Meinst du mit der "Original-Backplate" die Sockel-Backplate die bei jedem LGA 115x-Baord verbaut ist? Die kann bleiben wo sie ist. Eine zusätzliche Backplate braucht man eigentlich nicht, auch wenn die Kühlerhersteller gerne eine empfehlen, denn das ist leicht verdientes Geld. Grundsätzlich sind zusätzliche Kühlerbackplates zwar nicht schädlich, aber solange man die Schrauben nicht bis Ultimo fest knallt (was man ohnehin nicht tun sollte) auch keineswegs notwendig.
Eine Kühlerbackplate dient(e) dazu die Verwindung der Mainboardplatine zu begrenzen. Das war insbesondere zu Zeiten, als die Sockel noch nicht ihre eigenen Backplates zur Stabilisierung des Sockelbereichs mitbrachten noch ein nicht von der Hand zu weisendes Thema (obwohl man auch damals ohne auskam). Bei Sockeln mit eigener Backplate ist der Bereich des Boards aber ohnehin schon recht stabil und die nicht unterstützten Hebelarme kurz. Deshalb kann man Backplates zumindest auf solchen modernen Sockeln eigentlich als schmückendes Beiwerk betrachten. Notwendig sind sie jedenfalls nicht.
Wenn du es trotzdem nicht lassen kannst: Die Kühlerhersteller die Backplates anbieten liefern in der Regel Installationsanleitungen dazu. Meistens wird die Sockelbackplate an Ort und Stelle gelassen und als Auflagefläche für die zusätzliche Kühlerbackplate genutzt, die bis zu den Schraublöschern reicht. Es gibt soweit ich weiß von EK eine Ausnahme, bei der die Sockelbackplate demontiert wird (u. U. Garantieverlust beim Mainboard!) und gegen eine EK-Backplate ersetzt wird, die sowohl die originale Anpressmechanik des Sockels auf der Vorderseite in Position hält als auch die Schraublöcher für den Kühler stabilisiert. Das funktioniert aber nur, sofern der Mainboardhersteller sich in allen Belangen an die Norm und die Keepout-Areas gehalten hat. Ansonsten würde ich von so was absehen.