Werbung
Die Preise für High-End-Grafikkarten von NVIDIA könnten erneut anziehen. Laut Berichten aus Branchenkreisen hat das Unternehmen die Preise für die GeForce RTX 5090 bereits zum 13. Mai 2026 intern angehoben. Verantwortlich dafür sollen vor allem die steigenden Kosten für GDDR7-Speicher sein, der bei den Spitzenmodellen der aktuellen Blackwell-Generation zum Einsatz kommt.
Bereits zum Marktstart gehörte die GeForce RTX 5090 (Test) zu den teuersten Gaming-Grafikkarten überhaupt. Die unverbindliche Preisempfehlung lag ursprünglich mal bei 2.329 Euro. Doch schon im regulären Handel waren die Karten von Beginn an deutlich teurer. Aufgrund hoher Nachfrage und begrenzter Verfügbarkeit kosten viele Modelle inzwischen um die 3.500 Euro. Besonders aufwendig ausgestattete Varianten wie die MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z (Test) oder die ASUS ROG Matrix RTX 5090 liegen teilweise oberhalb der 4.000-Euro-Marke.
Die neuen Preissteigerungen könnten diese Entwicklung weiter verschärfen. Nach Informationen von Board Channels (via Videocardz) sollen die internen Kosten pro Karte nochmal um mehr als 250 Euro gestiegen sein. Die höheren Ausgaben für Speicherchips sollen zudem direkt an die Board-Partner weitergegeben werden, die diese Mehrkosten voraussichtlich an Händler und Endkunden weiterreichen.
Traditionell liefert NVIDIA seinen Partnern nicht nur die GPU selbst, sondern auch den passenden Speicher als Komplettpaket. Dadurch müssen Hersteller wie MSI, ASUS oder Gigabyte keine eigenen Verträge mit Speicherlieferanten aushandeln. Gleichzeitig macht das die Partner jedoch stark von NVIDIAs Preisgestaltung abhängig. Gerüchte aus dem vergangenen Jahr deuteten zwar darauf hin, dass NVIDIA dieses Verfahren ändern könnte, die aktuellen Entwicklungen sprechen jedoch dagegen.
Immerhin sollen zumindest die anderen Modelle der aktuellen Blackwell-Generation vorerst nicht betroffen sein. Grafikkarten wie die GeForce RTX 5080 oder die RTX 5070 Ti werden daher in absehbarer Zeit keine vergleichbaren Preissteigerungen erhalten. Die Situation rund um die GeForce RTX 5090 zeigt dennoch, wie stark sich Engpässe bei Speicherchips inzwischen auf den gesamten Hardwaremarkt auswirken können.