Professionelle Workstation für Vmwares

Ocean-Driver

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Hallo Zusammen,

es geht um folgende Konstellation:

es soll die gleiche Software in 4 - 6 Vmware Umgebungen betrieben werden. Jede einzelne VM-Instanz benötigt 10GB Hauptspeicher und etwa 200GB Speicher.

Das ganze soll sehr langfristig laufen, das heisst das System müsste eine Laufzeit von mindestens 6 Jahren haben. Daher soll auf jeden Fall 64GB DDR4 verwendet werden. Was haltet ihr von der Intel Core i7-5960X als CPU?


Insbesondere soll Hardware verwendet werden, die für den Dauerbetrieb ausgelegt ist. Und als Platten sollen nur SSDs verwendet werden. Das Preislimit läge etwa bei 3000€ - allerdings bin ich hier relativ Flexibel und bin hier auch an euren Meinungen interessiert. Das System soll frühstens Anfang Oktober gekauft werden.


Viele Grüße,
Daniel Roß
 
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Mein Tipp in dieser Frage ist da immer gleich: Intel XEON CPU, Supermicro Mainboard und Kingston ECC-RAM. Ein Gehäuse mit Staubfilter, Netzteil von Seasonic, SSDs von Crucial, Festplatten mit 24/7 Freigabe und eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung für den Rechner (APC o.ä.). Je nach Budget ein 'richtiges' Workstation-Gehäuse mit redundantem (doppeltem) Netzteil.

Das wäre dann eine Workstation und diese würde auf Jahre hinweg mit größerer Wahrscheinlichkeit verlässliches Arbeiten ermöglichen, als es etwa mit einem aus 'Gaming-Komponenten' bestehenden System möglich wäre.
 
Was denkst du über Raid? Und was verstehst du unter einem richtigen Workstation Gehäuse?
 
Systemlaufwerk redundant ist selbstverständlich. Für die Nutzdaten bzw. VMs ebenfalls, wenn diese lokal vorgehalten werden und nicht übers lokale Netz kommen. Ein Workstation Gehäuse von der Stange wäre etwa dieses Supermicro Chassis. Ansonsten geht es in die Richtung: Geräumig, Hot-Swap für die Festplatten, Staubfilter, gedämmt.

Habe übrigens im ersten Post nochmals die Anforderung 'nur SSDs' gelesen. Damit wird die Auswahl des Gehäuses schon einfacher, weil es kleiner sein darf und der Kühlaufwand für die spinning disks wegfällt.
 
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Wo ist denn hier der Unterschied zwischen einem Server und einer Workstation mal angesehen davon, dass das Ding offenbar nicht in ein Rack eingebaut werden soll?

Bin kein Profi, aber ich bringe mit Workstations meistens Grafimlastige Anwendungen in Verbindung, Server hingegen eher als "Rechenknechte" ohne besondere Anforderungen an Grafikoutput.

Was soll denn in den VMs als Hauptanwendungssoftware laufen?
 
In den VMs läuft eine Hotel-Management-Software die Remote gesteuert werden soll. Da das Programm insgesamt recht Ressourcen-Lastig ist und auch flüssig laufen soll ist die Performance hier wichtig.
 
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Also wenn Du SSD's als Raid laufen lassen willst, dann achte bitte darauf, das diese auch dafür geeignet sind. Nicht jede macht das mit und wird dann im Laufe der Zeit unerträglich langsam !
 
Danke für den Hinweis mit den SSDs. Aus welchem Grund ist denn so ein Workstation-Gehäuse deutlich teurer? (Reine Interessenfrage..)

Und wie kann ich erkennen welche SSD Raid-tauglich ist? Ich hatte an ein RAID-1 gedacht.
 
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... Aus welchem Grund ist denn so ein Workstation-Gehäuse deutlich teurer? (Reine Interessenfrage..)

Neben dem Umstand, dass verlässlich redundante Netzteile eingebaut werden können und professionelles Zubehör exisitiert in Form von z.B. 3,5"-Hot-Swap Lösungen in der 5,25" Aussparung ist es vor allem der Umstand, dass die Anbieter sich ans Business und weniger an Privatleute richten.

Ein Vorteil ist es auch, dass man noch nach einem Jahrzehnt für Chenbro und Supermicro Workstation-Gehäuse genau passendes Zubehör zuhauf bekommt.

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Wo ist denn hier der Unterschied zwischen einem Server und einer Workstation mal angesehen davon, dass das Ding offenbar nicht in ein Rack eingebaut werden soll? ...

Ein Server braucht keine Grafikkarte, keine Tastatur, keine Maus, keinen Monitor. Er läuft headless und wird über IPMI (bzw. einem Äquivalent dazu) und per Browser, SSH, VNC und ähnlichem ferngesteuert. Der Unterschied ist auch, dass der Server in Sachen Lärm 'Wildsau' spielen darf: Da dürfen Lüfter richtig hochdrehen oder Schneckenlüfter für Gehäuse oder CPU in einer Höheneinheit richtig laut tosen. Aus meiner Sicht ist beim Server und Rack vor allem auch die Sache mit dem Feuer ein wesentlicher Faktor. Die Dinge laufen 24-Stunden allein und ein Feuer kann entstehen, was hier unbeobachtet wäre. Darum stelle ich Angsthase ein Rack in privater Umgebung immer freistehend im Raum auf und gucke, dass Zwischenböden da sind und ein Feuer nicht gleich das Haus in Mitleidenschaft zieht.

Aber ja, besterino, Server und Workstation sind sich so unähnlich nicht, weil beide im klassischen Sinne auf der hochwertigeren und auf Datensicherheit und Ausfallsicherheit zielenden Hardware basieren.

Eine Workstation hat übrigens nicht zwingend mit Grafikdingen zu tun. Entscheidend ist, das man sich stets auf die Konsistenz/Integrität/Unverfälschtheit der Daten verlassen kann. Zum klassischen Paradigma einer Workstation gehört auch, dass wesentlich mehr Arbeitsspeicher als ein in einer normalen Maschine verbaut ist und das eben in der ECC-Variante. Auch, fern dem Heimanwender, sind Features wie SAS und 10GbE standardmäßig etwa auf den 'besseren' Supermicro-Boards vorhanden. Workstations sind von der Stange teuer bis sehr teuer und sie werden trotzdem gekauft, weil sie in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet als leistungsfähiges Arbeitsgerät angesehen werden, was dann im gewerblichen Kontext auch kosten darf.
 
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@guruhacker: merci, das bestätigt meine Vorstellung dazu. Ich frag mich halt, was es an Anwendungen - abgesehen eben Grafikintensiven Kram wie Bild- oder Filmbearbeitung - gibt, bei denen der Einsatz einer Workstation im Vergleich zu einem Server "lohnt". Lautstärke und Feuer mal außen vor. ;-) vielleicht noch Musik?

Will aber den Thread nicht kapern mit meiner Unwissenheit!

Der von OP geschilderte Einsatzzweck schien mir halt eher auf Server zu passen, da die Nutzer wahrscheinlich nicht direkt an der Kiste sitzen werden (oder doch?)....
 
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.. bei denen der Einsatz einer Workstation im Vergleich zu einem Server "lohnt". ...?

Absolut legitime Frage! Der Einsatz einer Workstation kann sich dort lohnen, wo die Anbindung eines simpleren Clients an eine Serverinfrastruktur nicht sein soll oder es gibt schlicht keine Server (außer natürlich dem Backup-Konzept!).

Jedenfalls gibt es reichlich Anwendungsszenarien, in welchen reichlich teure Serverpower im Hause vorhanden ist und trotzdem die Clients durchaus als Workstations bezeichnet werden dürfen, weil man in keiner Phase der Datenbearbeitung ohne Not die Verfälschung von Daten riskieren möchte.

Fast ohne Ausnahme sind das Nutzungsfelder, wo die Kosten der Hardware gering ausfallen gegenüber dem Wert der Nutzdaten, weil an diesen etwa Menschenleben, immens teure Rohdaten in Industrie und Wisschenschaft oder die Fratze des Kapitalismus hängt (high-frequency trading). Man schaue hier und staune!
 
Danke für die Erklärung guruhacker, dass sind definitiv genug Gründe für ein hochwertiges Gehäuse. Teilweise soll die Maschine auch direkt Vorort bedient werden, allerdings auch Remote. Macht es einen Unterschied bezüglich der Konfiguration, wenn die Maschine nicht nachts laufen muss? Und wäre es ok für dich, wenn du mal eine kleine Beispielkonfiguration zusammenstellt?
 
... ok für dich, wenn du mal eine kleine Beispielkonfiguration zusammenstellt?

Bein leider kein VMware Kenner und so gar nicht vertraut mit deren Kompatibilitätsgeschichten, das zielt auch auf mögliche Ruhezustände bzw. Suspend to Disk im anderen Teil Deiner Frage!

Jetzt dürft ihr aus der Deckung kommen, Ihr ESXi-Freaks! :)
 
Ich habe nochmal über die Frage nachgedacht, ob das ganze nachts heruntergefahren werden soll - oder nicht. Angesichts der Tatsache, dass ich nicht Vorort bin, sollten die VMs doch immer online sein. Meinst du bezüglich den Kompatibilitätsgeschichten das Herunterfahren, oder die generelle Verwendung von VmWare?
 
Meinst du bezüglich den Kompatibilitätsgeschichten das Herunterfahren, oder die generelle Verwendung von VmWare?

Du fragtest nach einer Konfiguration und dem Herunterfahren. Unter Konfiguration verstehe ich eine Einkaufsliste. Wenn man die gewissenhaft macht und die Kompatibilität zur Software gewissenhaft im Auge behält, dann geht da viel Zeit drauf. Darum gehe ich in Deckung.
 
gibt es einen Grund, dass du VMWare auf ner Workstation nutzen musst ? (imho das am wenigsten sinvolle)
 
Letzten Endes könnte man auch einen Server nehmen - allerdings haben wir dafür gar nicht die richtige Umgebung.

Oder hattest du einen anderen Vorschlag?
 
Letzten Endes könnte man auch einen Server nehmen - allerdings haben wir dafür gar nicht die richtige Umgebung.

Oder hattest du einen anderen Vorschlag?

ein ESXi oder Proxmox Server (mein Tipp) wäre wesentlich besser als jede WS

allein die Lizenz für VMWare (server für deine Anforderungen) kostet mehr als die HW für nen guten Proxmox Server

6 VMs a je 10GB Ram (kann man auch dynamisch zuteilen) und je 200GB HDD (würde 4*480GB SSds nehmen im HW Raid 10)

ein ProxMox mit HW Raid 10 wäre locker für < 1000 € machbar (mit Support <2000 max)
 
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VMware ESXi Lizenz gibts Umsonst, wenn man sowieso nur einen physikalischen Server mit einer CPU nutzt... Also kA was du mit Lizenzkosten meinst @ pumuckel
 
VMware ESXi Lizenz gibts Umsonst, wenn man sowieso nur einen physikalischen Server mit einer CPU nutzt... Also kA was du mit Lizenzkosten meinst @ pumuckel

esxi ja, vmware Workstation nein .. lesen vor texten

aber imho esxi free < Proxmox
 
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oh oh oh das wird teuer ...

Die 6-VMware -Lizenzen würden ca 1400EUR kosten, dann jedoch nur mit 30 Tagen Support.
Die SSDs 10x256GB RAID 1 würden mit weiteren ~1400EUR zu Buche schlagen. Die billigste Lösung wären 6 256gb SSDs RAID5+Hot Swap, aber ohne Hardware-RAID-Controller ist das auch nicht die beste Idee.

Da dann schon nur noch 400 EUR übrig bleiben, von Netzwerkkarten, ggf. Quadro-Karte, etc. abgesehen, müsste man wissen, wie "flexibel" dein Budget ist und für welche Aufgaben der Server eigentlich genutzt werden soll.
Soll er in einem Servergehäuse (als Einschub) laufen, oder in einem separatem Tower?
 
Der Thread-Ersteller nannte sogleich VMware und so konkrete Zahlen wie 10GB RAM je VM. Das habe ich nicht infrage gestellt, sonst wäre ich doch gleich mit Proxmox gekommen.

Jetzt scheint es ja im Prinzip um die Frage zu gehen, Ocean-Driver, ob an dem Rechner tatsächlich selbst gearbeitet werden soll/muss?

Für einen einzelnen kleinen Server braucht es nicht zwingend die 19"-Infrastruktur. Dieser kann auch in einem Tower stehen und zusammen mit der USV irgendwo im Keller bzw. im Abstellraum sein Dasein fristen. Und da gesagt wurde, das allein SSDs zum Einsatz kommen sollten, muss man nichtmal mehr den Lärm berücksichtigen.
 
Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass Leute direkt dran arbeiten.

Was haltet ihr davon, das ganze vollständig in die Cloud auszugliedern? Und dass man sich dann Remote direkt mit einer Online-Instanz verbindet?
 
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Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass Leute direkt dran arbeiten.
Was haltet ihr davon, das ganze vollständig in die Cloud auszugliedern? ...

Dann ist Verfügbarkeit ja nicht so sehr im Visier. Performanz ebenfalls nicht.
Ich denke, solange wir im Unwissen sind, welches Aufgabenfeld und welche konkrete Nutzung angedacht ist, solange stochert man im Nebel mit zielführenden Tipps.
 
Das Szenario ist folgendes: In unserem Pensionen-Betrieb haben wir eine neue Software - HS/3 Hotelsoftware - Modernes Hotelmanagement durch Innovation - eingeführt. Da wir aber für jede Lokation eine Instanz brauchen, dachte ich an Virtualisierung. Insgesamt muss in einer solchen Umgebung HS3 und MS Office laufen. Der Zugriff soll das jeweils mit einem leichten, nicht sehr performanten, Laptop von außerhalb erfolgen.
 
Der Zugriff soll das jeweils mit einem leichten, nicht sehr performanten, Laptop von außerhalb erfolgen.

Die 'nicht sehr performanten' Notebbooks sind evtl. per WLAN online? Dann taugt das mit den VMs an anderer Stelle ohnehin nichts.

Und wenn online mal ein o. zwei Tage nicht geht?
Warum nicht jeweils eine Client-Version bzw. Instanz der Hotelsoftware auf jedes Pensions-Notebook, zusammen mit Office usw.? Ganz klassisch. Dann noch ein Backup-Konzept bzw. periodischer Abgleich online mit der 'Zentrale'?

Warum nicht einfach beim Hersteller der Hotelsoftware anfragen, ob die Kunden gleicher Betriebsgröße nennen mögen. Diese kontaktieren und erfragen, was die so nutzen und vor allem wie sie es nutzen. Das ist dann erprobt und kann einfach übernommen werden.
 
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