Automatische Verteilung der SMB-Last bei 2 Onboard-NICs unter Win 7 und 8 möglich?

JohnnyBGoode

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Hallo,

ich möchte fragen, ob es möglich ist, in folgendem Szenario (vgl. Skizze) die SMB-Auslastung automatisch auf alle verfügbaren Netzwerkadapter zu verteilen.

Zwei smart managed-Switche (TP-Link TL-SG2210P) sind mit vier Gbit-Ports miteinander verbunden (statische LAG). Je Switch-Seite gibt es mehrere Systeme, davon jeweils eines, das über zwei Konsumenten-Onboard-Netzwerkkarten verfügt (PC 1: Intel I218-V und Qualcomm Atheros AR8171/8175 (win 8.1 Pro) - PC 2: Intel I217-V und I210 (Win 7 Pro))

Was ich gerne hätte:

PC 1 kopiert auf PC 4, dabei wird eine Gbit-Verbindung zu 99 % ausgelastet. Nun soll parallel PC 1 noch zu PC 3 kopieren und dabei die noch nicht ausgelastete Netzwerkkarte verwenden.

Dies funktioniert leider nicht, d. h. die Kopiervorgänge laufen über eine einzelne Netzwerkkarte und bremsen sich gegenseitig aus - Netzwerkeinstellungen sind Windows-Standard, außer:

- IPv6 deaktiviert
- IPv4-Adresse und Subnetzmaske manuell eingetragen (Beispiel IP-Adressen in PC 1: 192.168.0.10 und 192.168.0.11, Subnetzmaske beide Male 255.255.255.0)
- Gateway und DNS leer

Die Navigation zu den Systemen erfolgt über den SMB-Servernamen und nicht direkt über die IP, da man ja eigentlich nicht pauschal "weiß", welche Verbindung gerade ausgelastet ist).

Alle Onboard-Adapter funktionieren, durch manuelles Deaktivieren kann man die jeweils andere Verbindung forcieren und die Systeme erkennen sich auch sofort.

Wo liegt der Fehler? Oder ist dies mit 08/15-Netzwerkkarten verschiedener Hersteller in einem System nicht möglich? Dachte, nur SMB (3) Multichannel hätte unter Win 8 und neuer für einzelne Kopiervorgänge, die mehrere Adapter parallel nutzen können, speziellere Anforderungen.
Hier sollen wie beschrieben nur mehrere einzelne Gbit-Übertragungen laufen.

Vielen Dank für die Hilfe!


Skizze.png
 
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Bezüglich Multichannel bei SMB3 kann ich nicht wirklich was sagen da ich die bisher nicht getestet habe. Wenn dieses Feature nicht benutzt wird ist allerdings die einzige Möglichkeit die volle Bandbreite von beiden Karten zu verwenden diese im Modus "NIC-Teaming" laufen zu lassen. Dies ist aber nicht mit jeder Karte möglich und mit zwei unterschiedlichen soweit ich weiß sowieso nicht.

Ein Artikel zu Multichannel SMB3 Enabling the Next-Generation File Server with SMB 3.0 | Windows Server 2012 content from Windows IT Pro
 
Die Erwähnung von SMB 3 Multichannel war nur eine Anmerkung, da es sowieso nicht genutzt werden kann, da ein System ja Windows 7 nutzt.

Bin etwas irritiert, dass das Szenario exotisch zu sein scheint.
 
- IPv4-Adresse und Subnetzmaske manuell eingetragen (Beispiel IP-Adressen in PC 1: 192.168.0.10 und 192.168.0.11, Subnetzmaske beide Male 255.255.255.0)
Somit hast Du ja zwei separate Netzwerkverbindungen, kein Trunking. Wie werden die Freigaben auf den anderen PCs eingebunden? Wahrscheinlich über den DNS-Namen, oder? In diesem Falle wird nur die primäre IP-Adresse des PCs genommen, außer die ist nicht erreichbar, dann erst gibt es ein Umschalten auf eine evtl. vorhandene zweite Netzwerkkarte mit zweiter IP-Adresse.

Mit Trunking über mehrere Netzwerkkarten würde das gehen, aber da zumindest PC 1 zwei unterschiedliche Netzwerkchiphersteller hat, wird das nicht funktionieren.
 
Die Freigaben werden über den SMB-Servernamen à la \\Computername\Freigabeordner angesprochen - ich dachte, da eben der Name und nicht explizit die IP verwendet wird, empfängt das Windows des Server-PCs die SMB-Klientenanfrage, prüft "OK, zwei passende Netzwerkadapter sind an das selbe Netzwerk verbunden" und leitet die Anfrage dann an den jeweils weniger ausgelasteten weiter.

Kann mir jemand erläutern, weshalb man bei einem PC, bei dem beide NICs aktiv (x.x.x.1 + x.x.x.2) und im gleichen Netz sind, jeweils nur eine der beiden manuellen IP-Adressen von einem anderen PC aus anpingen kann (deaktiviert man einen Adapter, funktioniert der andere wiederum sofort)?
 
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Problem, wahrscheinlich durch einen Treiber-Bug von Intel, gelöst:

Einfach mal geschaut, ob die Gruppenbildung bei dem Intel-Adapter in dem PC, der die NIC-Herstellermischung hat, auch vorhanden ist und siehe da, es gibt sie.
Es lässt sich dann auch der Qualcomm-Adapter auswählen, nach dem Schritt, in dem der Typ der Gruppenbildung festgelegt wird (statisch, dynamisch etc.) kommt jedoch prompt die erwartete Fehlermeldung, dass (sinngemäß) ein Adapter herstellerseitig nicht die richtigen Standards für Skalierung unterstützen würde, man kann den Schritt jedoch fortsetzen. Heraus kommt dann eine Gruppe mit 1 Gbit, bei der nur ein Adapter aktiv und der andere im Standby ist. Geht man nun aber in die Gruppeneigenschaften und ändert den Gruppentyp von beispielsweise dynamisch zu statisch sind schwupps alle Adapter aktiv und die Gruppe wird mit 2 Gbit angezeigt.

:)

ath-intel-teaming.png

*Edit*: Anscheind stimmt eine Einstellung noch nicht:

PC 1 liefert über die Switche bei zwei Kopiervorgängen (einer zu PC 3, einer zu PC 4) zusammen die 2 Gbit, auch umgekehrt von PC 3 zu 1 und 2. Jedoch wird bei zwei unterschiedlichen Verbindungen zwischen PC 1 und 3 nur insgesamt genau 1 Gbit erreicht, beispielsweise ein SMB-Kopiervorgang und parallel eine NetIO-Messung.
Sollte bei diesem Szenario nicht auch die Gruppenbildung helfen? Muss da neben den statischen LAGs bei den Switches noch etwas anderes eingerichtet werden? Der Switch-Test über Windows in den Gruppeneigenschaften sagt "Alles OK".
 
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