Ich bin auch seit 25 Jahren in der IT tätig und bei mir kam es auch schon öfter vor das man auf 200h im Monat kommt, wenn der Serverraum neues Netzwerk bekommt oder viele neue Server. Kann das nur am Wochenende gemacht werden, wenn kein anderer Arbeitet. Und dann kommen nochmal 40 Stunden easy im Monat dazu.
Das müsste aber nicht sein, sondern ist eher ein Produkt schlechter Planung.
Klar lassen sich machne Dinge nur am Wochenende erledigen wenn keine Last da ist, aber dann am Freitag so ca. 8,25h Vorbereitung, Samstag und Sonntag je 9,5h Umbauarbeiten, Montag nochmal ca. 8,25h und Dienstag 5,75h Nachbereitung und dann dafür Dienstag Nachmittag, Mittwoch und Donnerstag als "Ersatzwochenende" sollte schon machbar sein.
Zumal eine Gehaltssteigerung per se auch gar nicht selbstverständlich sein sollte. Wenn man den gleichen Job macht, warum dann mehr (über den Inflationsausgleich hinaus) bekommen. Mehr Gehalt sollte auch mit irgend einer Entwicklung einher gehen. Also, außer älter werden.
Eine kleine Reallohnsteigerung sollte schon auch ohne Karriereaufstieg drin sein, denn normalerweise sollte das Ziel sein ein Wirtschaftswachstum zu haben das über der Inflationsrate liegt, und natürlich sollten daran auch die Arbeitnehmer (und auch Rentner, Eltern in Elternzeit, Befög-Studenten, etc.) ein bisschen partizipieren.
Natürlich kann man keine riesigen Reallohnsteigerungen ohne Karriereaufstieg erwarten, aber so etwa 0,3% ... 0,8% p.a. über dem Inflationsausgleich sollten schon drin sein.
Weil es mehr ist als die Inflation und somit defacto ne Gehaltserhöhung?
8% auf 33 Monate also 2,75 Jahre sind doch nichtmal Inflationsausgleich.
Das sich rechnerisch etwa 2,9% p.a. aber nur Brutto und nicht Netto. Netto ist es immer allein schon wegen der Steuerprogrogression und diverser Sozialversicherungsfreibeträge immer etwas weniger. Jedenfalls für die Meisten. Für Besserverdiener die über den ca. 67K Grenzen vom Spitzensteuersatz und der Beitragsbemessungsgrenze für die Kranken- und Pflegeversicherung und vielleicht sogar über die ca. 95K Grenzen der Renten- und Arbeitslosenversicherungen kommen, sieht es natürlich besser aus.
Aber aktuell kommt ja noch hinzu das ständig irgendwelche Sozialversicherungsbeiträge steigen, erst die Plegeversicherung, und dann vorallem der Krankenkassenzusatzbeitrag.
Netto dürften dann so etwa 1,6% rauskommen.
Und angesichts der aktuellen Inflationsraten ist das eben weniger als der Inflationsausgleich.
Bei der Bahn sehe ichs zum Glück nicht kommen dass HO wieder abgeschafft wird.
Wieder zu 3, 4 und mehr Tagen Präsens ist für mich kaum vorstellbar.
Zuviel Home-Office ist aber fast immer schädlich für das Betriebsklima und Innovationsfähigkeit eines Unternehmens, und geht oft bis zum Runterwirtschaften auf Verschleiß. Und gerade Letzteres ist ja bei der Bahn eh schon ein Problem.
Denn nicht alle Tätigkeiten lassen sich ins Homeoffice verlagern. Bei der Bahn ist es das ganze Fahrende Personal, bei einem Krankenhaus die Ärzte, Pflegekräfte, Labormitarbeiter, etc.
Wenn die ganzen Führungskräfte nur im Home-Office sitzen, bekommen sie garnicht mit wie gross die Probleme sind, und das die Mitarbeiter vor Ort leisten. Sondern drehen dann lieber die Daumenschrauben immer noch enger, um in ihrem Home-Office schönere Zahlen zu sehen. Anderseits gibt es dann aber auch noch mehr Neid seitens der Mitarbeiter die kein Home-Office machen können, und immer bescheuertere Dienstpläne bekomme.
Das mit HO ist echt ein Thema. Bei uns geht man den Weg umgekehrt. Büroflächen werden verringert und kleinere Gebäude angemietet.
Genau das ist eins der Probleme mit dem Home-Office, das man wenn man es gut machen will, als Arbeitgeber trotzdem nicht viel sparen kann.
Hätte man feste Präsenzzeiten für alle Mitarbeiter, sagen wir z.B. Mo / Mi / Fr 8:45-12:15 (damit es z.B. auch für Leute passt deren Kinder von 8-13 Uhr in der Kita sind) kann man die Büroflächen trotzdem nicht reduzieren und keine Kosten sparen, weil man zu diesen Zeiten ja trotzdem die gesamte Bürofläche benötigt.
Macht man hingegen Präsenz für unterschiedliche Teams zu unterschiedlichen Zeiten, dann kann man zwar Büroflächen sparen, aber dann ist ähnlich wie beim reinen Home-Office so gut wie kein Austausch zwischen den unterschiedlichen Teams mehr möglich, und der Blick für das Grosse Ganze geht trotzdem genauso verloren.