[Sammelthread] Erfahrungen zu Photovoltaikanlagen

Habe nun übrigens gestern abend noch meine Problematik mit den Modbus Registern "lösen" - oder vielmehr umgehen können. Lese jetzt per Modbus lediglich die Sensordaten aus, die ich sehr genau und aktuell brauche (1s Abfrageintervall). Also sowas wie PV Erzeugung in Watt oder AC Verbrauch in Watt etc. Die ganzen Verbrauchszähler hole ich mir jetzt aus der Solarman Integration. Die werden per Netzwerk aus dem RS232 WiFi Modul nun ausgelesen. Da brauch ich mir keinen Kopf über irgendwelche Modbus Registers mehr zu machen. Da reicht es, wenn ich die alle 5-10 Sekunden erhalte. Es würde da sogar alle 60 Sekunden oder so reichen. Sei es drum.

Jedenfalls habe ich mir jetzt im Home Assistant ein ziemlich nettes Dashboard gebastelt. Ich erfasse derzeit schon den Verbrauch folgender Großverbraucher:

- Waschmaschine
- Trockner
- Gas-Therme (Stromverbrauch)
- mein PC + Home-Office etc.
- Tesla Wallbox
- VW ID Wallbox
- Unifi-Equipment (PoE Geräte)

da kommen demnächst noch ein paar mehr dazu. Jedenfalls kann ich mir so den Verbrauch ziemlich detailliert auf den einzelnen Verbraucher herunterbrechen. Ich lasse das mal ein paar Tage erfassen und poste dann hier mal ein Update dazu.

Ich musste mir für manche Sensoren noch ein Integfralsensor schreiben, der aus einem Watt-Wert einen kWh-Wert rechnet und als Sensor darstellt. Den Verbrauch der Waschmaschine, Trockner, Gas-Therme etc. berechne ich mir so mit erinem Integral, der die aktuelle Leistung in Watt (gemessen mit einem Tuya Smart Plug) in kWh berechnet stündlich.
 
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Mein 800W Zendure Balkonkraftwerk läuft sehr zufriedenstellend.
Jänner 2025 (Inbetriebnahme 18.01. ca. Mittags) = 36,35kW
Februar = 70,29kW
März (trotz 9 Tagen Regenwetter) = 112,70kW
Summe =219,34kW.
Wenn ich von 2/3 Eigenverbrauch ausgehe sind das ~146kW * 0,38€ = 55€ Ersparnis.
Ist ganz OK für 10 Wochen, quasi alles vor Tag-Nacht Gleiche.
 
Hab mir das auch mal eben aus HA ausgeben lassen, BKW läuft wie man sieht seit ich glaub Mitte-Ende Juni. Bin zufrieden, Investitionskosten waren ~350€ inkl Halterung und Co.

IMG_1286.jpeg
 
Für die bkw Leute hier die evtl über Akku nachdenken und unentschlossen sind.

Also ich bin echt viel zu Hause und Versuch den Strom zu nutzen so gut es geht.

Bisher dieses Jahr generiert 120kwh
Davon effektiv genutzt 60kwh
Bleiben 60 ins Strom Netz verschenkt, sprich 18€ bei 0,30€ im ersten Quartal.

Mein bkw wird sich zum Ende des Jahres amortisiert haben (August 2024 gekauft).

Akku seh ich nicht.

Nur mal mein Feedback.
Ich würde behaupten, Akku rentiert sich in 9 von 10 Fällen nicht.
 
  • Danke
Reaktionen: def
Bei Balkonkraftwerken? Puh... ich bin da auch eher bei @Pommbaer80s
 
Also wenn ich von meinen 50% ausgehe, dann seh ich das bei mir auch nicht. Klar mehr Eigennutzung wäre schön, muss aber auch sagen, das bei mir auch n paar Wochen fehlen, wo nix mit HO war in dem Zeitraum. Wechselrichter würde ich dann auch tauschen wollen, Akku über Netzbetrieb seh ich nicht ein.
 
Es kommt halt immer auf den (Nacht)Verbrauch und den Investitonskosten an.

Man kann sehr sicher davon ausgehen das die meisten Heimspeicher die in Rahmen von komplett anlagen gekauft werden sich wirklich zu 90% nicht rentiern.
Solche Speicher kosten derzeit halt immer noch 400-800€ pro kWh Speicher.

Um Kosten von 500€/kWp rauszuholen muss der Speicher gute 12 Jahre jedes Jahr 200 Vollzyklen leisten.
Und das werden die meisten normalen Haushalte kaum schaffen weil viele nichtmal auf 200Vollzyklen kommen werden.

Auch die BKW Speicher liegen halt derzeit auch in genau dieser Preisrange.

Ganz anders sieht das natürlich bei günstigen (LV) Speichern aus die es derzeit ab 120€/kWh (gab auch schon Basegreen für 108€/kWh) zu kaufen sind bzw. Selbstbau wo man auf bis zu 80€/kWp runterkommen kann.

Aber auch da ist am Ende der Gewinn in meinen Augen eher gering wenn man auch mal den zeitlichen Aufwand bedenkt, aber es ist ja für viele ein Hobby und dann ist es ein sehr sehr günstiges Hobby.
 
Was ich grundsätzlich nicht verstehe ist, dass die HV Akkus nach wie vor so viel teurer sind. Es geht nicht in meinem Kopf. Die Zellen sind lediglich anders Verschaltet und man kann sogar die kleinen 100 Ah Zellen nehmen um die Spannung zu erreichen. Im Prinzip den Ausschuss der damaligen LFP Zellen.

Für jede kleine Anlage wo man Wechselrichter bis sagen wir mal 20 kW nutzt amortisiert sich HV im Prinzip fast nie innerhalb der Regelnutzungsdauer. Wenn man LV Speicher nimmt und nicht durch den Solateur UVP Aufschläge zwischen 30 und 100% in Kauf nimmt kann das ganz schnell gehen. Zumindest mal 5-10 kWh sind dann schnell abbezahlt durch die Ersparnis. Und dass ein kleiner Akku auch viel netzschonender ist als Vollseinspeiseanlagen oder generell Anlagen ohne Eigennutzung ist auch klar.
 
Du darfst aber nie von dir ausgehen. Die Mehrheit muss die aufpreise bezahlen.
 
Deshalb meine ewige Predigt, nie ein Komplett Paket zu kaufen. Holt euch einen Dachdecker und Elektriker einzeln und kauft die Geräte selbst in Absprache mit dem Elektriker.
 
@def und @Pommbaer80s haben sich, genau wie ich auf Balkonkraftwerke und Speicher eben für diese bezogen.
Dass sich Speicher bei richtiger Dimensionierung und Nutzung bei einer großen Anlage rentabel sein mag kann gut sein.
 
@even.de
Ich bin gerade bei der Planung meiner Anlage und kurz vor der Beauftragung eines solchen Komplettpakets. Ich hatte zwischenzeitlich zig Angebote für 10 bzw. 12kWp Anlagen in schlüsselfertig für 14-27k€. Die Range ist einfach unglaublich bei den Solarteuren bzw. Vermittlerfirmen mit viel Marketing. Man könnte meinen es herrscht(e) Goldgräberstimmung. Einige diktieren einem förmlich die Marken, die sie verbauen, was die Auswahl noch zusätzlich einschränkt. Bis ich aber mal einen Belegungsplan hatte, der mir die tatsächlich mögliche Maximalzahl an Modulen auf dem Dach aufzeigt, hat es 4 Monate gedauert. Vorher haben alle Pi mal Daumen 20-23 Module gesagt. Tatsächlich passen jedoch 27 Module. Gerade mal ein Betrieb hat Ziegel gezählt und mein Favorit hat mit einer Drohne das Dach aufgenommen. Der Rest ist mit echt miesen Google Maps oder sonstigen Satbildern an den Start gegangen und hat gelinde gesagt geraten. Mit Schema F Angeboten und echt schlampigen lustlosen Belegungsplänen wurde gezeigt, dass sie kein Bock auf ihren Job hatten, aber das Geld gerne mitnehmen würden.

Mit etwas Geduld bin ich nun an einen Betrieb geraten, der für ~1500€ / kWp incl. Speicher die Anlage aufs Dach und in den Keller bringt. Ist ein solider lokaler Betrieb mit angestellten Elektromeistern etc. und keine Wanderkolonne bzw. Vermittlerfirma, die nur Subunternehmer beauftragt, die man später nicht wirklich greifen kann. ~1150€ / kWp ohne Speicher ist eigentlich ganz ok, und der 10er BVD HVS Speicher kostet nun mal knapp unter 4k.
Alleine einen Elektriker zu finden, der einem den selbst installierten Kram abnimmt, anschließt und beim Netzversorger durchkämpft ist fast Mission Impossible. Abgesehen davon - wenn das Dach 6m hoch liegt, muss man sich auch erst mal trauen da oben mit 20-25kg Modulen spazieren zu gehen. Ich für mich habe zumindest beschlossen dies nicht selbst zu tun, auch wenn handwerkliche Fähigkeiten gegeben wären - Kinder und Freundin hätten mich lieber nicht auf dem Dach, also heisst es in den sauren Apfel beissen und zu der Hardware (Fronius, BYD, IBC Solar Module), die gut 10-11k kostet halt die Dienstleistung zu bezahlen. Aber selbst ein Gerüst mieten/aufbauen und den Elektriker bezahlen macht bestimmt auch 3-5k am Ende aus incl. Anmeldung beim Netzversorger und ins Register. Da erscheint mir mein Aufpreis für das schlüsselfertige Paket gar nicht mehr so hoch incl. Montage etc. pp.

Meine aktuelle Rechnung besagt, dass sich der Speicher vermutlich noch vor dem Rest der Anlage amortisieren wird. 10kWh Speicher wären laut Simulation im PV Tool nach gut 6 Jahren durch. Die Anlage komplett nach ca. 9,7 Jahren. Selbst wenn es 1-2 Jahre länger dauern sollte oder kürzer, wäre das nicht dramatisch, weil ich Überzeugungstäter bin. Wenn ich dicke Rendite wollen würde, würde ich das Geld in die Börse stecken. Sollte evtl. noch ein E-Auto dazu kommen, geht es vermutlich noch schneller. Bei Angeblich 6000 Zyklen bei den Akkus dürfte der auf jeden Fall eine Weile halten, wenn man gerade mal 200-220 Vollzyklen / Jahr schaffen soll (wenn man nicht gerade dynamische Stromtarife hat und auch aus dem Netz lädt).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso ist der Beitrag jetzt explizit an ihn gerichtet? Hört sich doch solide an.
 
@wallsofjericho
Es mag wenige gute Komplettanbieter geben. Aber dein Bericht bestätigt ja im Prinzip dass die meisten einfach Müll sind.

Ich habe nicht geschrieben, dass man es selbst installieren soll. Nirgends. Die elektriker können es doch selbst installieren. Dann ist auch die Anmeldung kein Problem.
 
@Slezer
fand das passt zu dem: nie ein Komplettpaket kaufen und die HV Speicher rechnen sich in der Regel nicht. Soll auch kein Angriff sein, sondern nur ein Blickwinkel aus meiner naiven aktuell planerischen Perspektive. Ab Mai/Juni kann ich evtl. Erfahrungsberichte abliefern.

@even.de
Zugegebermaßen hast du das nicht gesagt. Ich will auch niemand mit dem Post angreifen, sondern nur eine andere Perspektive abliefern. Ich habe mich tatsächlich mit dem Gedanken befasst selber aufs Dach zu steigen, als ich so ein 24k Angebot bekommen habe 🙃.

Auf jeden Fall gibt es sehr viele schwarze Schafe da draußen, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen und teilweise gar keine oder schlechte Arbeit abliefern. Bei mir hat es nun 20 Betriebe gebraucht, bis ich ein richtig gutes Bauchgefühl hatte und auch die Zahlungsmodalitäten gepasst haben. Ich frage mich immernoch, wer bei den ominösen Vorkassefirmen 10-20k Anzahlung leistet, ohne zu wissen, ob da jemals etwas aufs Dach kommt. Noch krasser finde ich die Betriebe, die reine Vertriebler haben, die diese lustlosen Planungen machen und dann womöglich 4-10k Preisaufschlag auf die Angebote von Subunternehmern aufschlagen.
 
Es müsste in Deutschland gesetzlich verboten werden, Aufschläge auf Ersatzteile und generell auf Materialkosten zu erheben. Das ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar wie so etwas gerechtfertigt sein soll.
 
@even.de
das widerum ist relativ einfach: Beschaffung, Lagerung, Transport zum Kunden und der Installateur haftet dann ja glaube ich 5 Jahre im Baugewerbe, also muss irgendwo ja auch ein Gewährleistungsaufschlag drauf. Fixkosten der Handwerker werden auch häufig über die Preisaufschläge finanziert anstatt das über die Stundensätze zu kompensieren.

Machen wir in meinem Job im Dienstleistungssektor auch - sind dann halt 20% Aufschlag auf unsere Festpreis-Gewerke. Aber diese ultra Premium Wucherpreise bei Dingen wie Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen, wo die HW-Preise recht transparent abrufbar sind, sind einfach nur frech.
 
@even.de
Na ja, dann läuft es eben wie in der Sanitärbranche. Da berechnet Dir der Installateur die UVPs (die bei PV bei Gesetzesänderung sicher entsprechend vorher noch "angepasst" würden) der Keramik und Du hast dann trotzdem 40-60 % Aufschlag zum Straßenpreis an der Backe. Da braucht sich niemand zu wundern, wenn Schwarzarbeit boomt.
 
Meine aktuelle Rechnung besagt, dass sich der Speicher vermutlich noch vor dem Rest der Anlage amortisieren wird. 10kWh Speicher wären laut Simulation im PV Tool nach gut 6 Jahren durch. Die Anlage komplett nach ca. 9,7 Jahren. Selbst wenn es 1-2 Jahre länger dauern sollte oder kürzer, wäre das nicht dramatisch, weil ich Überzeugungstäter bin.
Sorry aber das haben ich noch nie gehört das ein 400€/kWp Speicher sich vor der eigentlichen PV amortisiert.
 
@Falo999
Mit kwp wird es schwer, mit kWh könnte es klappen. Da der Andreas Schmitz nicht auf den Kopf gefallen ist, denke ich, dass die Zahlen schon +-10% hinkommen sollten. Siehe Tabelle im Bildchen.

Da Weibchen zu faul war den Stromtarif zu wechseln, sitzen wir nun 32 Cent anstatt der von mir angegebenen 30 Cent / kWh. Je nachdem wie sich die Preise entwickeln könnte das dadurch noch schneller gehen. Aber ich hab lieber nen günstigeren Stromtarif als ne schneller amortisierte Anlage.
 

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