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Durch glückliche Umstände bin ich in den Besitz eines CM Silencio 650 gekommen und möchte es euch hier natürlich präsentieren. Das Gehäuse wurde im März vorgestellt und ist noch nicht gelistet bei den Distributoren.
Überblick
Bezeichnung | Cooler Master Silencio 650 |
Materialien | Aluminium, Stahl, Plaste |
Unterstützte Formfaktoren | ATX, mATX, ITX |
Maße | 207mm x 479mm x 525,6mm |
Gewicht laut Herst. | 13 kg |
Frontpanel | 2x USB 3.0, 2x USB2.0, SD Kartenslot, 1x Kopfhörerausgang, 1x Mikrofoneingang |
Zubehör | 3x 120mm Lüfter von CM, Kabelbinder, Schraubenset, Montagezubehör für HDD/LW, Schnelleinschub 5,25" auf 3,5" |
Ersteindruck
Das Gehäuse ist mit einer matt-schwarzen Farbe versehen, wobei man glücklicherweise auf die Klavierlackoptik verzichtet hat. Die Front versteckt sich hinter einer relativ schweren Tür aus Metall. Hier hat man also im Gegensatz zu vielen anderen Gehäusen nicht gespart und auf billiges Plaste gesetzt, was auch der Haltbarkeit zu Gute kommen dürfte. Die Innenseite der Tür eröffnet einen ersten Blick auf die verwendete Dämmung.
Hinter der Tür zeigt sich neben dem Üblichem auch die erste Besonderheit: Einer der 5,25" Plätze ist bereits mit einem Einschub für eine 3,5" SATA HDD belegt.
Auf der Oberseite des Gehäuses befinden sich hinter 2 Plasteschiebern einmal das "Frontpanel" mit den USB Anschlüssen, Startknöpfen usw. und hinter dem zweiten Schieber ein Lochgitter für die Warmluftabfuhr.
Die Rückseite präsentiert sich aufgeräumt: Das Netzteil ist wie heute üblich nach unten gewandert. Auf Höhe des Anschlusspanels findet sich ein Platz für einen 120 mm Lüfter, welcher schon bestückt ist. Als kleine Besonderheit kann die Schlauchführung angesehen werden, welche es ermöglicht extern angebrachte Radiatoren ohne große Arbeit ins System zu integrieren.
Das Gehäuse insgesamt macht von außen einen sauber verarbeiteten Eindruck, die Materialien fühlen sich wertig an, selbst die Plasteteile vermitteln einen stabilen, haltbaren Ersteindruck.
Etwas schade ist, dass trotz des Verzichts auf einen Hochglanzlack Fingerabdrücke deutlich zu erkennen sind. Durch die Oberfläche sind diese zudem schwerer zu entfernen als auf Klavierlack.
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Die inneren Werte
Schraubt man das Gehäuse auf, so fällt als Erstes auf, dass auch der gesamte Innenraum schwarz lackiert ist. Diese konsequente Fortführung des Äußeren ist selbst in diesem Segment nicht immer selbstverständlich und es ist umso erfreulicher, dass sogar die meisten Kabel im dunklen Look gehalten wurden.
Als Nächstes dürfte der Blick auf die Seitenteile fallen, welche auf nahezu ganzer Fläche mit einer Dämmung versehen sind. Einzige Ausnahme bildet hier ein Fläche neben dem mittleren HDD Käfig, jedoch auch nur auf einer Seite.
Im offenen Zustand sieht man dann neben dem Lüfter auf der Rückseite, die beiden Lüfter in der Front, welche für die Festplattenkühlung zuständig sind. Weitere, leere Lüfterplätze findet man am Gehäuseboden ( neben dem Netzteil ) und im Deckel unterhalb der verschiebbaren Abdeckung.
Für eine saubere Kabelführung hat CM mehrere Durchführungen eingefügt, welche mittels einer Gummiblende die Optik noch verbessern sollen und die geführten Kabel vor scharfen Gehäusekanten schützen.
Um einen einfachen Wechsel des CPU Kühlers zu ermöglichen hat CM rund um den CPU Sockel eine Aussparung im Mainboardtray vorgesehen, so dass aselbst schwere Kühler mit Backplate bei eingebautem Mainboard gewechselt werden können.
Im unteren HDD Käfig fallen 2 Slots auf, welche mit einer Backplate für SATA HDDs versehen sind. Hierfür müssen vorher die Anschlüsse am Controller belegt werden, welcher sich auf der anderen Seite befindet. Zur Stromversorgung verwendet CM hier einen Molexanschluss, wodurch für beide Platte ein Anschluss reicht.
Über diesen Stromanschluss werden übrigens auch die beiden steuerbaren Lüfter in der Front versorgt, was Vorteile in der Kabelführung bietet und ein Problem für User beseitigt, deren Mainboard nur einen Fan Anschluss besitzt.
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Der Praxistest: Einbau
Der Einbau der Laufwerke und HDDs gestaltete sich denkbar einfach: HDD in den Schnellwechselslot in der Front, für das DVD - Laufwerk müssen die Schnellspanner nur kurz geöffnet werden, Laufwerk einschieben, Spanner zu, fertig.
Das Löcher auf dem Tray sind beschriftet und CM hat auch gleich eingraviert, welche Löcher für welchen Formfaktor mit Abstandhaltern versehen werden müssen. Simpel, aber sehr hilfreich für Alle, die nicht jeden Tag ihr Mainboard tauschen und so die Positionen auswendig kennen.
Um eben jene Abstandhalter besser einbauen können liefert CM auch gleich einen Aufsatz für Kreuzschlitzschraubenzieher mit, wodurch sie sich einfach festziehen lassen.
Mehr "Probleme" macht dort das Mainboard, was an einer kleinen Besonderheit der mitgelieferten Schrauben liegt: CM liefert unter Anderem 2 Schraubensorten mit, welche auf den ersten Blick gleich wirken, was Größe usw. angeht. Versucht man sie jedoch in die mitgelieferten Abstandshalter zu schrauben, passt eine Sorte genau und die andere ist um eine Winzigkeit zu groß. Das Fatale: Auch die zu großen Schrauben lassen sich die ersten paar Gewindegänge ohne Probleme in die Abstandhalter schrauben, erst auf halber Strecke merkt man, dass sie nicht passen. Versucht man nun die Schrauben wieder raus zu bekommen, drehen sie die Abstandhalter mit heraus. In meinem Fall führte das dazu, dass ich das Mainboard samt Abstandhalter ausbauen mussten, damit ich diesen mittels des Aufsatzes fixieren können und dann die Schraube mit Gewalt lösen konnte. Schraube und Abstandhalter waren daraufhin nicht mehr zu gebrauchen.
Sehr unschön gelöst, zumal die Schrauben auf den ersten Blick gleich aussehen. Ihr solltet hier also vor dem Einbau prüfen, ob die Schrauben in den Halter passen!
Welchen Zweck die zu großen Schrauben sonst erfüllen sollen ist mir zudem schleierhaft, für die anderen Teile sind weitere Schrauben mitgeliefert.
Sonst verlieft der weitere Einbau problemlos, die Kabelführung hilft sehr gut, den Innenraum frei von Kabelsalat zu halten, alle Ecken/Kanten sind abgerundet um die Verletzungsgefahr zu minimieren und die Gehäusekabel ordentlich beschriftet.
Grafikkarten lassen sich bis zu einer Länge von 28 cm unter Erhalt des mittleren HDD Käfigs einbauen, sofern die Anschlüsse seitlich angebracht sind. Kann man auf den Käfig verzichten, dürfen es auch 41 cm sein.
Einen letzten unschönen Moment gab es dann beim Schließen des Gehäuses. Zwischen Tray und Seitenwand sind dank Dämmung nur wenige Millimeter Luft geblieben, was z.B. für die stärkeren ATX Kabel zu wenig ist. Selbst wenn man es schafft, die Kabel sauber geordnet nebeneinander zu verlegen dellt sich hierdurch die Seitentür leicht aus und ist nur mit leichter Gewalt zu schließen.
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Das Gehäuse im Alltag
Die Dämmung zeigt natürlich ihre wahren Vorteile erst im Alltagsbetrieb: Auch mit den relativ lauten Standardkühler auf der Grafikkarte bleibt das System angenehm leise. Die mitgelieferten Lüfter drehen ruhig ihre Runden und sind auch auf Volllast nur seicht hörbar. Es sind keine Vibrationen der Lüfter oder HDD wahrnehmbar, das Gehäuse also nicht umsonst mit Silent beworben.
Die mitgelieferte Belüftung stellt zudem sicher, dass die Komponenten trotzdem ausreichen kühl bleiben. Unterschiede zum meinem anderen, ungedämmten Gehäuse ( Lian Li PC-7B ) waren marginal und können der Messungenauigkeit zugeschrieben werden.
Die Frontschlüsse versehen problemlos ihren Dienst, die USB 3.0 Ports liefern an der Testplatte ~120 MB/s, was dem Maximum der verwendeten Platten entspricht, selbst im Parallelbetrieb beider Anschlüsse.
Fazit
CM liefert hier eine saubere Arbeit ab. Das Gehäuse gefällt durch ein schlichtes, aber schickes Auftreten, gute Verarbeitung und netten Gimmicks. Einzig die kleinen Hürden beim Einbau trüben etwas das Gesamtbild, sind aber kein Grund, dem Gehäuse meine persönliche Empfehlung zu entziehen.
Wer ein vorgedämmtes, schlichtes Gehäuse sucht, der macht mit dem Silencio 650 nichts falsch.