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Für unsere Messungen im HDR-Betrieb nutzen wir Calman Ultimate von Portrait Displays. Die Messungen führen wir - wenn nicht anders angegeben - mit einer APL von 10 % durch. Das hat bei OLED-Geräten natürlich einen Einfluss darauf, welche Leuchtkraft wir in unseren Messungen ermitteln.
SDR-Messwerte: Standard-Modus
Standardmäßig ist beim ASUS ROG Swift OLED PG27UCDM das Profil Racing Mode aktiviert.
Mit einem Weißpunkt von 6.031 K sehen wir ein bekanntes Bild: Die Darstellung ist zu warm abgestimmt. Entsprechend wundert es nicht, dass Rot in der RGB-Balance über den gesamten IRE-Bereich überrepräsentiert ist.
Der sRGB-Farbraum wird natürlich vollständig abgedeckt, allerdings mit einer deutlichen Erweiterung im roten und grünen Spektrum, was zu einer deutlich sichtbaren Übersättigung führt.
Das Graustufen-DeltaE ist solide, mit einem gemittelten Wert von 2,8. Nicht ganz so gut sehen die Werte im ColorChecker-Test aus. Hier messen wir einen Mittelwert von 4,68 und ein Maximum von 7,87. Ähnlich sieht das Ergebnis für den Sättigungs-Test aus, für den wir einen gemittelten Wert von 4,16 und ein Maximum von 7,26 messen.
Racing-Mode mit sRGB-Gamut
Bei ASUS' aktuellen Umsetzungen kann der Farbumfang unabhängig vom Preset begrenzt werden – ein echtes sRGB-Preset gibt es trotzdem. Der Vorteil dieser Lösung liegt zudem darin, dass in diesem Zuge noch Eingriffe auf die Farb-Settings möglich sind, die ASUS in Form einer 6-Achs-Anpassung bereitstellt.
Zunächst haben den Racing-Mode auf den sRGB-Farbraum begrenzt, um zu sehen, welche Änderungen dadurch entstehen.
Der Weißpunkt bleibt weitestgehend unverändert und landet bei 6.058 K.
Die Grenzen des sRGB-Farbraum werden nun recht gut eingehalten. Der blaue und rote Eckpunkt werden nur knapp verfehlt, was auf die Praxis keine nennenswerten Auswirkungen hat.
Das Graustufen-DeltaE fällt mit einem Wert von 2,5 nur minimal besser aus. Der angepasste Farbraum macht sich hingegen im ColorChecker-Test deutlich bemerkbar, denn wir messen ein gemitteltes DeltaE von 1,73 und ein Maximum von 4,16. Die Ergebnisse im Sättigungstest sehen wie üblich ziemlich ähnlich aus: Ein gemitteltes DeltaE von 1,75 und ein Maximum von 4,12.
Racing-Mode mit DCI-P3-Gamut
Das gleiche Spielchen haben wir im Anschluss noch einmal mit DCI-P3-Farbraum für den Racing-Mode gemacht. Einen separaten Modus für DCI-P3 oder AdobeRGB bietet ASUS, anders als dies MSI beim MPG 272URX QD-OLED tut, nicht.
Der Weißpunkt ändert sich marginal und landet bei unserer Messung bei 6.112 K. Auch hier ist die Darstellung als noch etwas warm.
Der DCI-P3-Farbraum passt gut zu den aktuellen QD-OLED-Panels und wird theoretisch vollständig abgedeckt. Wir messen an dieser Stelle 97,3 %, was ein gutes Ergebnis ist. Minimal werden die Eckpunkte verfehlt, was in der Praxis für den typischen Gaming-Anwender aber keine Rolle spielen sollte.
Das Graustufen-DeltaE kann überzeugen, der Durchschnitt liegt bei 2,3. Auch im ColorChecker-Test bekommen wir gute Ergebnisse mit einem DeltaE-Mittelwert von 1,56 und einem Maximum von 3,97. Bei der Sättigung sehen wir ähnlich gute Werte.
SDR-Messwerte: sRGB-Preset
Abschließend haben wir auch den "echten" sRGB-Modus vermessen. Weitere Farbanpassungen sind in diesem Modus nicht möglich, die Helligkeit kann hingegen weiter justiert werden.
Der Weißpunkt ist mit 6.308 K etwas neutraler, aber noch immer nicht ideal.
Der sRGB-Farbraum wird fast vollständig abgestimmt. Etwas präzisere Eck-Koordinaten könnten das Ergebnis noch einmal verbessern.
Das Graustufen-Delta-E sieht mit 1,2 hervorragend aus. Im ColorChecker kommen wir mit einem DeltE von 1,27 (Mittelwert) und 3,82 (Maximum) ebenfalls auf ein sehr gutes Ergebnis. Erneut sehen wir im Test der Sättigung ähnliche Ergebnisse.
Messungen: Farbvolumen
An dieser Stelle werden wir das Farbvolumen der Geräte in einer separaten Kategorie angeben. Gemessen werden BT.709, DCI-P3 und BT2020.
Keine Überraschungen gibt es beim Farbvolumen, das auf dem Niveau der bekannten QD-OLED-Panels liegt.
Farbraum | Farbvolumen |
BT.709 | 157,163 % |
DCI-P3 | 105,331 % |
BT.2020 | 71,249 % |
Farbstabilität über das Panel
Es kommt nicht nur darauf an, wie gleichmäßig die Helligkeit auf einem Panel verteilt wird, sondern auch darauf, dass die Farben überall gleich aussehen. Dies stellen wir hier anhand der DeltaE-Verteilung dar.
Das Gerät kann mit einer hervorragenden Farbstabilität aufwarten. Die größte Abweichung messen wir im oberen linken Quadranten, mit einer DeltaE von 1,2 gegenüber dem mittleren Segment. Mit dem bloßen Auge fallen Abweichungen entsprechend nicht auf.