[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wir leisten uns einen überbordenden Sozialstaat und bis zur Beitragsbemessungsgrenze sind Kosten auch echt heftig (wenn ich sehe, was bei mir in die Sozialversicherungen geht), irgendwann wird das ganze halt nur noch vom Steuersatz getrieben...da wo fast niemand hin kommt (Ausnahmen bestätigen die Regel, wie man hier sieht^^)

Die Frage ist halt, ob sich als Staat damit einen Gefallen tut, die mit Kohle können locker überall hin.

EDIT: p4n0 war schneller^^
 
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Einkommenssteuern
Ja und Einkommen plus sozialabgaben sind halt auch nicht alles. Schweden steht da oben eher so mittig. Und dann gehst du da in den Supermarkt und kaufst mal ein. MwSt des Todes. Andere Länder haben wiederum Erbschaftssteuer und Vermögenssteuern deutlich über den in DE. Bzw. haben bei geringeren Abgaben aber auch einen deutlich geschrumpften SOzialstaat. etc pp.

Die Steuersysteme allein in Europa sind massiv verschieden. Die Leistungskataloge des Sozialstaates sind massiv verschieden. SIch da dann nur gewisse Teile anzusehen und dann zu sagen, die haben viel weniger Abgaben ist halt einfach nur Irrsinn.

@p4n0 Mal von der Liste ausgehend, wo hast du 30% mehr in der Tasche? Oo
 
@p4n0 Mal von der Liste ausgehend, wo hast du 30% mehr in der Tasche? Oo
Total easy. Ich kann als IT fuzzi Steuernomade werden und auch das Gehalt deutlich weiter nach oben treiben.
Als spanischer Freelancer laesst sich gut was reißen.
 
also wenn ich Spaniens Abagbenlast von Deutschlands abziehe, bleiben da keine 30% stehen...

Zudem folgt dann direkt die Frage: Warum machst du es nicht? irgendwas scheint dich ja zu halten...
 
Wir leisten uns einen überbordenden Sozialstaat
Ich finde wir leisten uns eine ineffiziente Verwaltung. Der Sozialstaat darf gerne bleiben, ich zahle gerne was ein für Leute die es brauchen. Das Problem fängt woanders an und durch das Signal was jetzt gesendet wird (also einfach mehr Geld drauf werfen durch Steuererhöhung und "Sondervermögen") ist ja klar: Daran will man nichts ändern, bloß keine Reform.
 
Zudem folgt dann direkt die Frage: Warum machst du es nicht? irgendwas scheint dich ja zu halten...
Du wirst langsam echt anstrengend Musti. Ich aendere Sachen in meinem Leben, die mir nicht passen. NOCH gefaellts mir hier ganz gut. Aber die Entwicklung passt mir trotzdem nicht. Ist das irgendwie nachvollziehbar?
 
Ja, die Frage stellt sich aber. ISt sie nicht legitim? Das ist nämlich genau der Punkt. NOCH ist der Vorteil bei DE.

Ich darf dich bzw. alle drauf hinweisen, dass die hier gepostete Tabelle ein Durchschnittswert darstellt, der unter anderem durch das durchschnittliche Einkommen der jeweiligen Länder beeinflusst wird. Spanien liegt dort so niedrig, weil der Durchschnittslohn so gering ist. Die Steuertabelle ist nämlich der deutschen gar nicht unähnlich. Mit 40k Bruttolohn zahlst du in Spannien bereits 37% Einkommenssteuer. Dir fällt die Diskrepanz zur Tabelle auf?
Hier mal eine Quelle. Ich hoffe die Diskrepanz zur Tabelle von Drunken wird hier am Beispiel Spanien oder auch DE (Die Tabelle sollten wir ja so halbwegs kennen) deutlich. Immer vorsichtig damit, wenn man nicht weiß, was eine Tabelle auf welcher Basis darstellt.

PS: noch eine Quelle zu den Löhnen: https://www.costanachrichten.com/sp...mmen-gehaelter-renten-vermoegen-93331359.html
 
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Er geht für das Gehalt wenigstens arbeiten und hat es nicht irgendwoher geerbt und mit windigen Steuerkonstrukten die Steuer vermieden.
Ich hatte im Arbeitsleben, aber auch genug Einkäufer erlebt, die sich ihren Bonus auf Kosten des Rests der Produktionskette "erschlichen" haben.
Da wurden Qualitätsvorgaben aus den Entwicklungsabteilungen missachtet und vom Einkäufer die billigste Hinterhofbude in China oder Vietnam beauftragt.
Gut, der/die Einkäufer hat/haben in diesen fällen Lücken im System der Qualitätssicherung ausgenutzt. Trotzdem eine unfeine Art gewesen.
Die Qualitätsprobleme musste dann die Entwicklungsabteilung wieder lösen, weil ja alles plötzlich zeitkritisch war als die Schrotteware aufm Hof stand.
Der/die Einkäufer war/en weitergezogen und hatten ihre Boni schon längst eingesackt.
 
Müssig diese Diskussion immer wieder. Was einfach nicht angehen kann ist das einfach immer mehr genommen wird aber die Leistungen gleichzeitig konstant schlecher werden.

Ich plane nicht auszuwandern, aber man wird sich über solche News ja wohl mal noch gepflegt aufregen können. Vor allem wenn es von Parteien kommt die man selber nicht mal gewählt hat.
 
@jurke finde ich nicht. Bin mir sicher dass viele dieser Menschen langsam darueber nachdenken auszuwandern bzw. Massiv Steueroptimierungen zu betreiben. Mir persoenlich geht das langsam echt auf den Zeiger. Abgaben des Todes aber benutz mal die Infrastruktur (BAB, Bahn, Internet) oder Krankenkasse. Echt keine Lust mehr auf die Shitshow.

Wir haben kein Einnahmenproblem. Unsere Kohle versickert einfach an massiver ueberbuerokratie und Wasserkopf. Erstmal aufraeumen statt weiter zu schroepfen. Danke :d
Vielleicht fehlt zu meiner knappen Aussage ein bisschen Kontext.
Grundsätzlich denke ich auch, dass die politische Lösung nicht darin liegen kann, immer nur die Einnahmenseite zu erhöhen. Zur allgemeinen Abgabenlast wurde ja passend was gepostet.
Ich wollte verkürzt lediglich andeuten, dass wenn was in die Richtung passiert, nicht nur die "Mitte" geschröpft wird, sondern die Höchststeuersätze deutlich höher ansetzen. @drunkenmaster hat die Steuerprogessionskurve ja ebenfalls angesprochen.
Anbei ein interessanter Artikel dazu:
https://archive.ph/CcR88
Gegen Ende des Artikels wird ein alternatives Einkommenssteuermodell angerissen, was untere und mittlere Einkommen komplett entlastet. Interessant, was alles möglich wäre.
Ich denke auch, dass zumindest mal bis Midijob-level (also so 2000,-/Monat) die Steuer wegfallen könnten. Das würde auch die zu Recht geführte Debatte über den Abstand der arbeitenden Bevölkerung zur Grundsicherung entspannen.

Darüberhinaus finde ich es, sagen wir, höchst merkwürdig, warum nicht stärker auf die Kapitalseite geschaut wird. Bei einer jährlichen kolportierten Erbmasse von ca. 400 Mrd. € ist mit angepasster Erbschaftssteuer hier viel mehr zu holen, als die 12 Mrd. € in 2023 (https://de.wikipedia.org/wiki/Erbschaftsteuer_in_Deutschland). In dem Zug könnte man die Abgabenlast durch Erwerb deutlich reduzieren. Klingt so, als wären dann über 90% der Bevölkerung happy.

Edit: Damit es nicht komplett off topic ist, ich bin gespannt wie das Schlichterergebnis zum TVÖD aussehen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Steuerdiskussionen könnten wir echt mal lassen (oder die Mauler schauen mal, wie hoch die Einkommenssteuern so in der restlichen westlichen Welt sind, ich denke, das würde den ein oder anderen mal erden). Der Maßstab sind nicht Dubai, die Caymans oder die Kanalinseln...
Oh ich denke da haben wir noch gar nicht angefangen. Ist jetzt schon zu hoch und 49% wäre echt ne Frechheit.
 
Zu hoch im Vergleich zu was? Wir führen hier wieder ne Scheindebatte anhand von Bildchen, die nicht das wiedergeben, was damit verbunden wird. Die Einkommenssteuer in Spanien ist in der Regel bei gleichem Einkommen höher als in DE. Die Steuertabelle habe ich angehängt, die deutsche sollte bekannt sein. Trotzdem wird behauptet, auf Basis von Bildern, die man nicht verstanden hat, dass die Abgabenlast in Spanbien als Beispiel erheblich niedriger sei als in DE.

Aber hey, wenn nur stumpfer Stammtisch gewünscht ist, bitte. Wir haben in DE genau die Politik, die die Mehrheit der Deutschen verdient, weil er sie wählt.
 
Hä? Was interessiert denn der Rest der westlichen Welt? Ich wohne in Deutschland und zahle hier Steuern. Was juckt da Spanien? Es ist einfach zum Kotzen, dass die Mittelschicht es wieder retten muss. Klar, dann noch einen Sockelbetrag bei den Tarifverhandlungen und schon leidet die Mittelschicht wieder. Mit 80k Brutto stand man vielleicht vor 20 Jahren gut da aber heute macht man damit auch keine großen Sprünge mehr.
 
Man muss es lieben....

"Wir haben sie ne hohe Abgabenlast im Vergleich zu anderen Ländern!"
"Moment, das stimmt nicht, siehe...."
"Was interessieren mich andere Länder!"

-.-
 
Vermögenssteuer steht auch im Papier, das ist aber sicher nur ne Nebelkerze, einfacher ist halt der Abzug vom Brutto.
 
Ja hast du. Was ziemlich eindeutig erkennbar ist. Davon ab, wenn man sagt, etwas ist zu hoch, muss ja irgendein Massstab da sein, woran man das bemisst. Oder woran machst du fest, das die Steuer-/Abgabenlast in DE zu hoch ist?
 
Man könnte weit ausholen und die Ausgaben hinterfragen, welche die fehlenden Steuereinnahmen begründet. Aber um bei der Steuererhöhung zu bleiben frage ich mich, warum nicht alle gleichmäßig erhöhen aber dafür alle etwas weniger Prozente? Wenn man jetzt mit Sozialstaat kommt, warum halten uns dann nicht die ganzen Superreichen aus? Wäre auch sozial.
 
warum nicht alle gleichmäßig erhöhen
Wer ist hier alle? Und wenn die die Arbeitnehmer meinst, hast du das System eine progressiven Steuerstaffel verstanden?

Der mit größte Block, wo unsere Steuereinnahmen hin verschwinden sind Renten. Wie willst du dieses Problem kurzfristig lösen?

ICh empfehle dazu diese Seite: https://www.bundeshaushalt.de/DE/Bundeshaushalt-digital/bundeshaushalt-digital.html klickt man auf die jeweiligen Ministerien spalten sich im Kreisdiagramm die Kosten dort weiter auf. Aus den 36,7% des Amtes für Arbeit und Soziales werden dann wiederum fast 75% oder 132,887 Milliarden Euro, die für "Rentenversicherung und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung" draufgehen.
 
Kapitalertragssteuer rauf, Bürgergeld weg, Zuckersteuer, Digital Sales Tax... gäbe genug andere Einnahmequellen.
 
die kenne ich und die fängt halt nicht bei 42%
Dann hast du "progressiv" definitiv nicht verstanden... Denn da gibt dann nur einen Höchststeuersatz und einen "Zuschlag". Der Höchststeuersatz ist in DE historisch niedrig.
Habe nochmal geschaut und nein, du hast mit deiner westlichen Welt angefangen.
Nö. Ich habe nur vorgeschlagen, mal woanders hinzusehen, damit man mal versteht, wo wir in DE stehen. Darauf hin wurde ein Tabelle gepostet, die suggiert bzw. auch so interpretiert wurde, dass die Abgabelast massiv höher wäre in DE als im Vergleich unter anderem zu Spanien, auch in Bezug auf die Einkommenssteuer. Und das ist nun mal schlicht falsch. Wenn wir im Inland bleiben wollen ohne VErgleich zum Ausland, ist deine Aussage mit "zu hoch" aber auch nicht nachvollziehbar, weil zumindest der Höchstsatz auf die Einkommenssteuer historisch niedrig ist. Deswegen meine konkrete Nachfrage, woran wird denn gemessen? Was ist die Relation, an der sich das "zu hoch" bemisst?

Kapitalertragssteuer rauf
Hat Habeck vorgeschlagen, wurde fast dafür geköpft, SPD schlägt es etwas anders nun auch vor, wird massiv dafür angegangen. Bürgergeld weg? Und dann? Sozialstaat weg? Zuckersteuer ist auch nicht neu, scheitert auch an der Bevölkerung letztlich.

Die einen Verweisen, wie du hier auch, auf die Ausgabenseite und wollen Dinge streichen, die kaum relevanten Einfluss haben. Nochmal: 1/4 des deutschen Steueraufkommens geht für Renten und Grundsicherung drauf. Fakt. Quelle dazu gabs oben.
 
Hat Habeck vorgeschlagen, wurde fast dafür geköpft, SPD schlägt es etwas anders nun auch vor, wird massiv dafür angegangen. Bürgergeld weg? Und dann? Sozialstaat weg? Zuckersteuer ist auch nicht neu, scheitert auch an der Bevölkerung letztlich.

Die einen Verweisen, wie du hier auch, auf die Ausgabenseite und wollen Dinge streichen, die kaum relevanten Einfluss haben. Nochmal: 1/4 des deutschen Steueraufkommens geht für Renten und Grundsicherung drauf. Fakt. Quelle dazu gabs oben.
Is mir doch egal was Du oder sonst wer vorgeschlagen hat, das wären meine Maßnahmen, wäre ich in der absoluten Mehrheit am Drücker. Dieser Thread ist wohl kaum dazu da, den politischen Umsetzungswillen zu diskutieren. Da würd ich sogar von den Mods erwarten, hier durchzuwischen. Streichen würde ich noch ganz andere Sachen, aber dann ist hier direkt zu, das muss ja auch nicht sein.

Wenn einem die Abgabenlast auf die Nerven geht, ist es absolut nachvollziehbar, dass man das auch kund tut.

Edit: Da sich rein fiskalisch betrachtet anscheinend das Dienstwagenprivileg für den Staat auch nicht rechnet, würde ich das auch noch abschaffen. Selbst durch die geringere Umsatzsteuer durch Absatzverluste von ABM.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist halt einfach irgendwas vorzuschlagen, wenn man es weder umsetzen muss noch die Konsequenzen trägt und einfach so tun kann, dass das die Probleme löst.
 
Ich verstehe immer nicht warum es bei der Diskussion um CO2 Sparen immer heißt "jede Kleinigkeit zählt", bei der Steuer/Staatsausgaben aber nur gesagt wird "das macht ja nicht viel aus".

Und gerade Grundsicherung im Alter. Könnte man alles durchaus optimieren. Erster Schritt wäre, es gibt nur eine Stelle. Sprich Wohngeld/Bürgergeld/Kinderzuschlag/Grundsicherung im Alter kommt von einer Behörde. Das würde die Bedürftigen entlasten und aber auch in der Verwaltung massiv einsparen.

Btw, bin mal gespannt, ab April bin ich in der Firmus, mal sehen wie viel mehr Netto tatsächlich Rum kommt
 
Weil ich es gerade vorhin erwähnt habe, es gibt ganz brühwarm die Schlichtungsempfehlung für den Tarif TVÖD Bund/VKA.
Ich kopiere das einfach mal hier rein.
  • Laufzeit: 27 Monate - 01.01.2025 - 31.03.2027
  • Entgelt:
    • 01.04.2025: +3,0%, mindestens 110 €
    • 01.05.2026: +2,8%
  • Erhöhung der Jahressonderzahlung ab 2026:
    • VKA:
      • 85% in allen Entgeltgruppen
      • E 1 bis E 8 nur BT-K und BT-B
        info.png
        : 90%
    • Bund:
      • E 1 bis E 8: von 90% auf 95%
      • E 9a bis E 12: von 80% auf 90%
      • E 13 bis E 15: von 60% auf 75%
  • 3 zusätzliche Urlaubstage gegen freiwillige Verringerung der Jahressonderzahlung möglich, außer BT-K und BT-B
    info.png
  • zusätzlicher Urlaubstag ab 2027 für alle Beschäftigten
  • freiwillige Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 42 Wochenstunden möglich
    das Entgelt erhöht sich entsprechend zuzüglich eines Zuschlags auf das Tabellenentgelt der Stufe 3 der jeweiligen Entgeltgruppe:
    • E 1 bis E 9b: 25%
    • E 1 bis E 9b: 10%
  • Erhöhung Zulage für Schichtarbeit von 40 € auf 100 € zum 01.07.2025
  • Erhöhung Zulage für Wechselschichtarbeit auf 200 € zum 01.07.2025
  • Angleichung Unterschiede Tarifgebiete West und Ost im Bereich des Bundes
  • Auszubildende, Studenten, Praktikanten:
    • 01.04.2025: +75 €
    • 01.05.2026: +75 €

Mal schauen, was verdi und die Arbeitgeber mit machen...
 
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