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In unserer großen Display-FAQ gehen wir umfangreich auf die verschiedenen Panel-Techniken ein und erklären deren Vor- und Nachteile, die sich unmittelbar auf die Darstellungsqualität auswirken. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.
Nach zahlreichen 32-Zoll-Monitoren mit einem aktuellen QD-OLED-Panel der dritten Generation kann sich der Samsung Odyssey G8 G80Sd doch noch einmal von den zahlreichen anderen Modellen absetzen.
Grundlegend identisch ist das Panel, das die UHD-Auflösung mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auf das 32-Zoll-Format bringt. Das generiert eine angenehm scharfe Darstellung bei gleichzeitig viel Platz auf dem Desktop. Mit den 166 ppi, welche die neuen 27-Zoll-UHD-Panels der vierten QD-OLED-Generation bieten, kann der G80SD damit nicht mithalten, dafür muss bei diesem Modell aber eben auch nicht skaliert werden.
Gerade gegenüber der ersten Generation konnten im 2024er Jahrgang deutliche Fortschritte bei der Textablesbarkeit gemacht werden. Durch ein optimiertes Subpixel-Layout fallen Farbsäume an Kanten mit harten Kontrasten (wie sie bei der Schriftdarstellung nun mal vorkommen) deutlich geringer aus. Zusammen mit dem niedrigen Dot-Pitch ergibt sich eine Schriftdarstellung, die nah an die von LCDs herankommt. Wer genau hinschaut, wird aber noch immer leichte Farbsäume erkennen. Da diese Wahrnehmung recht subjektiv ist, sollte dies vor dem Kauf geprüft werden.
Wie alle QD-OLEDs ist auch dieses Gerät farblich etwas zu warm abgestimmt. Bedingt durch die große Farbraum-Abdeckung, welche die QD-OLED-Panels bieten, besitzen ab Werk alle Geräte ein deutlich übersättigtes Bild, so auch der G80SD. Für Games wird zwar ein spektakuläres Bild geboten, korrekt ist dies jedoch nicht. Es besteht allerdings die Möglichkeit, den Farbraum umzustellen, was in einer deutlich natürlicheren Darstellung resultiert.
Es gibt aber auch einen deutlich sichtbaren Unterschied zu den anderen bisher getesteten Geräten: das Coating. Während wir QD-OLED-Panels bislang immer mit einem AR-Coating gesehen haben, das uns überzeugen konnte, nutzt Samsung beim G80SD ein stumpfmattes AG-Coating. Damit fallen Spiegelungen unter den Tisch und stören im Betrieb nicht. Entsprechend ist das Gerät weniger anspruchsvoll, wenn es um die Aufstellung geht, was gerade mit Blick auf die limitierte maximale Helligkeit der Panels durchaus relevant sein kann.
Das Coating hat aber auch weitere Auswirkungen auf die Darstellung. Rein subjektiv wirkt Schwarz nicht ganz so Schwarz, wie es bei den Modellen mit AR-Coating der Fall ist. Da Samsung Display bei den QD-OLED-Panels zudem auf einen Polarizer verzichtet, leidet das Kontrastverhältnis bei Restlicht im Raum zusätzlich - das gilt aber auch für die Geräte, die ein AR-Coating nutzen.
Auf die Bildschärfe wirkt sich das Coating ebenfalls minimal aus – der Unterschied ist allerdings so gering, dass er bei einem normalen Sitzabstand nicht auffällt. Ein Grieseln, wie wir es bei den aktuellen OLED-Geräten mit LG-Panel sehen, ist bei Samsung nicht zu erkennen.