[Kaufberatung] sparsamer Proxmox Homeserver

Blink1986

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21.11.2013
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Hallo zusammen,

ich bin an dem Punkt angekommen, an dem ich meinen alten Windows Home Server 2011 in Rente schicken und meinen HTPC mit Proxmox ersetzen möchte.
Zur Ausgangssituation, ich betreibe eine Asrock HTPC bereits seit einigen Jahren als Proxmox Server:
  • Intel(R) Core(TM) i3 CPU M 350
  • 8 GB RAM
  • 1x SSD System + VMs
  • 1x HDD Daten
welche diverse Dienste bereitstellt (30 Docker Container, 5-10 LXC Container, 1 Windows VM) und 24/7 betrieben wird.

Aufgrund der geringen Leistung und Festplattenkapazität werden die meisten Daten sowie der Plex Server noch auf einem alten WHS 2011 betrieben und bei Bedarf per WoL gestartet.

Mein Ziel ist nun einen neuen sparsamen Proxmox Server für den 24/7 Betrieb zusammen zu stellen, jedoch bin ich mir bei der Hardware nicht wirklich schlüssig.

Das System sollte Reserven für ca. 10 weitere Docker Container sowie 1-2 Windows VMs haben.
Es handelt sich hier um die "klassischen" Dienste, die man in einem Homelab betreibt wie z.B. Nextcloud, Wireguard, Rustdesk, Paperless-ngx, Calibre usw.

Der Server soll in einem 2U Rack Gehäuse verbaut werden, da ich einen Hängeschrank verbaut habe, kommen für mich folgende Gehäuse in Frage:

  • Inter-Tech 2U 2404S oder
  • Inter-Tech 2U 20240
Eckdaten:

  • mindestens 64 GB Arbeitsspeicher
  • 1-2 NVME Slots für die VMs und Proxmox sowie
  • 4-8 SATA Anschlüsse für die Datenplatten
Ich hatte zunächst nach einem N100 Board geschaut, aber hier werde ich wohl schon aufgrund des Arbeitsspeichers nicht auskommen.
Bei den sparsamen Komponenten bin ich leider nicht wirklich im Thema und suche hier eine gute CPU + Mainboard + Netzteil Kombination die sich für den 24/7 Betrieb im Homelab eignet.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus für eure Unterstützung.
 
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Ich hatte zunächst nach einem N100 Board geschaut, aber hier werde ich wohl schon aufgrund des Arbeitsspeichers nicht auskommen.
N100 kann mit DDR4 bis 32GB, mit DDR5 bis 48GB, größere DIMMs gibt es aktuell nicht zu kaufen ;)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Bei den sparsamen Komponenten bin ich leider nicht wirklich im Thema und suche hier eine gute CPU + Mainboard + Netzteil Kombination die sich für den 24/7 Betrieb im Homelab eignet.
Wenn es nen N100 sein soll:
Hab mit dem Board selbst aber keine Erfahrung.

Für ein wenig mehr Geld gibt es sonst auch schon nen Mobile Ryzen, hab das Board auch für nen Server Build geholt:
Hat aber ab Werk nur 4x SATA, gibt aber sonst noch ne Version mit 9x SATA:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • mindestens 64 GB Arbeitsspeicher
  • 1-2 NVME Slots für die VMs und Proxmox sowie
  • 4-8 SATA Anschlüsse für die Datenplatten
Schwer zu sagen, was du am Ende wirklich willst / brauchst,

N100 etc. sind halt PCIe mäßig recht schmal aufgestellt, am Ende bekommst dawohl auch keine "echten" 4-8 SATA (die meisten verwenden irgendwelche Port Multiplier).
ECC und IPMI / BMC auch nix.

Grundsätzlich wäre für sowas nach wie vor AM4 eine interessante Plattform, das mittlererweile ausverkaufte MC12LE0 wäre ggf. gebraucht im Forum zu beziehen, DDR4 UDIMM ECC ist auch nicht mehr billig (immer noch weit billiger als DDR5 UDIMM ECC) und die besonders interessanten monolithischen -G Pro CPUs (4350G, 4650G, 4750G, 5650G, 5750G) sind auch nicht mehr (oder nur zu teuer) verfügbar (5650G, 5750G) und/oder recht alt (4350G).
- Geht auch mit einer "normalen" CPU, braucht dann ein paar Watt mehr.
- Geht auch mit einer "nicht PRO" CPU, kann dann kein ECC.
- Geht auch mit einem "normalen" Mainboard, kann dann ECC, hat aber kein IPMI / Remote Management.

Wäre eine Plattform mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Leistung (CPU 6-16 Cores, bis 128gb DDR4), Features (ECC, ggf. IPMI je nach Board), PCIe Lanes (recht brauchbare Bifurication an der CPU, B550 Chipsatz ist ganz "okay") und Verbrauch (abhängig ob IPMI, welche CPU etc. und speziell welche SSD/HDDs fängt man bei 15W idle an, man wird ohne HDDs oder PLP SSDs irgendwo bei 20-25W liegen realistisch).


iGPU SR-IOV kann nur Intel, wenn das für Streaming relevant wäre, wobei das als Container ja funktionieren sollte. kA wie das am AM4 mit Proxmox und -G CPU funktioniert als Container, müsstest mal im entsprechenden Thread die Leute fragen.


n100 (etc.) sind halt relativ "dünn" aufgebaut, was auch deren Schnittstellen betrifft. Wenn du da mit den 48gb der DDR5 Version auskommst, warum nicht? Musst dir halt ansehen, was du da PCIe und SATA mäßig brauchst... obs reicht.
Für ein wenig mehr Geld gibt es sonst auch schon nen Mobile Ryzen, hab das Board auch für nen Server Build geholt:
... welches ich äußerst spannend finde, vor allem mit dem 7840HS...
 
... welches ich äußerst spannend finde, vor allem mit dem 7840HS...
Ja, deshalb habe ich es auch gekauft :d

Das Board hat 2x M.2 (PCIe 4.0 x4), 1x PCIe 4.0 x8 und noch nen M.2 E-Key (WiFi/Bluetooth) mit PCIe 3.0/4.0 x1?
Die 4x SATA werden über nen ASM1064 Chip realisiert, der über eine einzelne Gen3 Lane angebunden ist.
Die verbleibenden beiden PCIe Lanes gehen für die beiden 2.5 GBe NICs drauf.

Wenn man mehr als die 4x SATA braucht, könnte man z. B. auch noch nen ASM1166 über nen Riser an dem M.2 E-Key anbinden, so hatte ich es zumindest geplant. So bleibt der PCIe 4.0 x8 für ne Grafikkarte oder ähnliches frei.

RAM gehen entgegen der Produktbeschreibung auch 96 GB.
 
Vielen Dank für eure Ausführungen.

"Chinaboards" hatte ich bisher noch gar nicht in Betracht gezogen.
Das Board klingt wirklich spannend. Kannst du etwas zur Leistungsaufnahme sagen?
Welches Netzteil verwendest du für das Board? Würde hier gern ein Netzteil eines bekannten Herstellers einsetzen, weil ich in Noname Geräte kein Vertrauen habe.
4x SATA Anschlüsse reichen mir erstmal völlig.

Die N100 Boards sind wie oben schon geschrieben wohl aufgrund begrenzten Anschlussmöglichkeiten und der RAM-Limitierung wohl raus, da ich das System wieder einige Jahre verwenden möchte.
Aus diesem Grund schließe ich auch gebrauchte Hardware aus, da hier zudem die Verfügbarkeit recht eingeschränkt ist.

Ich weiß das meine Anforderungen doch noch recht schwammig sind, aber in die genannte Richtung könnte ich mir meinen neuen Serverbuild vorstellen.

Zur Ergänzung:
  • IPMI ist nicht zwingend erforderlich
  • ECC ist nicht zwingend erforderlich
  • eine "normale" CPU wäre ebenfalls ok, wenn man diese mit entsprechenden BIOS Einstellungen "sparsam" im Idle Zustand bekommt.
  • Das System wird voraussichtlich die meiste Zeit eine relative niedrige Grundlast haben. Der aktuell genutzte i3 hat eine durchschnittliche Auslastung von 20-25%, allerdings ist das System natürlich voll ausgelastet, wenn beispielweise Immich die Bilder analysiert oder Paperless-ngx die OCR Erkennung durchführt. Hier benötige ich Reserven, damit das System performant von einer überschaubaren Userzahl im Familien und Freundeskreis genutzt werden kann.
 
über nen Riser an dem M.2 E-Key anbinden
So nen Riser hab ich jetzt liegen, sieht von seiner Bauform her aber mäßig vertrauenserweckend aus... ob man das tatsächlich halbwegs sauber und funktional eingebaut bekommt, mh, müsste man halt rumprobiren damit.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Welches Netzteil verwendest du für das Board? Würde hier gern ein Netzteil eines bekannten Herstellers einsetzen, weil ich in Noname Geräte kein Vertrauen habe.
Sieht mir aus, als wäre das "normales" ATX, das BeQuiet TFX 300W Gold ist gut, könnte man auch in den 2 HE bekommen. Braucht man halt bissl Adapterkram wahrscheinlich um alle Laufwerke anzubinden, je nach dem..
 
Das Board klingt wirklich spannend. Kannst du etwas zur Leistungsaufnahme sagen?
Muss mal schauen ob ich noch nen Shelly finde, aber ich würde jetzt mal so 10-20W ohne HDDs vermuten. Reale Werte folgen :haha:
Im BIOS habe ich den Eco Mode (35W) aktiviert.

Welches Netzteil verwendest du für das Board?
Auf der Testbench ist aktuell nen Seasonic Prime Titanium 850W verbaut, final wird das Setup mit der bereits im 2U Case verbauten Seasonic 400W Platinum Fanless PSU betrieben werden.
 
Im BIOS habe ich den Eco Mode (35W) aktiviert.
Ist aber fürs Idle egal... is nur ne Grenze nach oben, nur im Vollastbereich interessant, in dem man selten ist... aber man verliert damit selbst im Benchmark wenig Leistung gegenüber 65W, kann man also durchaus pauschal so aktivieren die 35W Grenze.
 
Muss mal schauen ob ich noch nen Shelly finde, aber ich würde jetzt mal so 10-20W ohne HDDs vermuten. Reale Werte folgen :haha:
Liegt genau an der oberen Grenze, also 20W im Idle ohne HDDs.

Mit einem sinnvoll dimensionierten Netzteil dürfte die Kiste sich vmtl. bei ~15W einpendeln.
 
Ich hatte auch mal eine Zeitlang so eine China-Box für meine Firewall – hat auch problemlos funktioniert.
Was mich aber irgendwie auf Dauer etwas „abgeschreckt“ hat war halt dann die „NoName-Hardware“ in Kombination mit dem „NoName-Bios“.
Habe dann auf einen Lenovo Tiny mit i3 gewechselt – braucht im Normalbetrieb sogar weniger Strom und es gibt noch immer – wenn man will – regelmäßige Bios-Updates von einem „namhaften“ Hersteller.

Ich bin also eher Fan von Gebrauchtware namhafter Hersteller als neuen „China-Boxen“.
 
Hallo zusammen,
erstmal Entschuldigung das ich mich erst jetzt wieder zu Wort melde.
Ich habe eure Beiträge alle aufmerksam gelesen und auch noch selbst weiter recherchiert.
Bitte steinigt mich jetzt nicht, aber ich habe mir nochmal Gedanken gemacht und gerade weil ich daran arbeite sämtliche Dokumente, die man nicht im Original aufbewahren muss in Paperless-ngx abzulegen, als auch meine privaten Fotos und Videos möchte ich die Wahrscheinlichkeit von Speicherfehlern minimieren, daher haben sich meine Anforderungen doch nochmal geändert.

Ich bin daher auf der Suche nach einer Konfiguration mit ECC Speicher.
Plattformseitig bin ich hier völlig offen. Leider ist das MC12LE0 so gut wie nicht mehr erhältlich und wenn dann zu völlig überzogenen Preisen. Dies wäre wohl meine favorisierte Konfiguration mit einem performanten Prozessor gewesen, dafür bin ich aber wohl ein paar Monate zu spät.

Was für einen Konfigurationsvorschlag hättet ihr für mich auf AM4/AM5 Basis oder ggf. auch ein Intel System mit ECC?
IPMI brauche ich nicht zwingend, aber ECC ist nun alleine schon für mein ruhiges Gewissen gesetzt.
4x SATA Ports sind ausreichend und falls möglich einen extension Slot um ggf. künftig nochmal einen HBA nachzurüsten.
Natürlich sollte es weiterhin "stromsparend" sein, aber mir kommt es jetzt auch nicht auf 5 Watt mehr oder weniger an.

Leider fehlt mir völlig die Erfahrungen mit AMD Systemen, gerade in Verbindung mit ECC. Ich finde es ist so schwer an entsprechende Informationen zu kommen, welche Board ECC untersützt oder welches nur ECC Module unterstützt.
Habt ihr vielleicht Quellen, wo ich mich ggf. auch selbst einlesen kann.
Wenn man hier bei fast 0 anfängt, fühlt man sich dann doch ein wenig erschlagen.

Vielen Dank für's Lesen und eure Unterstützung.
 
Gebraucht z.B. einen Lenovo P330 (mit Xeon => ECC) PC um grob € 300.
 
Auch wenn du ein 2U Gehäuse verbauen willst, schau dir mal die Kiste hier an: Minisforum MS-01, habe ich selbst im Einsatz, Ideal verbrauch sind 22Watt.

Bei mir laufen 3 lxc Container drauf, 2 VMs (Debian und Windows 10). Auf der Debian VM läuft Docker mit 20 Containern.

Bin total zufrieden damit.
 
Hallo zusammen,
erstmal Entschuldigung das ich mich erst jetzt wieder zu Wort melde.
Ich habe eure Beiträge alle aufmerksam gelesen und auch noch selbst weiter recherchiert.
Bitte steinigt mich jetzt nicht, aber ich habe mir nochmal Gedanken gemacht und gerade weil ich daran arbeite sämtliche Dokumente, die man nicht im Original aufbewahren muss in Paperless-ngx abzulegen, als auch meine privaten Fotos und Videos möchte ich die Wahrscheinlichkeit von Speicherfehlern minimieren, daher haben sich meine Anforderungen doch nochmal geändert.

Ich bin daher auf der Suche nach einer Konfiguration mit ECC Speicher.
Plattformseitig bin ich hier völlig offen. Leider ist das MC12LE0 so gut wie nicht mehr erhältlich und wenn dann zu völlig überzogenen Preisen. Dies wäre wohl meine favorisierte Konfiguration mit einem performanten Prozessor gewesen, dafür bin ich aber wohl ein paar Monate zu spät.

Was für einen Konfigurationsvorschlag hättet ihr für mich auf AM4/AM5 Basis oder ggf. auch ein Intel System mit ECC?
IPMI brauche ich nicht zwingend, aber ECC ist nun alleine schon für mein ruhiges Gewissen gesetzt.
4x SATA Ports sind ausreichend und falls möglich einen extension Slot um ggf. künftig nochmal einen HBA nachzurüsten.
Natürlich sollte es weiterhin "stromsparend" sein, aber mir kommt es jetzt auch nicht auf 5 Watt mehr oder weniger an.

Leider fehlt mir völlig die Erfahrungen mit AMD Systemen, gerade in Verbindung mit ECC. Ich finde es ist so schwer an entsprechende Informationen zu kommen, welche Board ECC untersützt oder welches nur ECC Module unterstützt.
Habt ihr vielleicht Quellen, wo ich mich ggf. auch selbst einlesen kann.
Wenn man hier bei fast 0 anfängt, fühlt man sich dann doch ein wenig erschlagen.

Vielen Dank für's Lesen und eure Unterstützung.
Das wird dann schon schwierig mit Stromsparend und günstig.
Wäre ein gebrauchter HP Business Workstation Desktop PCs was für dich? Die haben ECC Unterstürzung aber einen Xenon Prozessor.
 
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