Sinn bzw. Pro/Contra von BSD vs. Windows als Datengrab

Guinnes

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Thüringen
habe ein kleines Datengrab (i3,mini itx board, 13TB HDDs.......)
derzeit läuft ein Win7 pro x64 drauf.

dort gelagert sind:

Backups verschiedener PCs (Abgleich per Robocopy)
Filme,Fotos,Musik Sammlung für meine XBMC Büchse (ZBox)

Welchen Vorteil gegenüber Windows würde mir BSD bringen (abgesehen von der kostenfreien Lizenz) ?

Sorry, bin Linux/Unix Laie......bitte erleuchtet mich! :)

Danke Guinnes
 
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Es ist kein Windows, aus meiner Sicht der grösste Vorteil. :fresse:
 
Also ehrlich, ich mache jetzt seit 20+ Jahren auf Unix und Linux, aber seit Windows NT wüsste ich jetzt auch nicht, was die entscheidenden Vorteile für einen Heimnutzer mit ausschließlich Windowserfahrung wären. Aber schau dir auf jeden Fall mal FreeNAS an. Das basiert auf BSD, macht die ganze Sache für einen BSD Einsteiger um einiges verdaulicher und kann sehr viel.
 
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Welchen Vorteil gegenüber Windows würde mir BSD bringen (abgesehen von der kostenfreien Lizenz) ?

BSD als Minimal-Unix: größere Stabilität und weniger Reboots wegen kritischer Updates
Wegen ZFS statt ntfs: höhere Datensicherheit und Performance, immer valides Dateisystem mit Snaps

Nachteil:
CLI-Management
Dateirechte (Windows ACL, Windows SID) funktionieren anders als bei Windows
Snaps als Vorherige Version geht eventuell nicht

Die beiden letzten Punkte sind eine Einschränkung von SAMBA nicht von Unix
Solaris kann das beispielsweise auch unter Unix

Unter Windows ist künftig ReFS eine Alternative zu ZFS, derzeit aber noch nicht vergleichbar
was Performance und Features angeht.
 
Wenn man ein AD aufzieht kann man auch windows ACLs auf in einem Samba share darstellen.
Snapshots als vorherige version geht auch mit Samba, aber mit BSD habe ich es noch nicht Probiert. Das ZFSonLinux Team hat ZFS auto snapshot im github gehostet, damit kann man die vorherige version wiederherstelln geschichte recht bequem mit Samba einrichten. Allerdings bin ich nicht sicher ob es da auch etwas vorbereitetes fuer BSD gibt.
 
Wenn man ein AD aufzieht kann man auch windows ACLs auf in einem Samba share darstellen.

SAMBA hat viele Vorzüge und mehr Features als Solaris mit dem CIFS Server.
Dennoch kann SAMBA (eigentlich kein SAMBA Problem sondern ein Problem des kleinsten gemeinsamen Nenners über alle Linuxe/Unixe) üblicherweise nur Posix ACL statt den windowsartigen NFS4 ACL und speichert keine Windows SIDs (das kann ein Unix-Dateisystem normalerweise halt nicht) sondern macht ein Mapping Unix UID -> Windows SID. Das klappt soweit auch. Die Windows Rechte bleiben aber meist nicht erhalten, wenn man ein Backup auf einen anderen Domänenserver zurückspielt.

SAMBA verhält sich in dem Punkt anders als ein NTFS Dateisystem. Solaris CIFS + ZFS ist zumindest in dem Punkt Windows NTFS ähnlicher. Dafür ist SAMBA was SMB3 angeht weiter. Nexenta ist erst jetzt dabei da nachzuziehen. Bei Solaris selber hört man da garnichts.

ZFS snaps als Windows vorherige Version geht bei Solaris seit Jahren völlig problemlos. SAMBA zieht da aber nach.


Um mehr abzudecken müsste das Thema dieses Threads aber lauten

Windows vs Unix
ZFS vs NTFS
Windows vs SAMBA vs Solaris CIFS
 
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Wobei man die rfc2307 Schema extensions nutzen kann um die UIDs und GIDs auf allen Linux rechnern immer auf den selben Windows Nutzer zu mappen.
 
mal zusammengefasst:

bsd und co. bringt für den heimgebrauch keinen großen vorteil. zumindest wenn man keine unix o.ä. erfahrung hat und nicht auf hochverfügbarkeit etc. angewiesen ist.
kann man das so sagen ?

danke euch....

Guinnes
 
Nich unbedingt. Im Heimgebrauch kannst du dir die Lizenzkosten sparen die mit Windows anfallen. Und es gib auch Distributionen wie FreeNAS die einfach per Weboberflaeche bedient werden koennen.
Aber generell ist Windows wahrscheinlich einfacher fuer die meisten weil sie es halt schon kennen
 
sagen wir mal so bsd ist nicht schlecht gemacht, freenas für den ambitionierten user und größere geschichten, da nur zfs als Dateisysten verfügbar ist. Nas4free ist eher an den heimuser gerichtet, allerdings ist es eine riesen frickelei bis alles so läuft wie man es möchte.

Ich werfe mal Openmediavault rein, auf debian basis, immer recht aktuell, viele plugins, läuft jetzt sehr sauber bei mir im dauerbetrieb. Leidiges thema bei den unix/linux systemen, das wol läuft nur sehr sehr ätzend. Zumdindest mit den onboard Realtek lans, eine intel karte werd ich noch ausprobieren.


Vorteile: bei omv, sehr schnell eingerichtet, per backportchannel sehr gute hardwareunterstützung, die nic lasse ich mal aus^^
Du hat immer alles sehr übersichtlich in der webgui dargestellt, ohne zu suchen.
Bei N4Free ist das Forum super hilfreich, auch ein deutscher bereich ist verfügbar.

Nachteile: ein paar mehr einstellungen für die energieoptionen wären schön, und ein wenig farbe in der gui ;)
Das Omv Forum ist in Englisch, super nervig für mich..
 
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sagen wir mal so bsd ist nicht schlecht gemacht, freenas für den ambitionierten user und größere geschichten, da nur zfs als Dateisysten verfügbar ist. Nas4free ist eher an den heimuser gerichtet, allerdings ist es eine riesen frickelei bis alles so läuft wie man es möchte.

Ich werfe mal Openmediavault rein, auf debian basis, immer recht aktuell, viele plugins, läuft jetzt sehr sauber bei mir im dauerbetrieb. Leidiges thema bei den unix/linux systemen, das wol läuft nur sehr sehr ätzend. Zumdindest mit den onboard Realtek lans, eine intel karte werd ich noch ausprobieren.


Vorteile: bei omv, sehr schnell eingerichtet, per backportchannel sehr gute hardwareunterstützung, die nic lasse ich mal aus^^
Du hat immer alles sehr übersichtlich in der webgui dargestellt, ohne zu suchen.
Bei N4Free ist das Forum super hilfreich, auch ein deutscher bereich ist verfügbar.

Nachteile: ein paar mehr einstellungen für die energieoptionen wären schön, und ein wenig farbe in der gui ;)
Das Omv Forum ist in Englisch, super nervig für mich..



Ok, danke an alle.

Werde bei Windows bleiben, WOL läuft gut.
Scripten über lokale GPOs (zum gegenseitigen Wecken/Shutdown) auch ohne Probleme.....kein Grund zum Wechsel.

Guinnes
 
Falls dich doch der Spieltrieb packt, lade doch einfach das FreeNAS ISO Image runter, schmeiß es auf eine CD oder USB Stick und boote direkt rein. Wenn es dir nicht gefällt, hast du deine Windows Installation nicht anrühren müssen.
 
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