[Kaufberatung] Fileserver als NAS Ersatz

esquire1968

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Hallo zusammen!

Ich habe zur Zeit 2 ältere QNAP-NAS (jeweils 4 Bays) im Einsatz. Aus Platzgründen steht ein Plattenwechsel an. Bei dieser Gelegenheit stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, statt den beiden QNAPs einen leistungsfähigeren Server in Betrieb zu nehmen. Hauptverwendung bleibt (vorerst) der Einsatz als Fileserver. Folgende Rahmenbedingungen sollten erfüllt sein:

- OS: Debian oder eher ESXi auf einer kleinen SSD
- 6 HDD (erweiterbar auf 8)
- Software-RAID (2 HDD Raid 1, 4 HDD Raid 5)
- 2x Gigabit LAN
- sollte nicht wesentlich mehr Strom brauchen als 2 QNAPs

Ich habe mir mal folgende Komponenten zusammen gesucht:

Mainboard: Intel S1200V3RPM
Prozessor: Intel Xeon E3-1230L v3, 4x 1.80GHz, Sockel 1150
RAM: 2x Kingston ValueRAM Intel DIMM 8GB, DDR3L-1600, CL11, ECC
Gehäuse: Fractal Design Node 804
SSD: Transcend SSD340 32GB, SATA 6Gb/s
HDD: Western Digital WD Red Pro 4TB, 3.5", SATA 6Gb/s

Macht die Konfiguration Sinn? Hab ich was vergessen?

In Summe komme ich auf rund EUR 2.300, das ist kaum mehr als ein gutes QNAP, wobei ich hier wesentlich mehr Leistung habe.

Danke schon mal für Eure Hilfe.

Gruß
esquire1968
 
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Die Hardware ist für ein NAS oder ein ESXi Server mit NAS sehr gut.
Eventuell würde ich bei Virtualisierung 24-32GB RAM andenken.

Falls ein ESXi Server geplant ist, sollte man beachten dass man das Storage für die NAS VM nicht virtualisieren sollte. Man braucht daher einen eigenen Kontroller für pass-through.

Die meistgenutzte Lösung für ESXi ist dabei
Supermicro | Products | Motherboards | Xeon® Boards | X10SL7-F
da ist ein LSI HBA gleich dabei (und ist günstiger als das Intel)

Beim NAS Part würde ich auf eine Spezialdistribution für Storage setzen (egal ob als VM oder barebone)

Beim OS gibt es die Optionen:
- Linux + SAMBA + ext4 und besonders komfortabel: Xpenology

Wenn es einem aber auf besondere Storagequalitäten ankommt, dann sind neuere Dateisysteme wie ZFS ein Quantensprung was Datensicherheit, Erweiterbarkeit, Portabilität und RAID Funktionalität angeht.

Unter Debian bietet sich hier OMV an. Da ist ZFS am werden. (Alternativ pures Debian + ZFS)

Viel ausgereifter mit ZFS sind aber BSD basierte Lösungen wie FreeNAS + SAMBA oder Solaris basierte Lösungen (da wurde ZFS entwickelt) mit dem SMB Server von Sun. Hat nicht soviele Optionen wie SAMBA ist aber einfacher im Handling, oft schneller und kompatibler und kann Windows kompatible nfs4 ACL.

Mein Tipp: Je mehr Storagequalität im Vordergrund steht desto eher Unix (BSD, Solaris/OmniOS).
Für ein Allround-Server dann eher Mainstream und Linux.

Bei obiger Hardware ist alles möglich.
 
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Beim Mainboard sehe ich das wie gea, hier für ich einem Supermicro X10SL7-F dem Intel jederzeit den Vorzug geben weil das Intel Board gar nicht das bietet was du gefordert hattest. Du schriebst HDD's erweiterbar auf 8 disks, müsstest beim Intel Board also nochmal einen Controller nachschieben. Das Supermicro hat einen dedizierten HBA direkt onboard und ist auch günstiger als die Intel alternative.

Beim Prozessor hattest du einen Xeon E3-1230L v3 rausgesucht, ich gehe davon aus weil das Gehäuse so klein ist? Da das Gehäuse aber gut durchströmt ist und auch für Gaming Rechner verwendet wird (eine Grafikkarte erzeugt ebenfalls gut abwärme) würde aus meiner sicht auch nichts gegen einen normalen Xeon sprechen. Wie z.B. einen Xeon E3-1220 v3 der schneller als ein 1230L ist und gleichzeitig auch noch günstiger.

Wenn ich das noch richtig im Kopf hatte verwendet der ESXi nicht alle C-/P- States der CPU weswegen der Stromverbrauch bei einem ESXi unter der gleichen Hardware etwas höher ausfällt als bei einem reinen Windows/Linux/BSD System. Aus diesem Grund würde ich wenn der ESXi eher eine Spielerei ist und der Stromverbrauch mir ein wichtiges Kriterium wäre darauf verzichten.

Stellt sich auch die Frage ob die Western Digital WD Red Pro wirklich nötig sind. Sie sind schneller als die Western Digital WD Red aber deutlich teurer und limitieren wird in jedemfall die Netzwerkkarte außer du setzt auf 10Gbit Technik oder mehr.
 
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Hallo und vielen Dank für Eure Tipps!

Ich denke es wird in Richtung ESXi Server gehen - vielen Dank für die Empfehlung "Supermicro" und den Tipp mit dem günstigeren Xeon. Betreffend der HDD Auswahl hast Du natürlich recht - war ein Fehler meinerseits.

Wenn ich Euren Empfehlungen folge (und diese richtig verstanden habe) könnte das Software-Setup wie folgt aussehen:

ESXi auf einer SSD oder SD-Card. FreeNAS als VM für den NAS-Part mit 6 HDD (Raid 5 oder 6). Weiter VMs (was-auch-immer) mit 2 HDD (Raid 1). Kann das Board 8 HDDs - sorry, entweder habe ich es überlesen - jedenfalls konnte ich das nicht feststellen.

ZFS klingt gut! Was wäre für Storage jetzt Eure OS Empfehlung - der Client-Access erfolgt im Wesentlichen über SAMBA oder NFS.

Was bedeutet. "... das Storage für die NAS VM nicht virtualisieren sollte. Man braucht daher einen eigenen Kontroller für pass-through ...".

Beste Grüße
esquire1968
 
Das Board kann 14 HDDs,
6x SATA via Chipsatz
8x SAS/SATA via LSI 2008 RoC (sollte für NAS mit ZFS auf IT-Mode umgeflasht werden und direkt an die NAS-VM durchgereicht werden)
 
Eine SSD für den ESXi ist eher verschwendetes Geld da der Host selbst kaum IO Leistung benötigt. Irgend ein USB Stick reicht für den ESXi selbst mehr als aus. Lieber dann noch nen 2. USB Stick im Schrank liegen auf dem eine Kopie des 1. Sticks drauf ist und Falls der Stick die kretsche macht brauchst nur den Stick tauschen und es geht weiter. Du hattest es eh schon auf deiner Liste, aber sofern du auf ZFS setzt solltest du unbedingt ECC RAM verwenden.

Wenn du das Storage mit dem ESXi realisieren willst könntest z.B. der FreeNAS VM via Passthrough den LSI Controller durchreichen. Daher die FreeNAS VM kann auf den Controller/Festplatten zugreifen als wäre nichts Virtualisiert. Dies ist unter anderem deutlich Performanter (kürzere Latenz, weniger Overhead) als wenn du den Speicher vom ESXi verwalten lässt und nur virtuelle Festplatten an die VM verteilst.
 
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Wenns nur ein Storage + etwas Spielkram sein soll

ASRock C2550D4I ab €290,47
2-4GB Ran für reinen Storage oder 8Gb wenn kleine vms dazukommen
SilverStone DS380, Mini-ITX (SST-DS380B) ab €147,85 (oder einfach was selber bauen)
Sharkoon Silentstorm SFX Gold 500W SFX12V ab €66,52 (bei case selbstbau oder großerem Case reicht auch ein BeQuite Systempower)
Intel SSD 320 Series 40GB, 9.5mm, SATA 3Gb/s (SSDSA2CT040G310) ab €27,81 (OMV System, 50% Overprovisioning= nur 20GB Nutzen) oder nen SLC USB Stick
HGST Travelstar 7K1000 EA 1TB, SATA 6Gb/s (0J30573/HTE721010A9E630) ab €73,50 (OMV addon use storage) (bei selbstbau auch 2 als raid 1)
8* beliebige HDDs für Data Store


OS: OpenMediaVault - The open network attached storage solution


Wenns zusätzlich stromsparen werden soll: http://www.hardwareluxx.de/communit...mediavault-omv-snapraid-greyhole-1043116.html
 
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