Werbung
Für unsere Messungen im HDR-Betrieb nutzen wir Calman Ultimate von Portrait Displays. Die Messungen führen wir – wenn nicht anders angegeben –mit einer APL von 10 % durch. Das hat bei OLED-Geräten natürlich einen Einfluss darauf, welche Leuchtkraft wir in unseren Messungen ermitteln. Zusätzlich messen wir die maximale Leuchtkraft beginnend mit einer APL von 1 %.
HDR-Modi: ASUS bietet viele Presets
Gaming HDR
Der Modus kann die volle Helligkeit abrufen, ist aber in niedrigen IRE-Bereichen deutlich zu hell abgestimmt, um dann ab 50 IRE abzukippen und erst einmal ein etwa zu dunkles Bild zu liefern. Das wirkt sich auch auf den Color-Match-Test aus. Mit Luminanz-Fehler sehen wir ein gemitteltes DeltaE von 8,22, ohne Luminanzfehler liegt das Mittel bei DeltaE 2,28. Das EOTF-Tracking lässt hier also noch viel Luft nach oben.
Cinema HDR
Die Kurven im Greyscale-Tracking ähneln denen des Gaming-HDR-Modus doch sehr. Auch hier sehen wir also ein unruhiges EOTF-Tracking. Zunächst ist das Bild zu hell, dann zu dunkel. Das gilt auch für die Messungen im Color-Match.Test. Mit Luminanz-Fehler gibt es hier ebenfalls noch viel Luft nach oben.
Console HDR
Im Vergleich zu den ersten beiden Modi sieht das EOTF-Tracking im Console-Mode doch ein gutes Stück besser, bzw. gleichmäßiger aus. Auch hier werden dunkle Bereiche zu hell dargestellt und helle Inhalte zu dunkel. Im ColorMatch-Test wird dann ein etwas besseres Ergebnis erzielt. Optimal ist ein gemitteltes DeltaE (mit Luminanzfehler) von 5,7 aber nicht.
HDR True Black 400
Auch ASUS setzt auf einen True Black 400-Modus nach VESA-Vorgaben. Auf die maximal mögliche HDR-Peak-Helligkeit muss in diesem Szenario verzichtet werden, dafür wird man mit einem besseren EOTF-Tracking belohnt. Ideal ist es aber noch immer nicht. Auch im ColorMatch-Test werden die besten Ergebnisse mit einem gemittelten DeltaE von 3,85 und Berücksichtigung des Luminanzfehlers ermittelt.
Wer also auf die maximale Peak-Helligkeit verzichten kann, bekommt hier das ausgewogenste Setting. Dank des sehr guten Kontrastumfangs wird dennoch eine spektakuläre HDR-Darstellung geboten – es wäre schön, wenn man sich nicht zwischen Peak-Helligkeit und korrekter Darstellung entscheiden müsste.
Ein Panel-Dimming ist auch hier zu erkennen, fällt jedoch nicht ganz so stark ins Gewicht.
HDR Helligkeit
Die maximale Peak-Helligkeit wird nur vom HDR400-Preset nicht erreicht. Die anderen drei Presets halten die Helligkeit aber auch nur bis 2 % APL, danach geht die Leuchtkraft in den Sinkflug, um dann ab einem APL-Wert von 10 % weitestgehend identisch zum 400er-Preset zu sein.