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CORSAIR
Lesertest Corsair Vengeance RGB PRO
2x8GB DDR4-3466 CL16-18-18-36 1.35V
Einleitung
Lesertest Corsair Vengeance RGB PRO
2x8GB DDR4-3466 CL16-18-18-36 1.35V
Einleitung
An erster Stelle möchte ich mich beim ganzen Hardwareluxx Team, sowie bei Corsair bedanken, dass ich einer von drei Tester sein darf, welcher den neuen Vengeance RGB PRO testen darf (Lesertest - Corsair Vengeance RGB Pro) .
Ein Kit aus der Vengeance RGB PRO Reihe wurde zwar bereits von HWLuxx getestet aber dabei handelte es sich um ein DDR4-3600 CL18-19-19 Kit, sowie auf einem Intel basiertem Testsystem. Ein Test auf einem AMD basiertem Testsystem finde ich daher recht interessant.
Der Lesertest wird wie folgt aufgebaut sein:
Feedback, Fragen und Anmerkungen eurerseits sind stets willkommen.
Ein Kit aus der Vengeance RGB PRO Reihe wurde zwar bereits von HWLuxx getestet aber dabei handelte es sich um ein DDR4-3600 CL18-19-19 Kit, sowie auf einem Intel basiertem Testsystem. Ein Test auf einem AMD basiertem Testsystem finde ich daher recht interessant.
Der Lesertest wird wie folgt aufgebaut sein:
- Technische Daten
- Das Kit im Detail
- iCUE (RGB Software)
- Testsystem
- Overclocking
- Benchmark
- Fazit
Feedback, Fragen und Anmerkungen eurerseits sind stets willkommen.
Techn
Technische Daten
Produktseite: Corsair Vengeance RGB Pro
Aktueller Preis laut Preisvergleich: 223 Euro (Stand 09.01.2019)
Bei dem Kit handelt es sich um Single Rank Samsung 8GBit B-die ICs, was für gute Performance und gute Overclocking Eigenschaften spricht. Leider gibt es für die Spezifikationen keine B-die Garantie, weshalb unter Umständen auch ICs anderer Hersteller verbaut sein könnten. Die Module besitzen jeweils einen Temperatursensor und ein XMP Profil für ihre Spezifikationen. Auch mit aktuellen AMD Boards lassen sich XMP Profile (Takt, Spannung und Timings: CAS-RCD-RP-RAS) meistens problemlos laden, ein stabiler Betrieb ist allerdings nicht gewährleistet.
Das SPD wird zeitnah als Download in der Hardwareluxx SPD Datenbank zu finden sein.
Memory Series | Vengeance RGB Pro | SPD Latency | 15-15-15-36 |
Memory Type | DDR4 | SPD Speed | 2133 |
Memory Size | 16GB Kit (2x8GB) | SPD Voltage | 1.20V |
Tested Latency | 16-18-18-36 | Heat Spreader | Anodized Aluminum |
Tested Voltage | 1.35V | Package Memory Format | DIMM |
Tested Speed | 3466MHz | Performance Profile | XMP 2.0 |
Memory Color | Black | Package Memory Pin | 288 |
LED Lighting | RGB | Warranty | 10 Jahre |
Compatibility | Intel 100 Series Intel 200 Series Intel 300 Series Intel X299 AMD 300 Series AMD 400 Series |
Aktueller Preis laut Preisvergleich: 223 Euro (Stand 09.01.2019)
Bei dem Kit handelt es sich um Single Rank Samsung 8GBit B-die ICs, was für gute Performance und gute Overclocking Eigenschaften spricht. Leider gibt es für die Spezifikationen keine B-die Garantie, weshalb unter Umständen auch ICs anderer Hersteller verbaut sein könnten. Die Module besitzen jeweils einen Temperatursensor und ein XMP Profil für ihre Spezifikationen. Auch mit aktuellen AMD Boards lassen sich XMP Profile (Takt, Spannung und Timings: CAS-RCD-RP-RAS) meistens problemlos laden, ein stabiler Betrieb ist allerdings nicht gewährleistet.
Das SPD wird zeitnah als Download in der Hardwareluxx SPD Datenbank zu finden sein.
Die RAM Riegel kommen in einer kleinen Pappschachtel und sind zusätzlich in einem passenden Plastikblister eingepackt. Auf der Pappschachtel sind alle wichtigen Informationen aufgedruckt, unter anderem auch RGB Kompatibilität mit anderen Programmen (Gigabyte RGB Fusion und MSI Mystic Light)
Die RAM Riegel besitzen einen eloxierten Aluminium Headspreader, sowie ein schwarzes PCB. Die weiteren Beschriftungen, das Etikett und die RGB Abdeckung kommen in verschiedenen Weißtönen daher. Die Modulhöhe beträgt ca. 52mm, weshalb es ratsam ist vor dem Kauf die Kompatibilität mit dem Kühler zu prüfen.
Auf den bisher positiven Eindruck, folgt nun auch der erste Kritikpunkt. Corsair wirbt auf seiner Produktseite mit: "Wärmeverteiler aus Aluminium. Verbessert die Wärmeleitfähigkeit, damit der Speicher auch bei Übertaktung perfekt gekühlt wird."
Auf einem der beiden Riegel liegt der HS aber überhaupt nicht auf den ICs auf, womit eine gute Wärmeverteilung nicht gewährleistet ist. Man kann ihn zwar auf die ICs draufdrücken aber nach einer gewissen Zeit löst er sich wieder von selbst. Bei den von mir getätigten Tests und OC Versuche, hatte dies aber keinen Einfluss auf die Temperatur.
Die RAM Riegel besitzen einen eloxierten Aluminium Headspreader, sowie ein schwarzes PCB. Die weiteren Beschriftungen, das Etikett und die RGB Abdeckung kommen in verschiedenen Weißtönen daher. Die Modulhöhe beträgt ca. 52mm, weshalb es ratsam ist vor dem Kauf die Kompatibilität mit dem Kühler zu prüfen.
Auf den bisher positiven Eindruck, folgt nun auch der erste Kritikpunkt. Corsair wirbt auf seiner Produktseite mit: "Wärmeverteiler aus Aluminium. Verbessert die Wärmeleitfähigkeit, damit der Speicher auch bei Übertaktung perfekt gekühlt wird."
Auf einem der beiden Riegel liegt der HS aber überhaupt nicht auf den ICs auf, womit eine gute Wärmeverteilung nicht gewährleistet ist. Man kann ihn zwar auf die ICs draufdrücken aber nach einer gewissen Zeit löst er sich wieder von selbst. Bei den von mir getätigten Tests und OC Versuche, hatte dies aber keinen Einfluss auf die Temperatur.
Heutzutage ist bei vielen die RGB Beleuchtung ein nicht mehr wegzudenkendes Features. Ich habe bisher immer einen großen Bogen darum gemacht, da ich es persönlich lieber einfach und schlicht mag. Um den Hype aber zu verstehen wollte ich das Feature auch mal testen.
Corsair wirbt mit ihrer eigenen RGB Software iCUE. Diese kann man problemlos auf der Herstellerseite herunterladen:
iCUE Software | Drivers | Software | CORSAIR
Hinweis: iCUE in der Version 3.10.125 ist mit aktuellen PinnaclePi AGESA 1.0.0.6 Bios Versionen nicht kompatibel. Die Software lässt sich zwar installieren und starten aber der RAM wird von der Software nicht erkannt. Erst nach einem Downgrade auf eine ältere Bios Version (in meinem Fall PinnaclePi AGESA 1.0.0.2) wurden die RAMs ohne Probleme erkannt.
Nachtrag (03.03.19): iCUE in der Version 3.13.94 ist nun auch mit aktuellen Bios Versionen, welche AGESA 1.0.0.6 oder höher besitzen, kompatibel. Die Erkennung funktioniert einwandfrei.
Die Software selber ist sehr übersichtlich und bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. Auf der Startseite werden alle verfügbaren Corsair RGB Produkte angezeigt. Man hat auch über ein Schnellmenü die Möglichkeit eine einfarbige Sofortbeleuchtung zu wählen. In den weiteren Fenstern kann man Sensoren von der verbauten Hardware auslesen oder einige Grundeinstellungen vornehmen.
Für die RGB Beleuchtung gibt es mehrere vordefinierte Profile, welche man nach seinen Wünschen anpassen kann. Wer es lieber schlicht mag, der kann den RAM in einer ein einzigen Farbe, dauerhaft leuchten lassen, die Stärke der Beleuchtung verändern oder sogar komplett deaktivieren. Besonders gefallen hat mir die Möglichkeit jeder einzelnen RGB Diode eine Farbe zuzuweisen, insgesamt 10 Stück pro RAM Riegel.
Einige weitere Beispiele für die RGB Beleuchtung:
Corsair wirbt mit ihrer eigenen RGB Software iCUE. Diese kann man problemlos auf der Herstellerseite herunterladen:
iCUE Software | Drivers | Software | CORSAIR
Hinweis: iCUE in der Version 3.10.125 ist mit aktuellen PinnaclePi AGESA 1.0.0.6 Bios Versionen nicht kompatibel. Die Software lässt sich zwar installieren und starten aber der RAM wird von der Software nicht erkannt. Erst nach einem Downgrade auf eine ältere Bios Version (in meinem Fall PinnaclePi AGESA 1.0.0.2) wurden die RAMs ohne Probleme erkannt.
Nachtrag (03.03.19): iCUE in der Version 3.13.94 ist nun auch mit aktuellen Bios Versionen, welche AGESA 1.0.0.6 oder höher besitzen, kompatibel. Die Erkennung funktioniert einwandfrei.
Die Software selber ist sehr übersichtlich und bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. Auf der Startseite werden alle verfügbaren Corsair RGB Produkte angezeigt. Man hat auch über ein Schnellmenü die Möglichkeit eine einfarbige Sofortbeleuchtung zu wählen. In den weiteren Fenstern kann man Sensoren von der verbauten Hardware auslesen oder einige Grundeinstellungen vornehmen.
Für die RGB Beleuchtung gibt es mehrere vordefinierte Profile, welche man nach seinen Wünschen anpassen kann. Wer es lieber schlicht mag, der kann den RAM in einer ein einzigen Farbe, dauerhaft leuchten lassen, die Stärke der Beleuchtung verändern oder sogar komplett deaktivieren. Besonders gefallen hat mir die Möglichkeit jeder einzelnen RGB Diode eine Farbe zuzuweisen, insgesamt 10 Stück pro RAM Riegel.
Einige weitere Beispiele für die RGB Beleuchtung:
Das Testsystem ist wie folgt aufgebaut. Eine leistungsfähige Grafikkarte, für Tests mit 3DMark oder Spiele, war zu dem Zeitpunkt leider noch keine vorhanden.
- AMD Ryzen R7 2700X
- ASUS Prime X470-Pro
- ASUS ROG Strix B450-I Gaming (für Overclocking)
- Corsair Vengeance RGB PRO DDR4-3466 CL16-18-18
- G.Skill SniperX Urban Camouflage DDR4-3600 CL19-20-20
- Crucial Ballistix Tactical Tracer RGB DDR4-2666 CL16-18-18
- ASUS HD5450
- Enermax Revolution XT II 550W Gold
- Samsung SSD 850 EVO
- Windows 10 x64 build 1709
Für das Overclocking wurde auf das ASUS ROG Strix B450-I Gaming gewechselt, welches gerade für RAM OC ein sehr hohes Potenzial besitzt. Mit diesem und manuelle Anpassungen verschiedener Werte, ist es gelungen den RAM auf stabile DDR4-3600 zu übertakten. Auch die Haupttimings konnten reduziert werden auf CL14-15-14-36. Dies war allerdings nur möglich durch eine Erhöhung der Spannung auf 1.46V.
Genauere Einstellungen können dem folgendem Screen entnommen werden:
Ein höherer Takt war zwar problemlos möglich zu booten und zu benchen aber es war nicht mehr möglich diesen stabil zu bekommen. Hier haben sich nun die Grenzen der AMD Plattform aufgezeigt.
Genauere Einstellungen können dem folgendem Screen entnommen werden:
Ein höherer Takt war zwar problemlos möglich zu booten und zu benchen aber es war nicht mehr möglich diesen stabil zu bekommen. Hier haben sich nun die Grenzen der AMD Plattform aufgezeigt.
Erste Tests wurden mit dem WinRAR Benchmark, sowie mit dem X265 1080p Benchmark durchgeführt. Zum besseren Vergleich wurde der Corsair RAM auf verschiedene Taktraten und verschiedenen Timings getaktet. Jedes Ergebnis ist der Mittelwert aus drei Durchläufen.
Bei mit XMP gekennzeichneten Felder wurde nur das XMP Profil geladen und der Takt angepasst ohne aber die Timings zu optimieren. Die genauen Haupt- und Subtimings können von den Bildern im Spoiler entnommen werden:
Man kann hier sehr schön erkennen wie viel Leistung man liegen lässt, wenn man die Timings nicht manuell optimiert. So ist in beiden Fällen ein optimiertes DDR4-3200 Profil schneller als das XMP Profil mit DDR4-3466.
Weitere Benchmarks wurden mit Aida64 vorgenommen um den Lese-, Schreib- und Kopierdurchsatz zu ermitteln, sowie die Latenz. Gleichzeitig wurden hier noch RAM Module anderer Hersteller mit getestet, welche auch eine andere IC Bestückung besitzen. Jedes Ergebnis ist der Mittelwert aus drei Durchläufen.
Die G.Skill SniperX Urban Camouflage DDR4-3600 CL19-20-20 RAMs sind mit Hynix CJR 8Gbit C-die ICs bestückt und die Crucial Ballistix Tactical Tracer RGB DDR4-2666 CL16-18-18 sind mit Micron 8Gbit D-die ICs bestückt. Somit ist je ein Kit der drei großen Chiphersteller vorhanden.
Bei mit XMP gekennzeichneten Felder wurde nur das XMP Profil geladen und der Takt angepasst ohne aber die Timings zu optimieren. Verwendete Haupt- und Subtimings können wieder den Bildern im Spoiler entnommen werden:
Hier zeigt sich das gleiche Bild wie auch schon bei den Tests zuvor. Ein optimiertes DDR4-3200 Profil ist fast genauso schnell oder sogar schneller als ein unoptimiertes DDR4-3466 XMP Profil.
Durchgehend zeigt sich auch, dass die Corsair Vengeance RGB PRO mit Samsung 8Gbit B-die schneller sind als die mit Hynix oder Micron bestückten RAMs. Dies lässt sich hauptsächlich durch die niedrigeren einstellbaren Timings ermöglichen.
Bei mit XMP gekennzeichneten Felder wurde nur das XMP Profil geladen und der Takt angepasst ohne aber die Timings zu optimieren. Die genauen Haupt- und Subtimings können von den Bildern im Spoiler entnommen werden:
Man kann hier sehr schön erkennen wie viel Leistung man liegen lässt, wenn man die Timings nicht manuell optimiert. So ist in beiden Fällen ein optimiertes DDR4-3200 Profil schneller als das XMP Profil mit DDR4-3466.
Weitere Benchmarks wurden mit Aida64 vorgenommen um den Lese-, Schreib- und Kopierdurchsatz zu ermitteln, sowie die Latenz. Gleichzeitig wurden hier noch RAM Module anderer Hersteller mit getestet, welche auch eine andere IC Bestückung besitzen. Jedes Ergebnis ist der Mittelwert aus drei Durchläufen.
Die G.Skill SniperX Urban Camouflage DDR4-3600 CL19-20-20 RAMs sind mit Hynix CJR 8Gbit C-die ICs bestückt und die Crucial Ballistix Tactical Tracer RGB DDR4-2666 CL16-18-18 sind mit Micron 8Gbit D-die ICs bestückt. Somit ist je ein Kit der drei großen Chiphersteller vorhanden.
Bei mit XMP gekennzeichneten Felder wurde nur das XMP Profil geladen und der Takt angepasst ohne aber die Timings zu optimieren. Verwendete Haupt- und Subtimings können wieder den Bildern im Spoiler entnommen werden:
Hier zeigt sich das gleiche Bild wie auch schon bei den Tests zuvor. Ein optimiertes DDR4-3200 Profil ist fast genauso schnell oder sogar schneller als ein unoptimiertes DDR4-3466 XMP Profil.
Durchgehend zeigt sich auch, dass die Corsair Vengeance RGB PRO mit Samsung 8Gbit B-die schneller sind als die mit Hynix oder Micron bestückten RAMs. Dies lässt sich hauptsächlich durch die niedrigeren einstellbaren Timings ermöglichen.
Für den aktuellen Preis von rund 225 Euro, braucht sich der Corsair Vengeance RBG Pro nicht vor vergleichbaren RAMs anderer Hersteller verstecken. Er überzeugt in fast allen Bereichen und eine gute Übertaktbarkeit ist auch gegeben.
Negativ erwähnen kann man den abstehenden Headspreader, sowie die nicht kompatible iCUE Software mit aktuellen Bios Versionen. Zumindest bei letzterem Punkt erwarte ich aber demnächst ein Softwareupdate, welches dieses Problem behebt. Wünschenswert wäre eventuell noch eine weitere Farbvariante, wie sie zum Beispiel auch die DDR4-3600 Reihe besitzt (schwarz und weiß).
Der RAM hat mich aber im großen und ganzen sehr überzeugt und ich werde ihn auch bei kommenden Systemen erneut einem Test unterziehen.
Thanks to
HWLuxx & Corsair
HWLuxx & Corsair
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