@Mustis
Dann haben wir wohl unterschiedliche Posts gelesen oder du bist noch in einem anderen Forum unterwegs.
Studiendauer hat in meinem Umfeld noch nie irgendwen interessiert.
www.hardwareluxx.de
- 200h passiert vielleicht 1x im Jahr (im ersten Post "können mal")
- Wochenendarbeit
(wobei das Thema Sonntag hier eigentlich der gefährlichere Part ist, klammern wir mal aus)
- Ausgleich im Folgemonat bzw. Urlaub ranhängen
Das sind die Rahmenbedingen.
Direkter Ausgleich zählt dabei als Reduktion im Sinne der 48h. (Urlaub (Feiertage) hingegen nicht,
@Rumpel beachten, diese Tage zählen als Arbeitstage mit Normzeit arbeiten)
D.h. er kann auch bei einer 40h/5t Woche entsprechend abfeiern. Sind dann keine 17Tage, sondern mehr.
Und auch muss er das nicht 1x im Halbjahr hinbekommen, sondern bei ihm passiert das vielleicht 1x im Jahr und dann 1 Monat. (Zitat)
Vielleicht 1x im Jahr klingt für mich jetzt nicht regelmäßig. Wobei man 20 Jahre lang 1x im Jahr auch als Regelmäßigkeit auslegen kann.
Ob anlasslos oder nicht, spielt bei der Betrachtung keine Rolle. Nen Anlass konstruiere ich dir ausm Stand mit nem Arm auf dem Rücken und einer Augenbinde.
Gerade in dem Fall hier, wo das Ganze unter Unregelmäßigkeit fällt.
Und auch ich beziehe mich auf
@Rumpel seine Thema.
Der hier vorliegen Fall ist bezüglich der Wochenarbeitszeit absolut unbedenklich. Lediglich der Sonntag ist ein Problem, bzw. das mit dem Urlaub. (kommt aber auf Details an)
@Rumpel da solltest du nochmal nachschauen. Das kann unangenehm werden.
@Mustis
Dein Problem in dem Fall ist, dass du mit Gesetzen argumentierst, deren Inhalt du anscheinend gar nicht kennst.
Man kann ohne weiteres, auch relativ regelmäßig, die 60h Woche machen, ohne dass dir irgendeiner aufs Dach steigt. Es gibt für die 60h keine einzige enge Bedingung oder Ausnahmefälle. (aber genau das hast du versucht weiter oben zu konstruieren)
Und Feiertage und Urlaub sind von dir nur ein Scheinargument.
Urlaub sagen wir 30Tage, Feiertage hat Bayern 13, das BL mit den meisten Feiertagen. 2025 hat 261 Arbeitstage. Abzüglich Feiertage auf normalen Arbeitstagen und 30 Tage Urlaub, kommen wir auf 219 Arbeitstage in 2025. Das sind 1752h Arbeitsstunden bei 8h pro Tag bei 5t Woche. Nehmen wir noch 52 Samstage dazu, sind das plötzlich 271 Arbeitstage bei 8h pro Tag und 6t Woche oder 2168h Arbeitsstunden im Jahr.
Nehmen wir 1/4 für die ersten drei Monate.
Dann sind das statistisch ~68 Arbeitstage bzw. 542h Arbeitsstunden bei 8h/t und 6t Woche.
Machen wir 10h/t sind das 680h Arbeitsstunden im 1/4 Jahr. Das sind 138h zu viel in dem 1/4 Jahr.
Im 2. 1/4 Jahr muss er das wieder abfeiern, also 138h loswerden.
Geht er auf eine 5t Woche und 8h Normarbeitszeit zurück, baut er pro Woche 8h ab, braucht er 17,25 Wochen, damit die 138h abgebaut sind. Das würde er also in 1/4 Jahr nicht schaffen. Wenn man aber die Durchschnittsstunden drastisch reduziert, entweder durch täglich früher gehen oder Tageweise abfeiern, geht das deutlich schneller.
Wenn man also 1/4 Jahr alles was geht macht, braucht man bei 40h-Woche 50% mehr Zeit, als man zum Ausgleich laut Gesetz (1/2 Jahr) hat. Aber schon 2 Wochen komplett abfeiern, lösen das Problem vollständig.
Also 1/4 komplett durchknüppeln mit gleichverteilt Urlaub, dann 2 Wochen abfeiern und dann bis zum Ende des Halbjahres normal weiter arbeiten.
Wie schon weiter oben gesagt, kommt man schon mit dem ArbZG sehr nah an die 200h ran, ohne dass man die 48h Grenze reißt.
Weiter gesponnen geht grob folgendes: 1 Monat Durchknüppel (60h Woche) und dann 3 Monate Ausgleich machen, bei
Beibehaltung Normarbeitszeit (40h/5t). Bei kein Abfeiern und bei annähernder Gleichverteilung von Feiertagen/Urlaub, kann man das Spiel 3x im Jahr machen. (ein Hoch auf Berlin, wir haben nicht so viel Feiertage)
Im Zweifel kommt es dann wirklich auf die Details an.
D.h. übrigens auch, dass man diese Drüberstunden (nicht Überstunden) im großen Maß nicht ausbezahlen darf, dann kann man die nämlich nicht mehr abbauen, bzw. geht man dann in Minderstunden.
Ich spiele das Spiel mit dem Arbeitszeitgesetz seit Jahrzehnten. Ich habe es, wenn man so will durchgespielt.
Ich bin dazu, mehr oder weniger auch intern mit entsprechenden Stellen in "Kontakt", was das Einhalten dieses Spiels angeht. Das wird dann juristisch argumentiert und nicht so lala.
Buttomline ist, dass man da wirklich sehr viel machen kann, was die Stunden angeht. Wie man hier sieht, ist das für den ein oder anderen kaum vorstellbar, was da geht. Das "Ideal" ist ein Monat mit 31Tagen, keine Freitage und der 1. liegt auf einem Montag. Da kommt man auf 270h. Also mal eben deutlich über 200h machen ist easy, unter der vollen Einhaltung des ArbZG. Sonntag wird dann schwer, weil man schon auf 60h-Woche ist und der eh an sich nur schwer zu argumentieren ist.
Wenn man Gesetze bricht, sollte man die Bruchgrenzen kennen. Dann kann man aus denen das Maximum rausholen. Das gilt vielleicht für den AN (frei nach dem Motto, alles für den Dackel, alles für den Club), viel mehr gilt es aber für den AG. Wenn er das nicht weiß, dann kanns echt übel werden, je nachdem wie der (nachweisbare) Umfang ist. Da machen die staatlichen Stellen keine Gefangen, versprochen.
Ob man sich als AN Gedanken über solche Optimierungsschleifen man sollte, kann jeder für sich bewerten.
Ist aber ein gutes Rechenbeispiel, auch für Mitarbeiter, zur Sensibilisierung, gerade im Bereich mit hohen Regelarbeitszeiten (40h Woche). Denn am Ende ist die Firma/Vorgesetze haftbar für solche Verstöße. (Kontrollpflicht)
Und wenn man nicht gerade Helikopterchef sein will, muss man die MA dazu bringen, sich des Problems bewusst zu werden. (auch das Spiel mit dem Nichtausgleich von Urlaub und Co.)
(wenn man ein Nichtausbeuterchef ist)
Raus kommt dabei, 2-3 Wochen mal durchballern OK, danach wirds blöd. (35h Verträge sind da entspannter)
Ob man bei einer Arbeitslast von bis zu 270h im Monat noch leistungsfähig ist, ist ne andere Frage. Je nach Job ist das von evtl. ja geht noch, bis zu kannste eigentlich vergessen. Und nur weil man 270h gearbeitet hat, hat man nicht für 270h Leistung gebracht. Das pendelt sich, gerade bei sonstiger hoher Grundlast, deutlich darunter ein.
@YoJo
Wo wir dann bei dir wären. Ja, die Gewerkschaften haben viel erreicht. Man sieht aber auch, dass im Gesetz viel Spielraum, mal nur bezogen die normalen Stunden, drin ist. Den hat nur eine bestimmte Seite da reingebastelt und die Gewerkschaften waren es nicht. Neben dem hier diskutierten Fall, gibt es da noch viel mehr Sachen, wo man auch weiß, wo die herkommen. Das ArbZG ist an sich nicht verkehrt, es ist aber, wie bei vielen solcher Gesetze, ein Kompromiss für beide Seiten.
Vor etwas über 100 Jahren, war die Wochenarbeitszeit bei fast dem Doppelten. Wir sind also schon einen weiten Weg gegangen.
Der Wunsch der jüngeren Generation geht ja schon den nächsten Schritt. Denen braucht man mit solchen Optimierungsschleifen nicht kommen. Das ist aber auch ein Luxus, den wir uns leisten können/wollen/müssen, das war vor 50 Jahren noch nicht so. In der Zone schon gar nicht, da war nämlich Klassenkampf...