Ein innerhalb der Community wohl ziemlich bekanntes Stück Obst - die
@zitres -🍋 war es - hat kürzlich ein echtes Einhorn feilgeboten,
leider zu einem allzu fairen Kurs. Deshalb steht das große und schwere Viech, das vor ein paar Jahren bereits in seinem Artikel "
Das 1800-Layout - ein Reisebericht" zu sehen war, jetzt in meinem Stall. Gemeint ist die
CherryB Zanbato1800
die nach ca. vier Jahren noch immer wie neu aussieht. Anodized black case, silver aluminium plate, gleich zwei solder PCBs dabei, Durock screw-ins v2 drauf und Gateron Oil Kings, soweit die wenig aufregenden specs. Auf den Boards, die schon länger in meinem Besitz sind, bin ich gerade dabei, Durocks auszusortieren. Hier kann ich mich davon abhalten, weil die Stabis besser gelubed sind, als ich es selbst bei Durock je hinbekommen habe. Sollte das zweite PCB irgendwann zum Einsatz kommen müssen, würden QMX (und eine neu angefertigte plate!) Verwendung finden, aber entlöten ist unnötig.
Kalt bleiben konnte der Lötkolben trotzdem nicht, da sich der Erstbesitzer für ein recht exotisches bottom-row-Layout entschieden hatte - 7u bar ist funktional, hübsch und kompatibel, aber 6x 1u sagt mir nicht zu. Nicht nur der höheren Trefferquote wegen wollte ich lieber 4x 1.5u neben der Leertaste sitzen haben. Wer sich schon einmal in der Geschichte der Cherry G80-1800 und der Suche nach all ihren Ablegern verloren hat, der könnte sich beim Anblick der Zanbato an diese Recherche erinnern: Genau, das
prism case, ein Detail der GOUPIL-Tastaturen aus Frankreich. Wer nachsitzen möchte, dem sei die
G80-1861HAF, die
G81-3061SAG oder die
G81-0991HAF ans Herz gelegt. Alle haben die großen modifers, die die Zanbato deshalb ebenfalls bekommen hat. Und alle GOUPIL-Boards haben einen auffälligen weißen Schriftzug, den ich aus einem hochaufgelösten Foto herausgeschnitten habe, um ihn plotten zu lassen. Etwas zu groß ist er geraten im Vergleich zum Original, dürfte so aber auch die Folgen einer Putzaktion von sich abhalten können.
Dann konnte GMK Fuji Einzug halten. Ein Set mit sub-legends wollte ich schon immer mal haben, aber nicht als UV-print. Der Support bestätigte double-shots und das sehe ich auch so. Da mir die Akzente mit weiß auf rosa mangels Kontrast nicht zusagen, kommen GMK Tik R2 Galaxy und die
CYL Logo Artisan noch mit dazu.
Wie ein großes Alu-Board mit gasket-mount und einer leaf-spring-plate aus dem gleichen Material so klingt, wisst ihr: clacky². Linear heißt deshalb noch lange nicht leise. Das Tippgefühl kommt kaum über den Mainstream hinaus, ein Hin- und Herwechseln zwischen Ampersand und Zanbato (ja genau, 40% gegen 1800!) bestätigt alte Erkenntnisse: Die Menge an flex und bounce hat nichts mit der Größe und dem Layout zu tun. Und: gummyworm-/ O-Ring-mount ist dem gasket-mount überlegen. Dazu kommt eine neue Erkenntnis: Der gasket-mount wesentlich günstigerer Boards, z.B. ist vergleichbar gut oder, je nach Standpunkt, vergleichbar schlecht. Jedenfalls hat die Zanbato einige Möbelpuffer auf das PCB geklebt bekommen, um dem extremen Flex am linken und rechten Rand Einhalt zu gebieten. Was soll das, flex ist doch toll? Ja, aber der Unterschied zur harten Mitte war einfach zu viel des Guten.
Bleibt die Frage, warum ein gefühlsmäßiger Keychron-Verschnitt doppelt so schwer zu Buche schlagen soll wie eine Keychron. Wem das Design nicht ausreicht, um die beim GB aufgerufenen 490.- USD rechtfertigen, der schaue auf die Küchenwaage: 4.303 Gramm.
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Sollte hier mal lichtscheues Gesindel einsteigen, scheiß auf Bratpfanne oder Pfefferspray, gute vier Kilogramm Zanbato dienen mühelos zur Selbstverteidigung.