[Kaufberatung] Fertig NAS, Microserver Gen8 oder doch selbstbau NAS/Server

Painhawk

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Hey,
ich stehe vor einer schwierigen Entscheidung. Und zwar will ich mir ein NAS zulegen. Hauptsächlich zur Datenspeicherung, iTunes Server, Streaming, Datensicherung und zum Virtualisieren. Aktuell habe ich folgende 3 Optionen in Betracht gezogen:

Qnap TS-453 Pro (auf 16GB Ram aufrüsten) Gesamtpreis ca. 585€

HP Proliant MicroServer Gen 8 (16GB Ram und Intel Xeon 1220L V3 + Grafikkarten wegen HDMI) Gesamtpreis ca. 653€

Eigenbau NAS/Server (Basis: https://geizhals.de/supermicro-a1sri-2758f-retail-mbd-a1sri-2758f-o-a1014099.html?hloc=at&hloc=de) : (16GB Ram, Grafikkarte wegen HDMI) Gesamtpreis mit allem drum und dran: 773 €

Jetzt bin ich mir nicht ganz schlüssig. Performancemäßig wird der Qnap am schlechtesten sein und man wäre an die Software des NAS gebunden aber virtualisieren soll ja möglich sein. Selber einen Server bauen ist kein Problem das bekomm ich hin. Eigentlich tendiere ich zwischen dem HP und dem Eigenbau. Der Eigenbau hätte den Vorteil das ich keine Probleme mit der Garantie bekommen würde, dass wäre bei dem HP anders vermutlich wenn ich die CPU tauschen würde.

Als Speicher sollen 4x 4TB WD Red dienen und bei dem HP und dem Eigenbau eine SSD, vielleicht später mal mehr Platten. Beim Raid wollte ich auf Software Raid setzen. Als System Windows Server 2012 R2 .ECC ist ein ziemlicher Vorteil denke ich. AES Verschlüsslung wäre mir auch wichtig.

Preisspanne liegt zwischen 500 und 750 Euro.
 
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Selbstbau lohnt sich eigentlich nur unter bestimmten Vorraussetzungen da deutlich teurer als kleinere Fertig NAS oder die Microserver:
- man möchte mehr als 4 HHDs verbauen bzw. entsprechende Reserven für späteren Ausbau haben (beim N54L gingen mit umbauen sogar bis zu 6 HDDs rein)
- man benötigt ein deutliches Mehr an zusätzlicher Prozessorleistung (z.B. für VMs) und benötigt dafür eine adäquate Speicherbestückung.
And dieser Stelle vereweise ich mal auf meine Zusammenstellungen aus einem anderen Thread:
http://www.hardwareluxx.de/communit...re-standjuli-2015-a-1079562.html#post23657683
 
Ich finde alle 3 Lösungen viel zu teuer.Beim Selbstbau bleibt die Frage was braucht man wirklich.

Es gibt 3 Punkte die machen es teuer.

- ecc unterstützung vom board
- remote kvm
- gehäuse hotswap tauglichkeit.

Wer zieht dauernd die Platten aus den Server eigentlich keiner ??
Remote KVM nützliches Goodie wenn man kein Bildschirm anschließen kann/möchte.Aber teures Board erforderlich.
ECC macht nur Sinn wenn man ZFS einsetzten möchte und da erschließt mir bis jetzt noch nicht wieso das nötig ist.
Ich hatte bisher noch nie RAM Probleme und würde es ohne ECC einsetzen.Aber das ist nur meine Meinung.
Boards mit 10+ SATA Anschlüssen auch fraglich in Zeiten von 8TB+ Platten.

Da du Virtualisieren möchtest ist auf jedenfall die Selbstbau Methode vorzuziehen da du die CPU selbst bestimmen kannst.
 
Ja, zuverlässige Datenarchivierung und Datensicherung kostet Geld!
ECC macht immer Sinn! Ohne ECC kannst du das Wort "zuverlässig" getrost streichen!

ZFS ohne ECC Speicher ist nicht supportet und wird nicht empfohlen (wer also seinen Pool wegen fehlendem ECC Speicher verliert hat selber schuld).

Remote KVM kann in bestimmten Szenarien GOLD Wert sein, ist aber für den headless Betrieb grundsätzlich nicht zwingend erforderlich.

Ja es gibt 8TB Platten (sogar schon 10 TB)
Aber diese Platten sind noch nicht wirklich performant, weil diese Platten SMR haben. Da fehlt noch die gesamte Treiber und Dateisystemunterstützung. Das läuft noch komplett Drive Managed.
OK , ich habe ein NAS aus 19x8TB Platten im Raidz3 und kann mich über die Performance via GBit LAN nicht beschweren.
 
Zu ECC: kommt halt bisserl drauf an, was Du damit machst. Ich hatte 5 Jahre ein billo-Eigenbau NAS (auf ION/Atom basis) im Einsatz mit 4x1TB Samsung HDDs im Software Raid5. Lief 24/7, ohne ECC und die Platten waren auch nicht für Dauereinsatz spezifiziert.

Bisher konnte ich noch keine verlorenen Daten darauf feststellen.

Aber: die Daten wurden halt auch meistens 1x geschrieben und danach fast nur noch gelesen (wenn überhaupt). Ist halt das Datengrab für Fotos und Filme. Wenn jetzt doch irgendwie durch Bitflips oder auch defekten Speicher ein paar Dateien kaputt gegangen wären, wäre das zwar schade aber zu verschmerzen. Doof ist dann eher, wenn das Raid sich unwiederbringlich verabschiedet hätte. Aber dafür macht man ja ab und an ein Backup, so dass wenigstens nicht alles weg ist.
 
Ohne ECC kannst du das Wort "zuverlässig" getrost streichen!

ZFS ohne ECC Speicher ist nicht supportet und wird nicht empfohlen (wer also seinen Pool wegen fehlendem ECC Speicher verliert hat selber schuld).

für daheim ist das ein gern erzähltes Märchen.... zfs kann auch ohne ECC mehr als ausreichend die Integrität der Daten sichern

btw, zu ZFS : imho hat man daheim hat man KAUM Daten, welche eine solch hohe Zuverlässigkeit fordern (dokumente, bilder ja, aber bei videos, mp3s sicherlich unwichtig)
alles was man leicht ersetzen kann und kaum verändert wird ist eigentlich nicht das Beuteschema von ZFS (da reicht ein 0815 Backup)

ich im Beispiel hab ca 300GB an Dokumenten (jede Rechnung, Steuer, Quittung, etc von 10 Jahren als PDF) und ca 650GB an Bildern (davon ca 350GB noch alte gescannte Dias/Negative von über 30 Jahren)

diese sind gesichert auf einem 19" 4*2TB (3 fach duplizierung) im Keller (beton, brandgeschützt) ... läuft nur zur Archivierung (IMPI) und 1*2TB offsite (jeden Monat bzw nur nach Veränderungen updated)

aktuellere Sachen (noch in Papierform vorliegend oder erneut anforderbar) liegen auf einem simplen Raid 1 aus 2*2,5" 1TB Hitachis (mit Snapshots) ... wird unregemäßig auf den 19" 4*2TB gesichert

Videos und mp3s/lossless sind in einem stinknormalen Pool und auf einen 19" HW Raid 6 ... läuft nur zur Archivierung (IMPI) im Keller (beton, brandgeschützt) gesichert (abgleich einmal die Woche bzw nur nach größeren Änderungen)


langer Text, kurze Erkenntnis: wirklich WICHTIGE Daten hat man daheim kaum was :)
 
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ZFS mit ECC - ist besser als
beliebiges anderes Dateisystem mit ECC - ist besser oder gleich wie
ZFS ohne ECC - ist besser als
beliebiges anderes Dateisystem ohne ECC!

Bei ZFS ohne ECC kommt noch die Gefahr hinzu den gesamten Pool wegen eines ECC Fehlers zu verlieren

@ besterino
das tückische am Datenrot ist ja, daß du scheinbar keine Daten verlierst - es sind weiterhin alle Dateen vorhanden. Es können aber einzelne Dateien beschädigt (lassen sich weiterhin öffnen / wiedergeben) oder gar zerstört sein (können nicht mehr geöffnet / wiedergegeben werden). bei einem JPG wird z.B. nur noch das halbe Bild geladen.
Der nicht erkannte Datenrost landet dann meist auch in den Backups.

Ob einem das Risiko 150 - 250 € Ersparnis Wert ist, muss jeder für sich selber entscheiden (Mehrkosten für ECC Speicher, Mainboard & CPU) - für Pron definitiv.
 
Zuletzt bearbeitet:
@digi-quick: schon klar, dass man den Bitrot mit ins Backup zieht. Das Backup war bei mir auch nur für den Verlust des ganzen Raidverbunds gedacht; den Verlust einzelner Files habe ich damals billigend in Kauf genommen als ich mich gegen ECC entschieden habe.

Aber jetzt bin ich ja umgestiegen... =)
 
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