[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Starte doch bitte mal jemand ne Therapie Session mit @SlapAHo ich glaub der kann schon gar nicht mehr ruhig schlafen wegen meinen Posts.
 
Die Anzahl der Posts eines Users haben in diesem Thread thematisch auch nicht wirklich etwas zu suchen.
Schon erstaunlich wie neidisch manche sind, wenn man seine Sachen auf der Arbeit vernünftig geregelt bekommt und dann Zeit für andere Dinge hat.
 
An der Stelle würde mich doch glatt mal interessieren, was für einen effektiven Netto (!) Lohn ihr so habt.
Netto? Ca. 20€, hab jetzt aber den genauen Nettolohn nicht raus gesucht. Fahrtkosten gibts keine und 40h durcharbeiten quasi auch nicht :d
 
(3050-50)/(4,25×(30+2))=22€

Alles weitere findet man mittlerweile schon zig mal von zig Usern zig Seiten davor 😅

€:
Und wie ich schon paar mal angemerkt habe sind die Zahlen ohne Zusammenhang (Alter/Berufsjahre/Ausbildung/Land) eigentlich komplett sinnlos 🤷‍♂️
 
Zuletzt bearbeitet:
An der Stelle würde mich doch glatt mal interessieren, was für einen effektiven Netto (!) Lohn ihr so habt. Die 50€ fänd ich enorm hoch gegriffen, würde hier im Thread einen Median von <= 20€ annehmen.
OK, das muss ich erklären.
In (m)einer Festanstellung, hm, da musst du immer etwas weniger rechnen, dafür hast du den Job ja sicher.
Ich hab nebenberuflich nen Lehrauftrag, da bekomm ich knapp 80€ die Stunde, aber hab da im Jahr nur ganz wenig Stunden, damit verdien ich ja nichts.
Und wenn ich jetzt selbständig arbeiten würde, wozu es nie gekommen ist und ich auch keine Lust hab, dann würde ich heute wohl kaum unter 120€ was machen.
So in etwa ist meine Denke.
 
Kann jemand von euch eine Ungefähre Einordnung geben:

TVÖD im Kommunalen Krankenhaus
IT Einkauf und Organisation
Es geht um die Beschaffung von IT, die Organisation von Bedarf, die Abstimmung von welche Hardware macht warum Sinn.
Die Entscheidung selbst liegt nicht in der Stellenbeschreibung. Das Team besteht aus einer Halbtagsstelle und einer Vollzeitstelle, welche die Anfrage ist.
Könnt ihr das irgendwie einordnen? Ich warte seit Wochen auf ein "Angebot" und die können mir keine Aussage treffen...

Danke euch!

Um die Antwort zu geben: E9a

Nicht verhandelbar ;-)
 
Kein Wunder, dass die keinen finden...
 
Ich finds nur krass wenig für die Branche. ÖD ist einfach daneben im Vergleich zur freien Wirtschaft, auch wenn hier keine tollen Skills gebraucht werden.
 
Im öffentlichen Dienst gibt es dazu aber etwas mehr Rente ab 5 Jahren. Mir fehlt noch 1 Jahr...
 
Ich hatte lange genug meine tolle Ausbeutung im ÖD. TVÖD E13 hört sich erstmal nicht so schlecht an. Man kriegt aber halt nur zwischen 50 und 66% Stelle bei voller Arbeitszeit.

Seitdem hab ich dieses Konzept vollkommen gefressen. Als AG kommt sowas nie mehr in Frage, veräppeln kann ich mich selber.
 
Das er im Hochschul-/Universitätsbereich gearbeitet hat. Ist leider sehr üblich dort befristete 50% Stellen zu bekommen, bei denen man allerdings 100+% arbeiten darf.
 
was meinst du damit?
Ich habe an einer Uni an meiner Promotion gearbeitet. In Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter gibt's da aber ein Problem für den ÖD. Da man akademisch die höchstmöglichen Anschlüsse und gleichzeitig Forschungstätigkeiten hat, kann man nicht niedrig eingruppiert werden.

Daher kostet man verhältsnismäßig viel Geld. Damit man günstiger wird, bekommt man eine Stelle mit 50 % und arbeitet trotzdem voll bzw. viel mehr, wenn man weiterkommen will. Gleichzeitig werden die Stellen auch noch zeitlich begrenzt.

Du musst dann also von einem halben Gehalt leben, Vorlesungen und Seminare für Bachelorstudenten halten und die eigene Forschung weiterführen, während Du gleichzeitig DvD für einen Professor bist, dessen Vertrag nicht befristet ist und der auf immer wieder neue und tolle Ideen kommt, was Du noch in Deine Forschungen inkludieren darfst.

Denn schließlich will Hochwohlgeboren nicht selbst die stumpfe Recherche fürs nächste Buch betreiben, das unter seinem Namen rauskommt, sondern Du darfst das machen.

Gleichzeitig darfst Du Drittmittelförderungen beantragen, um die eigene Zukunft und Stelle irgendwie zu sichern und gleichermaßen Unternehmen wie auch anderen Geldgebern Honig ums Maul schmieren, um irgendwie an Geld zu kommen und hoffst dabei, Deine Forschungen nicht zu sehr verbiegen zu müssen.

Gott bin ich froh, dass das vorbei ist.
 
Fürs promovieren wird man ja auch nicht bezahlt. Das ist deine Promotion, deine Bildung, quasi dein Hobby, welchem du in deiner deiner Freizeit nach gehst. Wie studieren eben.

Bezahlt wird man dann für den Anteil an Lehre und sonstigem Geschiss.

Glückliche Ausnahmen ☺️ bekommen aber auch 100% Stellen von denen sie locker 80-90% in ihre eigene Forschung stecken können. Bzw. ist das abhängig vom Bereich und in der Informatik sogar üblich. 🥳
 
Aber daran bost du dich selber schuld. Hättest dort ja nicht anfangen müssen
Dass es kaum andere Möglichkeiten gibt, hast Du bedacht? Promotion ist außerdem kein Selbstzweck, sondern die nötige Vorstufe der Habilitation. Die braucht man wiederum für die Lehrberechtigung an einer Hochschule. Da können sich dann alle Anderen Ihre Bildung abholen, um ein ordentliches Auskommen zu sichern. Ich habe obendrein kein Orchideenfach gemacht, sondern VWL, das braucht man als Gesellschaft durchaus.

Mein Rant ist vielleicht etwas ausgeufert, aber das unterlegende Problem bleibt. Das jetzige System sorgt dafür, dass viele Talente sich gegen eine wissenschaftliche Karriere entscheiden und direkt Geld wählen. Das wird in Zukunft vor allem in gefragten Bereichen sicher noch problematisch und spricht gegen den Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland. Ist die Frage, ob man dann auch selbst individuell Schuld ist, wenn keiner für akademische Bildung da ist oder ob man sich rechtzeitig um solche Zustände kümmern möchte. Für mich ist das Ganze abgesehen von einem leichten Hass in der Magengrube, wenn das Thema aufkommt, gut ausgegangen, ich hab mich in die freie Wirtschaft abgesetzt und es läuft super.

Edit: Sorry, war nicht böse gemeint, hast mich nur auf dem falschen Fuß erwischt.
Fürs promovieren wird man ja auch nicht bezahlt. Das ist deine Promotion, deine Bildung, quasi dein Hobby, welchem du in deiner deiner Freizeit nach gehst. Wie studieren eben.

Bezahlt wird man dann für den Anteil an Lehre und sonstigem Geschiss.

Glückliche Ausnahmen ☺️ bekommen aber auch 100% Stellen von denen sie locker 80-90% in ihre eigene Forschung stecken können. Bzw. ist das abhängig vom Bereich und in der Informatik sogar üblich. 🥳
Auch nicht ganz richtig. Man wird durchaus für Forschung bezahlt, das Verschriftlichen davon ist dann das Privatvergnügen. Die 100-%-Stellen gibt es, da hast Du durchaus recht. Man muss aber halt auch das Glück haben, eine zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Aeromax, keine Sorge, du bist hier nicht von allen Leuten unverstanden, denn ich verstehe deine Kritik und deine Wut auf dieses System.
Ich habe mich aus eigenem Interesse für eine wissenschaftliche Karriere entschieden und kann die ganzen Probleme (die es geben kann) daher nachvollziehen.
Als Neurowissenschaftler verdiene ich beispielsweise ca. die Hälfte (oder noch weniger) als z.B. ein Neurologe in der freien Wirtschaft (eigene Praxis, Krankenhaus, etc.). Und nach vielen Jahren verdienen die eher noch 3x oder 4x soviel wie ich. Ich "tröste" mich nur damit dass mein Job (aus meiner Sicht) viel interessanter ist und ich eben genau das mache was ich machen wollte (also zumindest diesbezüglich super). Aber gehaltstechnisch ist das im Vergleich ein Witz und das obwohl der Aufwand (Studienzeit etc.) letztendlich aufs gleiche hinausläuft. Ich könnte übrigens gar nicht mehr richtig in die freie Wirtschaft wechslen, also selbst wenn ich wollte, denn das was ich mache geht eigentlich nur in der Wissenschaft.
 
Danke und super, dass es noch Leute gibt, die solchen Idealismus noch haben (y)
Gibt natürlich wenig Besseres, als in der Wissenschaft genau die Stelle zu finden und auch kriegen, die man wirklich haben will.
 
Was das angeht habe ich mega Glück gehabt. Ich habe einen Prof der mir quasi alles erlaubt (solange nur was bei rumkommt). Ich muss als nicht wie viele andere Wissenschaftler "Wissenschaft nach Plan" abarbeiten sondern kann erforschen was mich interessiert und natürlich halbwegs ins Konzept unserer Arbeitsgruppe passt. Mega Privileg (im Vergleich zu vielen anderen). PS: dazu muss ich sagen dass ich mal Hauptschüler war. Bin also zufrieden mit dem was noch aus mir geworden ist. 8-):LOL:
 
@Aeromax

Wenn ich, Ungeachtet der Wissenschaft, sehe was der ÖD in der IT bezahlt (ich habe zwei Techniker und jemand in leitender Funktion im Bekanntenkreis), ist es einfach zum weglaufen. Zig Ausschreibungsrunden, nur Graupen. Schwierig. Sehr schwierig. Und so ein Techniker mit maximal ner Zehner Stelle, eher ne Neuner Stelle. Geht gar nicht. Passt null zum Markt. Dann braucht man sich auch nicht über diese Resonanz wundern... Der ÖD verschläft in dieser echt wichtigen Branche extrem viel.
 
Hat schon nen Grund warum viele der IT Projekte im ÖD Sektor so großartig laufen.
 
Wie gesagt, ich war ja selbst 6 Monate Teil dessen. An den Personen in der IT liegt es wenn zu einem kleinen Teil.
Das Problem sind eher Leute wie die Dezernenten, die Kollegen aus der Organisation (die auf die Kollegen aus der IT null hören) und an den Vorschriften bzgl. Ausschreibung, wo du quasi das günstigste Angebot nehmen musst.
Es will zudem auch niemand entscheiden, weil du bei einer Fehlentscheidung direkt an die Wand genagelt wirst. Darum geht alles seinen Weg nach oben und das dauert, wenn überhaupt was passiert.
 
Traurig, aber leider wahr. Dazu kommen dann noch die vielen, die auch in Entscheidungspositionen sitzen, aus der Gattung "nein, das haben wir schon immer so gemacht".
 
Wenn ich, Ungeachtet der Wissenschaft, sehe was der ÖD in der IT bezahlt (ich habe zwei Techniker und jemand in leitender Funktion im Bekanntenkreis), ist es einfach zum weglaufen. Zig Ausschreibungsrunden, nur Graupen. Schwierig. Sehr schwierig. Und so ein Techniker mit maximal ner Zehner Stelle, eher ne Neuner Stelle. Geht gar nicht. Passt null zum Markt. Dann braucht man sich auch nicht über diese Resonanz wundern... Der ÖD verschläft in dieser echt wichtigen Branche extrem viel.
Das hat aber in dem Fall nicht zwingend was mit ÖD zu tun.
Auch in der Wirtschaft wirst du mit ähnlichen Zahlen abgespeist. (@Aeromax haste mal konkrete Zahlen?)

Frei Wirtschaft, großer Konzern, mit Traifvertrag
Nehmen wir mal zwei Masterabsolventen frisch vom Studium.
Kandidat A fängt als z.B. als Ing. und bekommt 5k Brutto
Kandidat B fängt als Doktorand an und bekommt 2k Brutto
Genaue Zahlen weiß ich jetzt nicht mehr, aber sowas in der Größenordnung.

Beide machen einen ähnlichen Job. Während der "Dr." sich um ein ganz spezifisches Thema kümmert und sich auch erstmal einarbeiten muss, kümmert sich der "Ing." um ein paar Themen mehr, muss sich aber dennoch (am Anfang) genauso einarbeiten. Klar ist der Ing. irgendwo produktiver und erwirtschaftet auch was. Dennoch hat der "Dr." auch noch Nebenaufgaben und kümmert sich auch mal gelegentlich um andere "niedrigere" Abschlussarbeiten.

Ich weiß nicht, wie die Stelle bei dir da konkret aufgehangen war, kann aber durchaus sein, dass man da ein Abstriche machen musst, als wenn man die mit einem non"Dr." besetzt hätte.

Ggf. hast du mehr bekommen als mein Beispiel aus der doch ach so tollen freien Wirtschaft.

Das man an der Hochschule noch ganz andere Baustellen hat, gerade was gewissen Personen und deren speziellen Befindlichkeiten mit einem Prof.-Zettel, ist dabei noch eine ganz andere Thematik. Da gibt es auch ein paar Herren und Damen, die etwas spezieller sind.

@UsAs
Bei den anderen Sachen kann man partiell zustimmen. Wobei das von der Behörde/OE abhängt. Es gibt ja auch andere Beispiele, wo in dem konkreten Fall der ÖD schon reagiert hat, wenngleich das nicht die Regel ist. Das ist aber stellenweise auch zu verstehen, denn am Ende zahlt das der Steuerzahler und da ist nicht immer beliebig an der Geldschraube drehbar. (wobei man an andere Stelle mit etwas Augenmaß sparen könnte und das Geld nicht zum Fenster rauswirft, da hätten die AN unmittelbar was von und keiner würde es merken)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Traurig, aber leider wahr. Dazu kommen dann noch die vielen, die auch in Entscheidungspositionen sitzen, aus der Gattung "nein, das haben wir schon immer so gemacht".
Das ist aber nicht ÖD speziell, da gibt es auch in großen Firmen so.
Je länger die Kollegen und die Struktur so existiert, desto eher ist das "haben wir schon immer so gemacht".
Ist Dynamik in dem Laden, ist das bei weitem nicht so extrem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Aeromax beschreibt ist nicht die ganze Wahrheit. Was er schreibt, gilt für viele Disziplinen, aber nicht alle. Ich hab eine Ingenieurspromotion gemacht, da kommen Stellen < 100% E13 so gut wie nicht vor. Da ist einfach der Sog aus der Industrie so groß, dass an Ingenieurslehrstühlen unter 100% fast niemand arbeitet.

Und das, oder auch noch weiter oben diese Kritik, dass der ÖD so schlecht bezahlt wird, formuliere ich bissl anders: es ist der Fluch für den ÖD, fürs Handwerk, für soziale Berufe, dass die deutsche Industrie so stark ist und den Markt derart verzerrt. In vielen Ländern mit geringerem Wohlstand als bei uns ist ÖD deutlich besser angesehen und im Verhältnis bezahlt, weil es da eben keine starke Industrie gibt, die derart viel bezahlen kann. Jetzt sorgen aber die Industrieangestellten und -arbeiter mit hohen Löhnen auch für ein hohes Preisniveau, an dem die Leute im ÖD, Sozial, Handwerk etc. zu knabbern haben.
 
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