Der Intel Celeron J4125 mit seinen vier bis zu 2,7 GHz schnellen Kernen und dem 4 GB großen DDR4-Arbeitsspeicher bietet ausreichend Leistung für den Einsatzzweck der Turbo Station TS-453D als Speicherlösung für den ambitionierten Heimanwender und kleine Unternehmen.
Für die Benchmarks wurde die Turbo Station TS-453D mit ihren verbauten 2,5-GbE-Anschlüsse direkt an eine QNAP QXG-10G2T-107 Erweiterungskarte angeschlossen, welche auf dem ASUS Prime X570-Pro eingebaut ist und im Wechsel bestückt mit vier IronWolf 110 1,92 TB SSDs und vier IronWolf 8 TB ST8000VN022 getestet. Alle Benchmark-Ergebnisse sind die Mittelwerte aus drei Durchläufen, um Messabweichungen auszuschließen.
Mit Erscheinen von CrystalDiskMark 7.0.0 führen wir parallel beide Benchmark-Ergebnisse der beliebten Testprogramme auf, damit diese mit älteren Tests vergleichbar bleiben. Als Einstellung bei CrystalDiskMark 6 wurde 50 MB und Zero Fill gewählt. Bei der Version 7 hingegen wurden mit 16 MB und als Profil "Real World Performance" die Durchläufe getestet.
Als dritten Benchmark wurde noch der LAN Speed Test der Firma Totusoft in der Version 4.4 genutzt. Bei diesem Benchmark werden insgesamt 63 Pakete von 1 KB bis 9 GB genutzt.
Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:
Prozessor | AMD Ryzen 3400G |
Mainboard | ASUS Prime X570-Pro |
RAM | Crucial Ballistix Sport LT 32GB DDR4-3200 |
GPU | AMD Radeon Vega 11 |
Speicher | Seagate FireCuda 510 SSD 2TB |
Netzwerk | Intel X710-DA2 PCIe 3.0 x8, Intel I211-AT Onboard NIC, QNAP QXG-10G2T-107 |
Monitor | BenQ PD2700U |
CrystalDiskMark Read 1-GbE
6.0.2 x64
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CrystalDiskMark Read 2,5-GbE
6.0.2 x64
CrystalDiskMark Read 10-GbE
6.0.2 x64
Bei Verwendung des 1-GbE-Anschlusses sind die Werte durch die maximale Datenübertragungsrate von theoretisch 125 MB/s ganz klar limitiert. Sobald aber der 2,5-GbE oder gar der 10-GbE-Port genutzt wird, kann die TS-453D ihre Muskeln spielen lassen. Zwar wird nicht die volle Bandbreite erreicht, das Ergebnis kann sich mit 678 MB/s im Seq Q32T1 Read aber sehen lassen.
CrystalDiskMark Write 1-GbE
6.0.2 x64
CrystalDiskMark Write 2,5-GbE
6.0.2 x64
CrystalDiskMark Write 10-GbE
6.0.2 x64
Das gleiche Bild wie bei den Read-Werten zeigt sich natürlich auch bei den Write-Werten. Da liegt das maximal erreichbar bei 837 MB/s für den Seq Q32T1.
CrystalDiskMark IOPS 1-GbE
7.0.0 x64
CrystalDiskMark IOPS 2,5-GbE
7.0.0 x64
CrystalDiskMark IOPS 10-GbE
7.0.0 x64
Die mit CrystalDiskMark 7 gemessenen IOPS zeigen ganz klar, zu was die TS-453D im Stande ist. Zwar kann auch hier nicht die Leistung im gleichen Verhältnis wie die Steigerung der Netzwerkgeschwindigkeit erhöht werden, zeigt aber schon ganz gut, das heutzutage die 2,5-GbE-Anbindung ein guter Kompromiss ist.
CrystalDiskMark Read 1-GbE
7.0.0 x64
CrystalDiskMark Read 2,5-GbE
7.0.0 x64
CrystalDiskMark Read 10-GbE
7.0.0 x64
Die Read-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" zeigen ein ähnliches Bild wie bei den CrystalDiskMark 6 Ergebnissen.
CrystalDiskMark Write 1-GbE
7.0.0 x64
CrystalDiskMark Write 2,5-GbE
7.0.0 x64
CrystalDiskMark Write 10-GbE
7.0.0 x64
Auch bei den Write-Benchmarks im CrystalDiskMark 7 "Real World Performance" sind erstmal keine Auffälligkeiten festzustellen.
LAN Speed Test 1-GbE
4.4
LAN Speed Test 2,5-GbE
4.4
LAN Speed Test 10-GbE
4.4
LAN Speed Test
4.4
Beim LAN Speed Test wurden immer insgesamt 63 Pakte mit 1 KB bis 9 GB kopiert. Auch hier zeigt sich der Vorteil von 2,5-GbE zu 1-GbE massiv.
Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahmen liegt in allen Anwendungsfällen in einem zu erwartenden Bereich und die Messwerte sind plausibel. Wenn der Ruhezustand aktiviert wird, liegt die Leistungsaufnahme bei unter 2 W. Die Messungen wurden mit verbauter QXG-10G2T-107 durchgeführt. Ohne die Erweiterungskarte liegen die Werte für Load und Boot ca. 8 W unter den angegebenen Werten. Zwischen 1 GbE und 2,5 GbE war kein wirklicher Unterschied festzustellen, da die Differenzen schon im Bereich der Messtoleranz liegen.
Die Lautstärke der QNAP TS-453D ist je nach verwendeten Datenträgertyp als sehr leise zu bezeichnen. Mit unseren 8 TB fassenden IronWolf-HDDs hört man die Zugriffsgeräusche heraus, was bei langesameren HDDs aber kein Problem sein sollte.
Sobald natürlich SSDs verwendet werden, hört man nur den Lüfter bei wirklich rechenintensiven Anwendungen. Sollte eine Erweiterungskarte wie unsere QXG-10G2T-107 oder die QM2 mit 40-mm-Lüfter verwendet werden, ist ein Betrieb im Wohnzimmer unter Umständen störend.