mein erster Homeserver - welches Betriebssystem/Software

MXXr

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Hallo Leute,

seit ein paar Wochen lese ich hier mit und bin froh einen Ort gefunden zu haben, an dem ich viel lernen kann und an dem ich hier viel Praxiserfahrung finde, die mir kein Verkäufer oder Hersteller bietet.

Aus der zwingend notwendigen Anschaffung eines NAS, ist nun (nach Blick auf die Preislisten) die Idee entstanden einen HP Pro Liant Microserver zu kaufen. 4 Festplatten + 8GB Ram habe ich hier rumliegen, beim Prozessor würde ich auf den Intel Xeon E3-1220L v2 setzen, weitere Aufrüstungen bestimmt später, aber in dieser Grundausstattung sollte der erstmal für mich funktionieren.

Wo ich jetzt völlig ratlos bin, ist die Frage nach der passenden Software. Sicher ist der Server auch ein Spielwiese für mich, anhand derer ich lernen will, aber ich will ihn ungern alle paar Monate neu Aufsetzen, weil mir irgendwas nicht passt. Als Stundent komme ich auch gut(=kostenlos) an MS Windows Server 2008/2012 R2, aber ich weiß z.B. gar nicht ob mir das zu Hause etwas bringt.

Was könnt ihr mir empfehlen?

Zwingend soll mir das ganze ein Netzlaufwerk bereitstellen.

Nette Spielereien wären Druckserver, Minecraft Server, VM mit meiner CAD Software, 1-2 VMs zum Testen, evtl. Ersetzen meiner Fritzbox (Ist sowas sinvoll?)
Mir ist auch nicht ganz klar, ab wann ich sinnvollerweise eine neue VM anlege. Mach ich das für alle Aufgaben oder lasse ich auch Dinge direkt auf dem Hostsystem laufen? Bedeutet jedes neue Anliegen = eine neue VM oder kann eine VM auch mehrere Aufgaben bewältigen (Bsp. eine VM stellt NAS und Druckserver bereit)

Dann stell ich mir noch die Frage, inwiefern sich die Wahl des Systems auf den Stromverbrauch auswirkt. Hatte z.B. erst gedacht auf ESXi zu setzen (gibt ja die passenden HP-Versionen), bin da jetzt aber skeptisch, ob das passend für mich ist, nachdem ich hier mehrfach negative Aussagen zu ESXi und Stromverbrauch gelesen habe. Der Server wird einfach mindestens den halben Tag nicht voll ausgenutzt werden (ja, er ist Spielerei - verratet das nur nicht meiner Frau).

Ansonsten bin ich auch dankbar für Wikis oder ähnliche Fragestellungen in Forenbeiträgen. Habe bis jetzt nichts gefunden, was auf mich passt.

Beste Grüße
Martin

Edit: irgendwie ist das eine Softwarefrage im Hardwareforum, was? Aber eine allgemeine Softwarerubrik, die nicht gleich systemspezifisch ist, habe ich auch nicht entdeckt. Passt der Thread irgendwo anders besser hin?
 
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ESX + Napp-It + Server VMs je nach Bedarf.

Fritzbox ersetzen? => Sophos UTM (kostenlose Heimlizenz)
Datenablage => Napp-It / Xpenology
VM mit CAD Software ????
 
Danke für diesen Ansatz.
zur CAD-Software - meine kann 3D-Visualisierungen, die viel RAM + Prozessorleistung brauchen; die würde ich dann auf dem Server über Nacht rendern lassen. Mein Notebook geht da in die Knie; auf dem würde ich es wohl aber vorher zeichnen - geht komfortabler denke ich.
 
relativ universell ist auch Openmediavault (VMs kannste über das Virtualbox Plugin machen) ... schöner verwaltbar als ESXi, braucht aber ne kleine HDD/SSD oder SLC USB Stick für das System (wohl der einfachste Weg)

Proxmox böte in der aktuellen 3.4 die Möglichkeit ZFS direkt am Host zu benutzen und eine sehr schöne Webverwaltung (rest dann in VMs)

ESXi + Napp-it ist dann schon eher die nächste Stufe (überfordert teils Leute ohne Erfahrungen) ... das soll aber nichts Schlechtes heißen ...


viele der Aufgaben lassen sich auch über ein "normales" Linux bewerkstelligen, aber das ist dann der letzte Schritt ^^


für den Minecraft Server guck dir mal MineOS an (als VM) ... hat viele nette Features


... Virtualbox ist sicherlich nicht so performant wie esxi/Proxmox (aber seien wir ehrlich, daheim macht das kaum was aus) aber hat den Vorteil, dass die VMs überall laufen (gibt es für Win/MacOS/Linux) und auch so portiert werden können
 
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pumuckel: Danke für den Hinweis mit MineOS, das kannte ich nicht, aber genau so etwas habe ich gesucht! :-)

MXXr: mit der Hardware Grundlage ML310e bist du für alles gewappnet.
 
pumuckel: Danke für den Hinweis mit MineOS, das kannte ich nicht, aber genau so etwas habe ich gesucht! :-)

gern doch ... einziger krähenfuß dabei ist immer das einbinden von Custom Server Packs ... aber nach etwas einlesen geht das auch fix per SFTP

zum Stromverbrauch:

Je mehr Platten in einem Starren Verbund laufen, umso mehr idle Verbrauch haste

Ich habs gelöst:
SSD mit OS + VM Storage thin prov. ,
2*1TB 7/24 Hitachi 2,5" HDDs im Raid 1 (oder ZFS Mirror) für 2. VM Storage bzw häufig genutztes wie Download/Sync etc (kann man auch mit z.B. 2-x*1,75TB Samsungs machen), 2,5" verbrauchen sehr wenig

den Coldstorage erledigt ein 16*3TB Raid 6 Array (2 Hotspares), was per IMPI/KVM nur aktiv ist bei Bedarf - ist im Keller ^^
 
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Warum den E3-1220L? Hast du keine Möglichkeit die CPU ausreichend zu kühlen? Falls doch, lass die Finger von den L-Versionen. Die Stromverbrauch ist nämlich in diesem Fall kein Argument dafür.
 
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Vielen Dank für all die Hinweise.

Napp-It reizt mich- kannte ich bisher gar nicht- brauche ich wahrscheinlich auch nicht wirklich, aber es sind solche Spielereien für die der Server kommt und eben kein NAS

MineOS klingt auch nach genau dem, was ich gesucht habe

Das mit den L-Versionen ist natürlich wahr. Hatte ihn in die Auswahl genommen, weil ihn hier viele problemlos verwenden- aber da werde ich nochmal genauer hinschauen.

mL310e wär natürlich was - der Microserver hat nur einen entscheidenden Vorteil: meine Frau findet ihn hübsch.


Gedanken machen muss ich mir wirklich noch über die Festplatten. Habe 4x 1TB Seagate Desktop HDD und 2x Samsung 128GB SSD hier rumfliegen, dazu noch 2 Festplatten (320 und 500 GB)
aus meinen Notebooks, die inzwischen durch SSDs ersetzt worden sind- könnte ggf. auch noch was anschaffen, wenn es sinnvoll ist.
Viele Möglichkeiten zu haben macht die Sache nicht einfacher...
 
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Das mit den L-Versionen ist natürlich wahr. Hatte ihn in die Auswahl genommen, weil ihn hier viele problemlos verwenden- aber da werde ich nochmal genauer hinschauen.
Das ist der einzige 1150 Xeon mit nur 2 Kernen. Gerade wenn du virtualisieren möchtest, greif lieber zu was Größerem. (1230 kostet nicht die Welt mehr und geht auch von der Temperatur her)

mL310e wär natürlich was - der Microserver hat nur einen entscheidenden Vorteil: meine Frau findet ihn hübsch.
Das Teil ist nur bedingt für Wohnraum geeignet, gerade wenn man etwas empfindlich ist, was Lautstärke angeht.
Dauerhaft direkt daneben arbeiten oder sitzen (Wohnzimmer) wollte ich nicht.
 
ich würde dir anraten, erstmal mit einfachen Lösungen zu starten und dich dann hochzukämpfen

wenn du nicht mit passthrough von pcie/pci Geräten arbeitest (brauchste meist nicht), dann reicht erstmal fast jedes Linux taugliche System (auch gebrauchtes/ausgemustertes)
..... einfacher noch: benutz erstmal Virtualbox ( https://www.virtualbox.org/ )und teste es in einer VM (geht nicht alles drin, aber sehr viel)

hol dir dort erste Erfahrungen mit gängigen Lösungen (ala OMV, Freenas, mineos, nappit, etc) und evtl bastel etwas mit nem stock Linux und ein paar tutorials rum (z.B. von Unixmen)

danach wirste schnell sehen wo deine Vorlieben liegen und DANN erst wähle die passende Hardware für dich

... just my 2 cents


warum: viele denken es wäre mehr erforderlich, als man dann wirklich braucht (go bigger und dann 99% der Zeit bei 90% idle) ... letztendlich reicht meist weniger als man denkt (wenn der Server auf 50-70% Load läuft hat man genug reserven ^^)

was ich sagen kann, was nice to have ist: VT-D/IOMMU, AES-NI, iKVM/IPMI (oder vPro) - aber nur nice to have .... selbst ein Celeron J1900/J2900/AM1 Board macht schon nen verdammt tollen job (und kost nur 60-90€)

ich lagere z.B. immer mehr Sachen aus zu Digital Ocean (CloudVMs - Stundenweise bezahlt) - die Anbindung ist einfach unschlagbar im Gegensatz zu DSL/vDSL und muss sie ja nur aktivieren wenn gebraucht (bei Interesse pm me und ich schick dir nen Link mit 10€ Startgutschrift) ....
 
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ZFS oder BTRFS ist sinnvoll wenn du wichtige Dateien hast und diese gegen Bitrot schützen willst. Auch sonst hat ZFS viele schöne Vorteile :-)
 
ZFS bringt zwei wichtige Storage-Innovationen

1. Echtzeit Prüfsummen auf Daten und Matadaten über die ganze Kette OS > Treiber > Controller > Kabel > Backplane > Platte
Ohne das, weiss man nicht einmal, wenn Daten verfälscht werden. Zusammen mit ZFS Raid werden Fehler beim Lesen oder Scrubben geprüft und repariert. Das geht Online (kein tagelanger offline Filecheck der eh nichts zustande bringt wie bei älteren Dateisystemen)

2. CopyOnWrite
Bei diesem Storageprinzip werden Dateiblöcke bei Änderungen nicht modifiziert sindern immer komplett neu geschrieben. Gibt es dabei ein Problem, bleibt der alte Stand erhalten. Damit sind diese Dateiysteme immer valide, es gibt kein Write-Hole Problem bei Raid und vorherige Dateistände können als Snaps erhalten bleiben.

Wenn es ZFS nicht bereits gäbe, müsste man es bei heutigen Plattengrößen schleunigst erfinden.
 
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ZFS bringt zwei wichtige Storage-Innovationen

1. Echtzeit Prüfsummen auf Daten und Matadaten über die ganze Kette OS > Treiber > Controller > Kabel > Backplane > Platte
Ohne das, weiss man nicht einmal, wenn Daten verfälscht werden. Zusammen mit ZFS Raid werden Fehler beim Lesen oder Scrubben geprüft und repariert. Das geht Online (kein tagelanger offline Filecheck der eh nichts zustande bringt wie bei älteren Dateisystemen)

2. CopyOnWrite
Bei diesem Storageprinzip werden Dateiblöcke bei Änderungen nicht modifiziert sindern immer komplett neu geschrieben. Gibt es dabei ein Problem, bleibt der alte Stand erhalten. Damit sind diese Dateiysteme immer valide, es gibt kein Write-Hole Problem bei Raid und vorherige Dateistände können als Snaps erhalten bleiben.

Wenn es ZFS nicht bereits gäbe, müsste man es bei heutigen Plattengrößen schleunigst erfinden.

Ich meine aber auch oft hier im Forum gelesen zu haben, dass ZFS aus genau diesen Features eher was für den professionellen gebrauch ist, da für diese Prüfsummen und das ständige Neubeschreiben der blocks sehr viel Ram gebraucht wird (ca. 8GB), womit ein handelsübliches NAS wie Synology oder QNAP erst ab der "aua aua sehr sehr teuer" variante daher kommt, oder?
 
ich glaube nicht, das es überhaupt ein NAS von Synology oder QNAP gibt, welches ZFS kann... FreeNAS kann das z.B
 
ZFS wurde ursprünglich von Sun für Solaris entwickelt.
Da es OpenSource ist, gibt es das jetzt für folgende Betriebssysteme
(wobei nicht alles was ZFS unter Solaris ausmacht portiert ist, z.B. hotspares, nfs4 ACL mit CIFS, Crossbow, Comstar, Servicemanagement, bootbare System-Snaps mit System Raid-1 u.a.)

BSD
- FreeNAS (Weboberfläche)
- NAS4Free (Weboberfläche)
- ZFSGuru (Weboberfläche)

Linux
- Distributionen mit ZoL (* Weboberfläche stark eingeschränkt)

OSX (eingeschränkt)

Solaris und freie Forks (Illumos)
- Oracle Solaris *

- NexentaStor (Weboberfläche)
- OpenIndiana *
- OmniOS *
- SmartOS (KVM server use only, nicht für ein NAS)
- ein paar weitere


Alle Optionen bis auf Oracle Solaris und NexentaStor sind kostenlos und frei nutzbar.
Für die mit * habe ich eine Weboberfläche mit Online-Installer und Plugins geschrieben
bzw biete eine fertige ESXi Storage-VM mit OmniOS an
 
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Unter BSD hats du nur die NAS Spezifischen Releases aufgeführt.
FreeBSD und PC-BSD gehören aber auch dazu. Wobei PC-BSD etwas weiter mit der Integration zu sein scheint was Verwaltung und Installation angeht - den Komfort von FreeNAS, Nas4Free oder ZFSGuru hat man bislang nicht erreicht.
 
ein Xpenology mit direkter ZFS Unterstützungs wär was feines :) Derzeit benutze ich gea's napp-it vm "dahinter" - die Shares über Xpenology eingebunden und bereitgestellt.
 
Ist in dem Fall sinnvoll auf ZFS-Lösungen zu setzen??
Das frag ich mich auch.

Stichwort einfache Lösungen. Ein Kollege, der sich jetzt den G8 Microserver geholt hat, hat mir gerade seinen N54L zum Freundschaftspreis angeboten, das kostet mich dann nur einen Bruchteil des G8 und ich kann wirklich erstmal spielen und ausprobieren und kann dann auf Basis der Erfahrungen mich später in höhere Ausgaben stürzen. (vll. reicht mir ja schon ein G1610T oder ich werde mit einem Microserver gar nicht glücklich und brauch was größeres, wer weiß)

Ich habe einen kleinen Teil (ca. 15 GB) an wirklich wichtigen Daten (Gewerbe, Steuer, Studium), dich ich zur Zeit auf meinem Rechner speichere, parallel auf dem Ownclowd-Server eines Freundes und die ich alle 2 Wochen zusätzlich auf zwei externen Festplatten im Wechsel sichere.
Kann schwer einschätzen, ob mir ZFS dann noch einen spürbaren Mehrwert im Verhältnis zum Aufwand bringt. Aber so viel aufwändiger als ein herkömliches Raid ist das doch auch nicht, oder???
Die Daten könnten aber deutlich mehr werden, da ich gerade dazu übergehe, mein Büro so weit es geht papierlos zu gestalten.

Er hat mit dem N54L im Bezug auf Verbrauch (kann ja beim G8 ganz anders sein) die besten Erfahrung mit MS Server 2008 R2 gemacht, da er dort die Energiesparfunktionen(S3, S4 mit Aufwecken aus der ferne), am besten einrichten konnte. Kann dazu jemand was beitragen/empfehlen?
 
Wenn man sich im Rahmen der Möglichkeiten bewegt, die eine ZFS Storage appliance per Webinterface bereitstellt ist es sogar viel einfacher als Windows und das ohne die bi-wöchentlich wichtigen Sicherheitsupdates. Ansonsten ist ZFS Raid sehr einfach und viel verständlicher als was sich Microsoft mit Storage Spaces und ReFS gerade ausgedacht hat.

ZFS ersetzt kein Disaster-Backup. Es sorgt jedoch für eine extreme Sicherheit der Daten und Verläßlichkeit, dass die Daten nicht korrupt sind. Zusätzlich sind viertelstündliche, stündliche, tägliche, wächentliche, monatliche Snapshots nochmal was ganz anders als gelegentliche Backups in denen gerade oft die wichtige Datei fehlt, die man irgendwann gelöscht hatte.

Zum Energiesparen halte ich es so. Wenn ich einen Server brauche schalte ich ihn ein - wenn nicht eben aus. Für Remote ein gibt es IPMI.
 
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Gibt es eigentlich umfangreichere Tests, was die integrierten Stromsparmaßnahmen von aktuellen Plattformen unter Linux angeht? Bei Notebook-Reviews fällt ja häufig auf, dass die Akkulaufzeit im Vergleich zu Win 8.1 deutlich kürzer ausfällt, obwohl alle Gerätetreiber installiert sind. Lässt sich dies auch auf aktuelle Desktopsysteme übertragen?
 
Genau unter dem hier teils aufgegriffenen Aspekt hab ich ja gefragt. Und nicht, ob ZFS als NAS-Dateisystem Sinn macht...

@MXXr
Die Fragerei ergibt sich hiermit garnicht mehr. Wenn du einen Kumpel/guten Kollegen hast, der dir sein N54L-NAS vererben kann, mit dem er sich halt auch bestens auskennt, dann hast du damit auch einen direkten 100%igen Support :)
Sowas können Forendiskussionen nicht ansatzweise aufwiegen.

Andererseits betreibt Kumpel sein Qnap - da er nicht so oft Fw-Updates machen mag - schon seit knappen 1000h im 24/7 Betrieb. Mit Ext4. Dafür aber auch mit einer kleinen, einfachen APC-USV.
Das einzige was es mit der Kiste noch nie gab waren irgendwelche Probs mit dem Dateisystem bzw. Datenkonsistenz.
Hiermit sei aber noch gesagt, daß sein Syno langsam auch schon 700h erreicht (wir sind ja alle keine Fanboys oder? :))

Ich halte diese ZFS-Freakness bei Server-/NAS-Fragen jedenfalls nicht für pauschal optimal. Erstens ist schon einiges an Knowhow mitzubringen und zweitens muß ein ziemlicher Aufwand beim Kauf der Hardware getrieben werden. Das jetzt bei "erster Homeserver" Leuten?

Das Prob damit ist halt, daß die meiste Kenne eben Enthusiasten haben ;) Enthusiasten sind aber schon Welten weiter mit ihrem Aufbauten als Leute die grad anfangen. Da bringen Leute die gleich aus dem FF tabelarisch die Vorteile von ZFS aufsagen, solche Threads in eine leichte Schieflage. IMHO.

Beim "ersten Selbstbau" sollte man sich auch mal die Vorschläg von Tecnikaffe anschauen. Das gefällt mir eigentlich sehr gut und ist auch mit den 2 nacheinander geschalteten Netzteilen ziemlich energieeffizient. Und es ist einfach
Sparsames NAS mit Software-Raid unter Linux / OpenMediaVault - Technikaffe.de

Für kleinere Aufbauten ohne Tonen von Mediadaten wo also eine Festplatte reicht bietet sich auch ein 1-bay FertigNAS.
Bei derartigen Nutzung UND wegen Desaster tendiere ich gar trotz der vermeindlich haarigeren Software eher zu Qnap als zu Syno, wegen deren Q-Raid1. Das spiegelt die interne Platte auf eine externe (USB3, eSata), die aber nicht dauernd laufen muß.
Man stöpselt die externe ab und zu dran (wie Backup) und lässt es paar Stunden dran (die WebGUI zeigt den Ststus an). Die Platte meldet sich automatisch als eine für Q-Raid an und es beginnt automatsich die inkrementelle Spiegelung.
Gehts der internen Platte nicht gut und die Box fängt an zu piepen, schaubt man die externe aus dem Gehäuse und baut sie in den NAS ein. Fertig. Läuft sofort weiter.

Es gibt also je nach Einsatz und Vorhaben viele Lösungen. Zum Glück. Über die kann man auch quatschen und das ohne sich anzuspringen.

Bei jedem Newbie aber immer gleich und zuerst ZFS zu preisen ist irgendwie als wenn in einem Racerforum jemand meint, er wäre mit den Fahrkünsten und den Finanzen wohl soweit und fragt sich, ob eher FiestaST oder ClioRS was für ihn wäre, und die meisten anfangen was von M235 zu erzählen...
 
Zuletzt bearbeitet:
:)

ich finde auch man sollte klein anfangen (hab ich leidvoll erlebt)

daheim nutze ich kein ZFS (hab aber von wichtigen Dingen = Dokumenten, Coldcopys auf mind 2-3 Medien = alte 1-2TB HDDs)
mir reicht daheim eine Ausfallsicherheit (denn Datensicherheit kommt eh nur aus Backups auf externe Medien)

meine "wichtigen Daten" sind ein paar 100GB an gescanten Dokumenten und ca 1TB an Fotos ... der Rest ist alles wiederbeschaffbar (atm zusammen 1,6TB welche ich an an 3 Orten gesichert habe - eine Kopie davon außerhaus)
... wirklich unersetzlich davon sind ca 12GB :)

daheim ist mir wichtiger, dass alle "daueraktiven" Geräte die Stromrechnung kaum belasten :) .... und nein ich nutze kein WOL (entweder IPMI/iKVM/vPro für Bedarfsnutzung oder lowpower solutions für 24/7)


... es gibt Leute die Angst haben vor Protonen-Einschlag und Bitflips .... ich hab Angst vor Paranoia
 
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Ich weiss jetzt nicht was die Frage eines Dateisystems mit klein anfangen oder einfach zu tun hat. Das hat eher mit dem Betriebssystem oder der Oberfläche zu tun.

Dennoch ist es so.
Auch wenn Millionen jahrzentelang mit FAT16 als Dateisystem bis 2 GB zufrieden waren oder sind und vielleicht noch nie damit Daten verloren haben, so ist ntfs als dessen Nachfolger ein riesiger Fortschritt und Generationssprung.

Mit btrfs, ReFS und ZFS verhält es sich ebenso. Ein riesiger Fortschritt und in ein paar Jahren sicher auch in jedem beliebigen 100 Euro NAS enthalten. Die Zeit von ext4 und ntfs ist mit heutigen Speichergrößen einfach vorbei. Die waren nie auf zig-Terabyte ausgelegt. Als die entwickelt wurden war eine 10 GB Festplatte noch richtig groß.
 
Ich weiss jetzt nicht was die Frage eines Dateisystems mit klein anfangen oder einfach zu tun hat. Das hat eher mit dem Betriebssystem oder der Oberfläche zu tun.

Dennoch ist es so.
Auch wenn Millionen jahrzentelang mit FAT16 als Dateisystem bis 2 GB zufrieden waren oder sind und vielleicht noch nie damit Daten verloren haben, so ist ntfs als dessen Nachfolger ein riesiger Fortschritt und Generationssprung.

Mit btrfs, ReFS und ZFS verhält es sich ebenso. Ein riesiger Fortschritt und in ein paar Jahren sicher auch in jedem beliebigen 100 Euro NAS enthalten. Die Zeit von ext4 und ntfs ist mit heutigen Speichergrößen einfach vorbei. Die waren nie auf zig-Terabyte ausgelegt. Als die entwickelt wurden war eine 10 GB Festplatte noch richtig groß.

wenn man die Wahl hat klar

wenn allerdings die Wahl limitiert ist durch andere Prämissen, dann nein

... ich nutze auch XPEnology für ein simple NAS (kein ZFS) aber sehr einfach und top für Einsteiger, das SHR ist auch sehr stromsparend und ist wie OMV sehr modular/erweiterbar

wenn ich btrfs/zfs nutzen kann ist es klar ein Plus, jedoch für den 0815 User in einem AblageNAS einfach overkill


Einfachkeit der Einrichtung/Nutzung (bei geeigneter HW):

gekauftes Synology NAS
- XPenology (USB Stick für Loader) - kann man sehr einfach erstellen (und sehr faulttorerant)
-- OMV (zu beachten ist ein sep kleiner Datenträger für OMV - kein MLC USB Stick ! SLC Stick, kleine SSD, kleine 2,5" HDD)
--- Amahi + gleiches
---- Freenas/Nas4Free
----- ESXi oder Proxmox mit Storage VM
------ Solaris/BSD etc
 
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Ja das kanns ein, daß du es nicht mitbekommen hast, daß ein ZFS-Betrieb Anforderungen an die Hardware stellt die Ext4 oder NTFS überhaupt nicht die Bohne interessieren. Geschweige der möglichen Konfiguration.

Da ist es natürlich naheliegend, daß man klein und einfach nicht konträr in Verbindung mit ZFS bringt.

Dennoch ist es so, daß schon >4TB extrem salzig bezhalt werden. Da wird ein heute gemachter NAS also noch mind. 1x neu aufgesetzt bis die Yottabyte-Dateisysteme notwendig werden... Insofern ist es also einfach Wurst, heute. Und übermorgen auch noch.

So realistisch darf man auch betrachten, welche Limitierung sich wirklich ergibt, wenn Kernel oder involvierte Treiber oder die Dateisysteme oder alles zusammen, die maximale Größe des Volumes auf 16TB oder 32TB begrenzen.

In Home/Soho sind das nämlich keine. Diese Menge an Daten verwltet man nicht mehr bzw. nicht mehr nur mit einem Dateimanager, mit einer schlauen Ordnerstruktur, wo man sich nun auch noch überlegen müßte auf welchem Volume nochmals man mit der Suche anfangen sollte.

Und die heutigen Lösungen dafür können mit mehreren Volumes umgehen. Ob man also 1x 64 TB oder 2x 32TB oder 4x 16TB hat, spielt eigentlich garkeine Rolle. Es sei denn mit fällt dem Paradoxen zum Opfer, daß man zwar genug Grips hat ein alientechno-like Storagesystem zu fahren, aber keinen um die Inhalte brauchbar zu verwalten (?)

Paar alte Hasen die ich aus dem MEtieu kenne fahren auch sowas wie 10x 4TB aka "Einzeldisk". Das hat mich selbst überrascht. Das sie aber nicht zu bresig sind die Inhalte zu verwalten, überwiegen für sie nur die Vorteile dessen, gegenüber galaxiegroßen Storagespools.
Diese wären Aufwand bei Backups bzw. Desasterstrategien (dafür macht man ja auch schliesslich Backups).

Ob eine NAS-Lösung pro Volume und Datei also max. 16TB oder mehr zulässt, ist real so wichtig wie ein 10Gb Switch für eine 5 Mann-Lan-Party. Es sei denn einzelne Dateien oder einzelne Projekte sind halt nahezu 16TB.
Hat jemand sowas hier?

Ob man so schnell Ext4 in FertigNASen zwischen 100€ und 300€ ersetzt (die teureren der Klasse sind ja meist die gleichen mit mehr Einschüben), das bezweifle ich stark. Da man für ZFS Hardwareoverhaul braucht und das wars auch wieder mit dem 180€ NAS...
Wenn es nicht noch leicht gepimpter XFS sein wird: Redhat hat Ext4 schon 2012 auf max. 100TB Volumegröße umgepatcht. Bei RHEL7 geht das Zeug bis 50TB. Das ist dafür gar "certified".

Da muß man fürs Daheim schon bisschen für Stricken, um das mit aktuell ziemlich unpreiswerter NASware3.0 auszureizen... Welchen Newbie sollten demnach also ECC-RAM, Elko-gestütze RAID-Hardwarecontroller oder ZIL-SSDs interessieren?
Das liest sich genauso grotesk wie es eben ist ;)

XFS knallt übrigens aus dem Stand 500TB auf den Tisch. Bis man das Daheim/Soho voll bekommt, sind wieder Technologien auf dem Markt die das alles sehr lahm erscheinen lassen werden und ganz anderen Aufbau erfordern. Man also wieder das ganze System ggbf. migriert/neu aufbaut und DANN nochmal schauen kann was sich bis dato bei den Dateisystemen getan hat.

Man könnte meinen die "einfach vorbei" Leute fahren jeden Tag mit Begeisterung zur Arbeit nach Utah...
 
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Ja das kanns ein, daß du es nicht mitbekommen hast, daß ein ZFS-Betrieb Anforderungen an die Hardware stellt die Ext4 oder NTFS überhaupt nicht die Bohne interessieren. Geschweige der möglichen Konfiguration. .

Weder ext4 noch ntfs noch ZFS setzen besondere Anforderungen an die Hardware sondern eher die Frage ob es ein 32bit OS, ein 64bit OS ist, ob eine GUI dabei ist oder ob auch noch RAM als readcache übrig bleiben soll und wie schnell das Ding sein soll.

Jeder kleiner Linux Rechner ab 1-2 GB RAM für dessen Distribution ZFS verfügbar ist, wird damit genauso gut/schnell/langsam laufen wie mit ext4, er würde mit mehr RAM beispiesweise nicht stabiler sondern wegen dem Lesecache bei ZFS allenfalls schneller.

Auch wenn ZFS oft als Option zu einem Profi-Storage wie NetApp gesehen wird und natürlich auf dicker Hardware schneller wird und das oft in der Diskussion in den Vordergrund rückt, so gibt es doch tausende, die sowas wie einen kleinen HP Microserver G7 oder einen Atom mit 2 GB RAM oder einen alten AMD als Basis für ein ZFS HomeNas haben - damit läuft ein aktuelles 64 bit OS mit ZFS so stabil wie es ein 64 Bit Windows mit ntfs auch tun würde. (Ausnahme sind natürlich Sachen wie Echtzeit Dedup, die darf man dann nicht einschalten)
 
ach ich klink mich aus .. empfehlt was ihr wollt :)
 
Ist das so? ZFS Still Trying To Compete With EXT4 & Btrfs On Linux - Phoronix
Hat sich da seitdem bei ZFS genauso viel geändert wie bei XFS seit 2010?

Vom Btfrs lese ich seit ungefähr 2011, es wird "soon" Ext4 ersetzten. Letztes Jahr bring Oracle sein Linux 7.0 mit... XFS als default filesystem. Da verliert man schnell den Überblick ;)

Wie gesagt es ist teils zwar sehr spannend die ganze Freakness zu verfolgen, aber nötig ist sie für Home/Soho noch lange lange nicht.

@pumuckel
MXXr hat ja fertig :) Was besseres als Fullsupport um die Ecke und fertige Kiste kann einem Newbie nicht passieren. Zu so einem Glücksfall kann man einen nur beglückwünschen.
 
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nicht falsch verstehen, aber ich klinke mich aus, da (wie genannt) Anfängern einfach teils erstmal unnützes zeug empfohlen wird (nix schlechtes, aber teils einfach way over)

ein OMV ist schon (für Anfänger) ein top start
 
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