Nur um dieser Legendenbildung ala
"Linux z.B. Synology oder OMV ist Klasse weil da läuft ja mit ein paar hundert MB RAM alles mit 100 MB/s und das mit einer CPU die viel schwächer ist als in meinem Smartphone..
ZFS ist so schlecht weil man da mindestens 16 GB ECC RAM braucht, wahlweise 4 GB je TB Daten."
was entgegenzusetzen.
Ich hatte lange ZFS Maschinen mit 2 GB RAM und 6-12 TB Daten am Laufen (Zugegebenermaßen Solaris und nicht BSD aber ich glaube nicht das BSD soviel RAM hungriger ist). War auch nicht so schnell wie ich das heute gerne hätte, da eben kein RAM für einen Lesecache da war und das ist es ja was ZFS schnell macht. 100 MB/s bei einem User und großen Files war aber kein Problem.
Mehrere User (Reichen schon zwei, die einen Film zeitversetzt anschauen) oder viele kleine Files lassen aber die Performance schnell auf 20-40 MB/s einbrechen, egal ob mit oder ohne ZFS oder was für ein OS. Mehr kann eine Platte ohne Cache Unterstützung einfach nicht. Und gerade da macht es einen Unterschied ob ich ohne Cache oder mit 14 GB Cache arbeite (ZFS mit 16 GB = ca 2 GB OS + 14 GB Cache)
Klar ist RAM heute so billig, dass ich immer wenigstens 4-8 GB einbauen würde - ECC sowieso immer bei jedem Server (selbst bei meinem Arbeitsplatz mache ich das), schliesslich sind die Daten was wert. Für die Stabilität und für ZFS ist soviel RAM aber nicht nötig wohl aber für die Performance die ich möchte.
Wenn das Thema aber ESXi Storage ist bringt RAM als Lesecache erhebliches. Nur dadurch kann man aus den wenigen iops (ca 100 pro normaler Platte) richtig Performance holen. Ansonsten müsste man sich beim Lesen und Schreiben die wenigen iops auch noch teilen. Zudem hat ZFS gerade beim Schreiben Vorteile da es kleine random Writes über mehrere Sekunden zu einem großem schnellen sequentiellen Write zusammenfasst. (Ein schnelles Slog Device könnte da notwendig sein, wenn das auch zusätzlich noch schnell/crash/powerloss/transaktionssicher sein muss)