlich durch die hexagonale Gitterstruktur.

Natürlich kommen auch die üblichen Kunststoffe (z.B. POM, PMMA) als Deckel in Frage. Wobei du einen PMMA-Deckel nachdem bearbeiten tempern solltest, wenn du lange dran Freude haben willst.

Zumindest für die Bodenplatte läuft aber in der Tat alles auf Kupfer hinaus. Wie VDC schon sagte - es hat seine Gründe warum so gut wie alle kommerziellen Kühler Kupferböden haben. Allerdings verbietet sich dadurch natürlich die Verwendung von Alu an irgendeiner Stelle (und wenn dann nur möglichst weit vom Kupfer entfernt und sauber eloxiert + potentem Korrosionsschutz im Wasser).
Beim Deckel hast du dagegen relativ viele Freiheiten was das Material angeht.

Edit:
POM = PolyOxyMethylen (ein beständiger gut fräsbarer Konstruktionskunststoff - nicht transparent)

PMMA = PolyMethylMetAcrylat (Plexiglas)
 
Zuletzt bearbeitet:
wo VJoe2max das gerade schrieb frag ich mich wieso eigentlich keiner PC (Polycarbonat) fürn deckel nimmt, außreichend chemikalienbeständigkeit sollte vorhanden sein
und von den mechanischen eigenschaften ist es PMMA doch deutlich überlegen, wird ja nicht ohne grund häufig als ersatz für glas in etwas raueren bedingungen genutzt

joe fällt dir da nen grund gegen PC ein?
 
Polycrbonat lässt sich nicht soo toll spanend bearbeiten und Spritzgußformen zu bauen lohnt sich für die Kleinserien die man im Wakü-Bereich absetzen kann oft nicht so recht.
Außerdem ist normales PC nicht sonderlich glykolbeständig, was zu Problemen mit den allermeisten Korrosionschutzzusätzen führen kann.

Edit:UV-beständig ist es ohne besondere Maßnahmen auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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